Sonntag, 22. Oktober 2017

Winterkatzes Herbstlesen 2017 #4

Hallo meine Lieben.

Ich habe gestern Nachmittag darüber nachgedacht, mich noch in das Herbstlesen am Samstag einzuklinken, aber selbst das war mir dann "zu viel". Am Freitag habe ich begonnen, etwas vor mich hin zu schniefen und zu niesen, der Samstagmorgen begann sehr früh mit gereiztem Rachen, was mich immer nervt und mich wach hielt. Also bin ich auch sehr früh ins Büro gegangen, da sich dort über die Woche ein guter Berg von Dingen angesammelt hatte. Hintergrund dieses Rückstandes war, dass wir  im Büro momentan zwei sehr komplexe und auch wichtige Angelegenheiten betreuen, deren Akten ich beinahe täglich diese Woche auf dem Tisch hatte, weil ich Anpassungen vornehmen musste, mit Beteiligten telefonierte und sie mit dem Chef besprach; diese beiden Sachen sollen nächsten Dienstag ihren Abschluss finden und ich bin Montag nicht im Büro.  Daneben hatte ich dann nur für andere eilige bzw. zwingend gleich zu erledigende Dinge Zeit und so stapelten sich Freitagabend bei mir Akten. Gegen halb zwei habe ich dann die gastliche Stätte verlassen, habe in meinem Lieblingscafe etwas weiter in "Der Garten über dem Meer" gelesen, dann eingekauft und daheim eine Suppe angesetzt. Nebenher wurde grob die Wohnung gemacht, mit den MuMs gekatzelt und ich habe mir die Pilotfilme von Jessica Jonses (der war ... *schüttelt leicht den Kopf*, ich suche noch nach einem passenden Wort, welches ihm gerecht wird und finde keines) Daredevil (mit ihm muss ich erst ein wenig warm werden, werde aber wohl weiter schauen) und Travellers (nicht uninteressant vom Ansatz, hat gefühlt für mich aber noch Zeit). Und ich bin früh in die Koje. :)

Aktuell steht eine Tasse mit Tee neben mir, Hunger habe ich noch nicht. Die schwarze Socke sitzt linkerhand, das Schönauge ist im Wohnzimmer. Sobald ich diesen Post veröffentlicht habe, werde ich wohl mit dem "Der Garten über dem Meer" weitermachen. Die Geschichte wird ja von dem Gärter eines jungen Paares (Francesc und Rosamaria) erzählt. Die Eltern aus der letzten Woche - das waren die Eltern von Eugeni, der vor ca. 5 Jahren eng mit Rosamaria befreundet war, und sie wollten wissen, ob Rosamaria etwas von Eugenis Verbleib/Wiederkehr weiß.

Update 10.30 Uhr
Aufgrund der Kommentare von Winterkatze und Neyasha habe ich gemerkt, dass ich mich bei Jessica Jones heute früh missverständlich ausgedrückt habe. Das Kopfschütteln bezogen sich darauf, dass ich seit gestern kein Wort gefunden habe, das meinen Eindruck knackig zusammenfasst. Gruselig oder beunruhigend gingen in die richtige Richtung ... Verstörend. Ja, das könnte es sein. Jessica Jones ist kein heiler ganzer Mensch, sie hat Schlafprobleme und ein Trinkproblem, reagiert abwehrend und nach und nach erfährt man in dem Pilotfilm, warum. Ich werde weitere Folgen der Serie schauen, aber ich glaube nicht, dass ich das so machen kann wie bei Sleepy Hollow (mehrere Folgen am Stück).

