Sonntag, 25. Juni 2017

Lesesonntag

Guten Morgen und hallo mal wieder. Meinen Blog habe ich ja erneut lang vernachlässigt - außer, dass ich Spam-Bot-Kommentarbenachrichtungen erhalten, die ich direkt als Spam kennzeichne ;) -, da ist ein gemeinsamer Lesesonntag mit der Winterkatze ein guter Anlass, hier wieder etwas aktiv zu werden.

Geweckt wurde ich von einem meiner Kater, der zielsicher gegen fünf der Ansicht war, etwas Katzenhaare los zu werden. Dass ich ihm und seinem schwarz-weißen Gesellen dann gleich Frühstück serviere, nur weil ich hoch war, konnte er aber vergessen. Ich bin danach wieder ins Bett gewankt, wurde aber von beiden Helden immer wieder angeschnurrt und getretelt, sodass an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war. Also bin ich gegen halb sieben hoch, habe die beiden versorgt, mir meine Sportschuhe angezogen und bin eine kleine Runde walken gegangen und habe dabei "The Fireman" von Joe Hill weiter gehört; vorgetragen von Kate Mulgrew. Ich bin aktuell bei 85 %, höre aber schon sehr lange an dem Buch - was weniger an dem Roman liegt als an der Tatsache, dass ich wenig zum digitalen Hörbuchhören gekommen bin. ;)


Jetzt wartet das Frühstück auf mich und bei dieser Gelegenheit werde ich - ich weiß, man soll nicht neben dem Essen etwas anderes tun - nicht lesen, sondern die aktuelle Doctor-Who-Folge schauen. Das muss sein - die Staffel nähert sich dem Ende und ich bin neugierig.

Danach werde ich sicher zu einem Buch greifen, eine Auswahl - von Comic über DS9-Fan-Buch bis hin zu Romanen - liegt hier auf dem Tisch. Ich werde berichten.


Update 13.15 Uhr
Die aktuelle Doctor-Who-Folge der 10. Staffel - World enough and time - war für mich sehr intensiv. Mehr will ich gar nicht sagen, ich will nicht spoilern. Ich wünschte nur, es wäre schon nächsten Sonntag und ich könnte die nächste Folge laden (ausgestrahlt wird sie ja am Samstag).

Aktuell lese ich übrigens weiter in meinem Deep Space nine Companion - ich bin inzwischen bei Staffel 5 angelangt. Es gibt die für diese Art Bücher typischen Inhalte: Staffelüberblick, eine Inhaltsangabe zur Folge und weitere Ausführungen zu derselben kombiniert mit schwarz-weiß Fotos. Klingt beinahe banal. Ich finde es allerdings interessant, weitere Aspekte über die Serie zu lesen, mal geht es darum, aus welcher Übelegung heraus sich eine Story entwickelt, mal um das Filmen vor Ort (selten genug bei DS9) , wie ein Schauspieler sich einer konkreten Aufgabe nähert, was eine Komponisten durch den Kopf geht etc. Dennoch werde ich das Buch wohl jetzt erst einmal zur Seite legen, schon allein deshalb, weil ich langsam wieder etwas essen möchte. :) Aber vorher schaue ich erst einmal bei der Winterkatze vorbei und bei Kiya und Sayuri, die heute auch mitlesen.

Update 18:00
Die Wäsche hängt und stehst vor der offenen Balkontür auf dem Wäscheständer, weil momentan der Regen auf den Balkon kommt. Aber es regnet - und zwar immer wieder den Tag hinweg und das tut den Pflanzen garantiert gut.

Im Wesentlichen habe ich mich - neben der Wäsche - am Nachmittag mit "Betrunkene Bäume" von Ada Dorian beschäftigt und bin ca. bei der Hälfte des knapp 270 Seiten umfassenden Romans angekommen. Erich, ein 80jähriger Baumliebhaber und Wissenschaftler, der kaum noch allein zurecht kommt, lernt eines Tages die junge Katharina kennen, die in der Nachbarwohnung haust - und sie ist dort eigentlich nur geblieben, nachdem ihr der vermittelnde Halbkriminelle in einem Nebensatz erzählt hat, dass der 80jährige mal in Sibirien war. Katharinas Vater hat in Sibirien einen Job angenommen, aber Katharina weiß nicht, wo genau, nur dass es etwas mit Öl zu tun hat. Bis zum Ende des Romans werde ich hoffentlich erfahren, was genau Erich in Sibirien getan hat und wie es Katharina ergeht.  Ich komme gut voran - allerdings hat mich gleich auf den ersten Seiten das Wort Albtraum, geschrieben im Buch im p statt it b aus dem Konzept gebracht; ich kann mich an die Schreibweise mit p nicht gewöhnen. ;)

Update 21.30 Uhr
Es gab Abendessen (fertige Halloumi-Spieße aus dem Rewe, erneut hatte ich "zuviel Salz" Gefühl, aber der Tomaten-Gurken-Salat wirkte dagegen; dennoch: ich brauche die Spieße nicht noch einmal)



und  Lese-Relaxzeit für die MuMs und mich.



"Betrunkene Bäume" habe ich ausgelesen und ich weiß jetzt, was Erich in Sibirien gemacht hat. Schreibstilmäßig hat mir die Autorin gefallen und ich mochte die unterschwellige Melancholie, die sich durch den Roman zog, die mich aber bei der Lektüre nicht überwältigte und hinabzog. In dem Roman werden sehr viele Themenkreise angerissen und diese hätten bestimmt noch mehr Seiten füllen können. Mir hat das "Anreißen" aber gereicht, jedenfalls in Bezug auf Erich und seinen Lehrer. Was die noch nicht volljährigen Ausreißerin Katharina angeht - hier hatte ich etwas  Mühe, ihr zu folgen, aber das kann auch daran liegen, dass ich behütet in einem Dorf aufgewachsen bin. Trotzdem wirkte z.B. das Ende ihres  persönlichen Handlungsbogens auf mich abgeschnitten (ihr Aufenthalt in der Wohnung, die spätere Nachricht, Hugo). Das klingt an dieser Stelle hier vermutlich etwas merkwürdig, aber ich müsste zu sehr Handlungsdetails verraten, wenn ich hier konkreter werde. Insgesamt fand ich den (Debut-)Roman in Ordnung.

Gleich werde ich noch schauen, was  bei Winterkatze, Kiya und Sayuri so passiert ist. Und dann werde ich wohl noch etwas den DS9 Companion zur Hand nehmen. Ich wünschte nur, er hätte ein etwas anderes Format - Softcover und diese DINA4-Größe mit über 700 Seiten, seufz. Ich helfe mir, indem ich das Buch auf mein Knietablet lege. ;)

Den Lesetag habe ich wieder sehr genossen  - danke für die Idee, Winterkatze!