"Der Garten über den Meer" habe ich inzwischen beendet. Der Erzähler ist schon ein alter Gärtner, als die Geschichte beginnt; er ist eigensinnig und lässt Leute, die ihm überdrüssig sind, schon mal stehen, er versteht offenbar viel von seiner Arbeit und ist stolz darauf, gibt aber auch damit an, er lauscht und ist neugierig - aber in all diesen Eigenwilligkeiten ist er "einfach" menschlich. Über 6 Jahre, besonders 6 Sommermonate, teilt er seine Erinnerungen mit dem Leser, teils aufgrund eigener Erlebnisse, teils, weil ihm Geschehnisse erzählt wurden, sodass es zwangsläufig Lücken dazu gibt, was auf den Anwesen insgesamt geschieht. Manchmal bin ich von dieser Art Erzählstil genervt, aber hier war das anders: Die Autorin hat eine Atmosphäre geschaffen, die mich ansprach und anzog.

Ich weiß noch nicht, zu was ich als nächstes greifen werde. Aber keine Sorge, ich werde mich dazu melden. :)

Update 15.00 Uhr
Letztes Jahr hatte Kiya von einem Buch erzählt, welches aus Sicht eines Hundes erzählt wird. Ich hatte mir daraufhin "Der Caln der Magier" von Roger Zelazny besorgt und es mir bereits gestern in Greifnähe gelegt. Eigentlich hätte ich es schon am 1.10. beginnen wollen, wenn ich daran gedacht hätte. :) So habe ich heute die Einträge bis incl. 22.10. gelesen und den Hund Snuff gerade auf einem Trip begleitet, auf welchem er einem weisen alten Kater begegnet. Das Buch liest sich soweit nett weg und obwohl ich in der Fantasy-Welt wenig unterwegs bin, war ich doch in der Lage, einige Spieler zuzuordnen. Ich habe mir vorgenommen, den Rest des Buches tagesmäßig zu lesen, was allerdings auch bedeutet, dass ich es jetzt weglegen muss.

Hm. Und was lese ich jetzt?
Ich werde berichten ...

Update folgt

Sonntag, 15. Oktober 2017

Winterkatzes Herbstlesen 2017 #3

Herbstlese-Sonntag.



Ehrlich gesagt, der gestrige Tag hat sich schon nach Sonntag angefühlt. :) Nun, ich werde den heutigen Tag sehr genießen, schließlich geht es morgen wieder ins Büro. Mal sehen, was auf meinem Schreibtisch über die Woche passiert ist. ;)

Aktuell genieße ich noch immer mein Frühstück (ich bin seit 9 Uhr hoch, das Ausschlafen hat gut getan *g*). Ich habe schon ein wenig im Netz herumgeschaut und werde damit auch gleich noch etwas fortfahren. Und dann werde ich wohl wieder im Katzenverleih vorbeischauen und vielleicht später am Tag mal in das weitere "Emden-Buch" hineinschauen.


Update 15.30 Uhr
Den Katzenverleih habe ich verlassen. Das Buch war für mich ein wunderbares Entspannungs-Wochenend-Lesebuch mit vielen Katzen, einem liebenswerten Mr. Widow, einer Nancy mit einem Geheimnis und einigen weiteren eigenwilligen Charakteren.

Während meines kalten Mittagessens (Stulle mit Brot) habe ich eine weitere Folge aus der dritten Staffel von Sleepy Hollow geschaut. Gleich mache ich mich auf einen Internet-Rundgang und werde mir dann eine neue Lektüre suchen. :)

Update 20.00 Uhr
Ich habe das Traumwetter genutzt, um Zeit auf dem Balkon zu verbringen


und hatte dabei auch Gesellschaft.


Auf dem Balkon habe ich mit meinem zweiten "Emden-Buch" angefangen: "Der Garten über den Meer" von Mercè Rodoreda, eine spanische Autorin (genauer gesagt katalonische Autorin). Der Roman erzählt aus Sicht eines Gärtners (in Ich-Form) von den Geschehnissen in einer Villa in den zwanziger Jahren nahe Barcelona. Es ist ein ruhiges Buch und die Geschichte lässt sich Zeit. Derzeit bin ich in einer Passage mit Eltern, die mir mit ihren Reden etwas auf den Senkel gehen, mich aber zugleich etwas an meine Eltern erinnert ;)

Ich werde vermutlich später noch etwas in dem Roman lesen (ich bin nicht ganz bei der Hälfte), aber aktuell schaue ich gerade eine Halloween-Folge von Sleepy Hollow und genieße mein Abendessen. :) Und da ich morgen wieder ins Büro muss, sollte mein Abend auch nicht zu lange andauern. Daher werde ich wohl später nur noch eine Netzrunde drehen, aber ein Update wird es hier nicht mehr geben. Aber nächstes Wochenende bin ich voraussichtlich wieder dabei, wenn es Winterkatzes Herbstlesen heißt. :)

Bis denne!

Samstag, 14. Oktober 2017

Winterkatzes Herbstlesen 2017 #2

Mein Tag begann heute bereits um halb fünf, damit ich meine Freundin aus München pünktlich zu ihrem Flieger bringen konnte. Die Woche mit ihr ist - wie immer - sehr schnell vergangen. Aber dafür, dass wir beide nicht fit waren/sind - sie ist wegen einer Schulter-OP noch flügellahm und wegen eines Sturzes und damit verbundener Prellung auch etwas im Hüft-Beinbereich angeschlagen, mir hat die Hexe am letzten Sonntagmorgen etwas in den Rücken getreten und zwei Wirbel verschoben, die der Onkel Doc am vergangenen Montag wieder zurückgeschoben hat -, waren wir gut unterwegs: Jeden Tag sind wir mindestens einmal raus zum Spazierengehen und am Donnerstag haben wir einen Tagesausflug nach Emden gemacht.


Gelesen habe ich unter der Woche wenig, nur etwas in der kurzen Geschichte der Menschheit; das Buch würde ich gern beenden.  Außerdem habe ich mir in Emden zwei Bücher gekauft, in die ich hineinlesen möchte.  Wie gut, dass Winterkatzes Herbstlesen stattfindet. :)
Jetzt gibt es aber erst einmal Frühstück. Ich melde mich später wieder. :)

Update 13.15 Uhr
Ich bin vorhin nach dem Frühstück ein wenig eingeschlafen, war doch recht früh heute. Und zum Frühstück gab es nur Kräutertee. :)

Inzwischen ist die erste Waschmaschinenladung durch, die zweite drin und ich habe festgestellt, dass die im Werksverkauf gestern mitgenommenen Butter-Marzipan-Plätzchen mit Kirsche nicht schlecht schmecken - allerdings scheint einer eine komplette Mahlzeit ersetzen zu wollen, lach. Mittag brauche ich jedenfalls aktuell nicht.

"Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Harari habe ich im Verlauf des Vormittags beendet. Ich fand das Buch faszinierend, nicht nur, weil ich - wie schon mehrfach eingestanden - nur gaaanz grob etwas über die Materie weiß und dankbar für populärwissenschaftliche Bücher bin, die mir schulischem Geschichtsmuffel Historie näher bringen. Harari liefert Denkimpulse - der "Humanismusaspekt", der zu Kritik und Streitgesprächen führte ist nur einer davon, wobei hier der Zusammenhang zwischen Kontext und Definition von Humanismus bei Harari zu beachten ist -, zeigt mir Zusammenhänge auf, über die ich bislang noch nicht nachgedacht habe - z.B., dass man Geld statt als Wurzel alles Übels auch als Gipfel der menschlichen Toleranz sehen kann - und bietet neben geschichtlichen Zusammenhängen auch Interpretationen an. Ich kann verstehen, dass seine Vorlesungen gut besucht sind.

 Zur Entspanung habe ich jetzt das erste der in Emden gekauften beiden Bücher geöffnet, nämlich "Mr. Widows Katzenverleih" von Antonia Michaelis (ich habe von ihr bislang noch nichts gelesen). Als erstes ging mir durch den Kopf, wie das denn gehen soll mit dem Verleih angesichts der Freiheits- und Selbstbestimmungsliebe der Samtpfoten. Was soll ich sagen, das ist Mr. Widow bekannt, der ganz klar sagt: "... ich zwinge natürlich keine Katze dazu, mit irgendwem mitzugehen. Die Katzen suchen sich das selbst aus wenn der Entleiher zum ersten Mal herkommt. Katzen kann man sowieso zu nichts zwingen." (S. 21 Hardcoverausgabe Knaur). Ach ja, ich mag die Widmung der Autorin "für die Katzen meines Lebens", die dann auch im Detail aufgeführt werden. Ich hoffe, die Geschichte entwickelt sich gut weiter. Ich werde berichten ...

Update 17.30 Uhr
Nancy - so nennt sich die junge knapp 30jährige Frau jedenfalls, die Mr. Widow zusammen mit einem Schwung von Kitten in einer Mülltonne gefunden hat, ist jetzt schon eine Weile als Hilfskraft bei ihm. Sie hat gesehen, wie eine von seinen Katzen drei dieser Findlinge einem Mädchen in den Schoß setzte, dass seit einem halb Jahr nicht mehr spricht und welches von seinem Arzt zwanzig Tage lang kätzischen Beistand verordnet bekommen hat. Sie hat in einem Café gewartet, bis eine ältere Dame einem Kater aus einem Buch vorgelesen hat (drei Stunden). Sie sieht nachts im Garten ihres Arbeitgebers eine junge Frau im kleinen Schwarzen und fragt sich, ob sie das selbst ist ... Das Buch liest sich wunderbar weg; die Kunden sind in ihren Eigenarten und mit ihren Problemen so vertraut, die Katzen in ihrem Benehmen bei aller Überzeichnung ebenso. Ich vermute, ich bleibe noch etwas in diesem Buch. ;)


Update 20.30 Uhr
Inzwischen bin ich ca. bei der Hälfte von "Mr. Widows Katzenverleih" angekommen und es zeichnen sich einige Probleme ab. Mr. Widows Gesundheit ist deutlich angeschlagen und auf einmal sind nicht mehr alle seine Katzen da. Und Cynthia - die Frau im kleinen Schwarzen - taucht auch immer wieder auf, u.a. bei einem Künstler, mit dem auch Nancy Kontakt hat. Es bleibt insgesamt spannend. ;)

Da ich angesichts des frühen Aufstehens heute recht erledigt bin, wird dieses hier mein letztes Update am heutigen Samstag sein. Für den morgigen Sonntag gibt es einen neuen frischen Post und wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja noch, etwas zu lesen, bevor ich einschlafe. Aber jetzt werde ich mir erst eine Folge von "Sleepy Hollow" Staffel 3 anmachen. Eine Frau ist in die Stadt gekommen und sie hat (nicht nur) merkwürdige Augen. ;)

Wir lesen uns morgen wieder. Bis denne! :) 

Sonntag, 1. Oktober 2017

Winterkatzes Herbstlesen 2017 #1

Der 1. Oktober ist da es ist so schön, dass die Winterkatze wieder zum Herbstlesen aufruft. Das Wetter passt aktuell sehr gut - es regnet gerade leise gerade vor sich hin. Das war auch der Grund, warum ich mein Frühstück wieder direkt mit ins Schlafzimmer genommen habe und mir heute Frühstück im Bett gönne. :)

Ich habe mir vorgenommen, heute in einem oder mehreren meiner angefangenen Bücher weiter zu kommen. In der Auswahl befindet sich ein Krimi, dessen Protagonist ein Genealoge ist, ein Kurzgeschichtenband, ein Sachbuch über eine kurze Geschichte der Menschheit, dann liegt noch ein Sachbuch über Jane Austen hier - und zwei Hörbücher habe ich derzeit auch in Arbeit, zu denen ich wohl aber heute kaum kommen werden. Hm. Vielleicht greife ich aber auch zu einem komplett anderen Titel. :D Ich werde berichten ...

Update 13:00 Uhr
Ich habe mich  für das Weiterlesen von "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noah Harari entschieden, der in diesem Buch popolärwissenschaftlich und recht kurzweilig von der Entwicklung der Menschheit erzählt. Ich habe nur (noch) eine vage Vorstellung von biologisch-sozilogischen Zusammenhängen (nennt man das so?), welche die Entwicklung des Menschen bewirken und folge daher sehr interessiert seinen - naturgemäß verkürzten - Ausführungen und Schlussfolgerungen. Warum wurden Stämme z.B. sesshaft und in welche Art und Weise dies mit der Entwicklung von Imperien, Geld und Religion zusammenhängt - wobei der Autor hier nicht zwischen übernatürlichen und übermenschlichen Regelbestimmungen unterscheidet, da z.B. Buddhismus als Religion gilt, auch wenn es kein übernatürliches Wesen gibt - finde ich durchaus spannend zu lesen.
Aktuell bin ich bei den "modernen Religionen" angekommen, zu denen der Autor u.a. den Kommunismus und den Humanismus zählt und gerade in Bezug auf letzteren sorgt sein Buch offenbar für Diskussionen. Harari scheint den Begriff, die Zuordnungen und Ableitungen unabhängig von dem ethischen Umfeld vorzunehmen, was Teilen der Leserschaft und Fachleuten offenbar aufstößt. Hierzu gibt es offenbar Streitartikel im Internet, mit denen ich mich jedoch noch nicht beschäftigt habe, ich will das Buch erst beenden und bin ca. bei der Hälfte angelangt.

 So interessant das Buch auch ist, ich habe dann erst einmal Pause gemacht, um Wäsche aufzuhängen (jetzt ist eine Deckenladung in der Maschine, Katzenhaarentfernungsarbeiten vor dem Besuch, lach) und mir ein süßes Mittagessen zu machen. Auch ohne Dampfeinsatz ist der Tiefkühlknödel recht passabel geworden, jetzt bin ich aber total satt und fühle mich, als würde ich gleich einschlafen. Nun ja, bis die nächste Maschine fertig ist, könnte ich ja vielleicht ein wenig Augenpflege betreiben, lach.

Update 18.30 Uhr
Und natürlich bin ich am Nachmittag eingeschlafen, lach. Ich denke, das hat mit dem Mittagessen zu tun, aber auch damit, dass ich zu meinem Genealogen-Krimi gewechselt bin und mich die dortigen Passagen einfach nicht genug gefesselt haben. Wenn Jed schon bei Fitzek einschläft, *g*
"Hiding in the past" habe ich trotzdem heute beendet, yeah. Dass der Plot in Bezug auf die Verdächtigen ein wenig und her sprang, kann problemlos damit erklärt werden, dass der Genealoge ja nicht wirklich einen Kriminalfall lösen wollte, sondern den familiären Hintergrund, und er dadurch vielleicht bei der Suche Vorteil hat - aber auch ein wenig betriebsblind ist. Ich fand auch den den Hintergrund der Ereignisse interessant zu erlesen. Dennoch, so sehr, dass ich mir einen weiteren Band kaufen würde, hat mich das Buch dann doch nicht überzeugt. Ein interessanter Ansatz war es aber alle Mal. ;)

Eigentlich wollte ich jetzt meinen neuen moulinetten-artigen Zerhacker austesten und Möhrensalat machen. Das hat sich aber erledigt, als ich die Möhrenpackung aufmachte. Leider waren alle "angeschlagen" und zwar in einer Art und Weise, dass man es von außen nicht sah. Hmpf. Das nächste Mal kaufe ich lose. Nun, so wirklich Hunger habe ich auch noch nicht. Deswegen werde ich mich gleich mit einem Buch - vielleicht noch einmal das Geschichtsbuch? - wieder zurückziehen und noch etwas lesen.

Ein Update wird es heute am späten Abende noch geben. :)


Update 21.30 Uhr
Das letzte Update des Tages. Ich habe vorhin ein wenig im Internet gesurft, habe die MuMs versorgt, die Wäsche vom Balkon geholt, die Decken aus dem Trockner und die am vergangenen Donnerstag ausgestrahlte Orville-Folge schon mal geladen ("Orville" ist eine SciFi-Serie mit Comedy von und mit Seth McFarlane mit deutlichen Anklängen an Star Trek; die ersten Teile fand ich durchaus unterhaltsam. Und nein, in die neue Star-Trek-Serie "Destiny" habe ich noch nicht reingeschaut. Ich muss mich erst um einen Netflix-Zugang kümmern.).

Gelesen habe ich den zweiten Sammelband von "Trees" by Warren Ellis und Jason Howard. Wie Band 1 übt auch dieser Band 2 trotz Sprüngen in der Handlung (zeitlich und örtlich, manchmal weiß ich nicht, warum ein Panel an der Stelle auftaucht, an der es sich befindet) und trotz Gewalt in Straßenkämpfen eine Faszination auf mich aus, die dazu führt, dass ich nach dem nächsten Band auf Dauer Ausschau halten werde. Es dürfte damit zu tun haben, dass das Rätsel der "Bäume" weiterhin besteht und dass mich die weitere Entwicklung - so viele Drohnen zur Überwachung überall z.B. - interessiert.

Wie gegenüber der Winterkatze bereits angedeutet, werde ich am nächsten Wochenende beim Herbstlesen nicht dabei sein, da ich eine Freundin aus München zu Besuch habe. Aber das Wochenende ab dem 14.10. halte ich mir frei. :) Wir lesen uns spätestens dann!

Oh und zum Abschluss - Abendgymnastik mit Marlowe - , viel Spass beim Nachturnen, aber verletzt Euch nicht. :)



Sonntag, 17. September 2017

Lesesonntag September 2017

Heute kommen drei Dinge für mich zusammen:
Sonntag, eigentlicher Beginn meines einwöchigen Urlaubs (nein, es war wegen der weiteren EDV-Umstellungen in der Woche davor, der Schulung am Montag und der damit einhergehenden Verzögerungen bei der Arbeit leider nicht der Freitagabend) und als Bonus: Lesesonntag. Hach - besonders, weil ich in den letzten Wochen kaum zum Entspannungslesen gekommen bin und meine Aufnahmefähigkeit auch regelmäßig nur für Youtube-Clips oder die Serie Lucifer reichte.

Wenngleich ich schon gut zwei Stunden wach bin, habe ich auch heute bislang noch nichts Literarisches konsumiert, auch nicht als Hörbuch, weil ich heute früh einfach noch nichts auf den Ohren haben mag. Erst lag ich im Bett und habe noch ein wenig Augenpflege betrieben, dann wurden die MuMs versorgt - die mich brav haben liegen lassen <3 -, dann gab es einen Milchkaffee, den ich während des Küche- und Schlafzimmeraufräumens getrunken habe. Beide Räume waren über die letzte Woche ziemlich vernachlässigt worden und sahen entsprechend aus. Inzwischen ist eine Waschmaschine bestückt und auf dem Herd köchelt Reis, den ich zum Teil meinem heutigen Abendessen beifügen will. Der andere Teil ... Nun, ich wollte heute früh mal ein etwas anderes Frühstück und werde testen, ob ich normalen Reis - also keinen Milchreis ;) - in Kombination mit ein paar Früchten als quasi warmen fruchtigen Reissalat zum Frühstück mag. Ob das der Fall sei wird und was ich nachher lese, das berichte ich im Update. :)

Update 12.00 Uhr
So sah mein Frühstück heute aus. Und auch wenn der Reis dann noch nicht mehr warm war, hat mir die Kombination von körnigem Reis, Obst, süßen Mandeln, Zimt, Agavensirup und etwas gemahlener Vanille sehr gut geschmeckt, sättigend war es außerdem. :) Ein geglücktes Experiment also.

Ich habe vorhin erst einmal zu der Comic-Gesamtausgabe von "Cromwell Stone" von Andreas gegriffen und habe mich mit dem ersten "Teil" beschäftigt. Dort geht es um das Rätsel, was mit den eine überlebenden Passagieren der Leviticus, zu denen auch Cromwell Stone gehört, passiert ist - und warum. Den Plot fand ich interessant, muss aber gestehen, dass mich einige Zeichnungen überforderten, weil ich auf ihnen im Grunde kaum etwas der Form nach erfassen oder erkennen konnte. Die Zeichnungen sind monochrom und schraffiert; auf den kleineren Bildern empfand ich das Ergebnis als "zu viel" - sei es, weil ich das Gesicht des Bahnhofvorstehers nicht erkennen konnte, sei es weil ich nicht einmal erkennen konnte, was genau in diesem Bild enthalten war. Bei anderer Gelegenheit faszinierten die Illustrationen um so mehr, wenn ein Gebäude über Cromwell aufragt oder etwas verschattet wird.  Ich habe den Comic nach diesem ersten Teil jedenfalls erst einmal zur Seite gelegt; ich habe heute nicht genügend Ruhe und Muße dafür.

Beim Entlanggehen am Bücherturm fiel mein Blick auf "Die Hüterin der Gewürze" von Chitra Banerjee Divakurani und so habe ich ihn mir herausgezogen und mal wieder angelesen. Der Roman und die Sprache sind mir vertraut und in der Geschichte zu lesen ist schön. Mal sehen, vielleicht bleibe ich dran und mache einen reRead daraus - ich werde berichten. :)

Update 14.30 Uhr
Nun ist es doch passiert, mir fielen die Augen zu, das Buch aus der Hand und die beiden Kater hopsten vor Schreck von mir weg. :) Nun, wenigstens konnte ich bei der Gelegenheit die fertige Wäsche aus der Maschine nehmen und aufhängen und mir ein paar Möhren zum Knabbern hinstellen.

Ich habe übrigens zwischendurch gewechselt. Wie schon erwähnt, fühlt sich "Hüterin der Gewürze" wunderbar vertraut an; das brachte mich dann aber nach dem letzten Update-Schreiben dazu, mir "Glenraven" von Marion Zimmer Bradley in der deutschen Übersetzung zu greifen. Dieses und zwei weitere Bücher von ihr sind die einzigen, die ich noch von ihr habe, weil ich sie noch mal lesen wollte. Es ist ewig her, sicherlich mehr als 15 Jahre, dass ich "Glenraven" gelesen habe und ich mochte es damals. Inzwischen bin ich mit JayJay und Sophie in Glenraven angekommen, konnte meine Erinnerung an die reizende Aidris auffrischen und habe ca. 1/3 des Buches bereits gelesen. Es liest sich gut weg und lenkt ab, ohne zu fordernd zu sein und ich denke, ich werde tatsächlich dabei bleiben. :) ...*schaut Merlin an, der sich wieder auf's Sofa traut*

Update 19.30 Uhr
Inzwischen habe ich mein Abendessen zu mir genommen - kein Bild, weil ich schlichtweg kein Foto hinbekommen habe, auf welchem das Essen wirklich appetitlich aussah, lach. Ich habe mal wieder Geflügel-Fleisch gekauft und mir aus frischen Paprika und frischem Mais, Rotwein, Fleisch, Gewürzen und ein wenig Tomatenmark + vorbereiteten Reis eine Pfanne zusammengebrutzelt und geschmort. Wie immer, wenn ich frisches Fleisch ins Haus bringe, bekommen auch die MuMs etwas davon ab - sie wollten mehr als da war, typisch. :) Während des Kochens habe ich eine audible-session mit Emma Thompson gehört, nur ca. 30 Minuten, eine Art Interview anlässlich ihrer Arbeit an "Northanger Abbey". Es hatte damit zu tun und ein wenig mit Austen und es war einfach nett ihrer Stimme zuzuhören. Gewittert hat es übrigens während meiner Kochzeit auch, Donner, Blitz und Regen - alles war dabei. Gut, dass ich meine Wäsche kurz vorher reingeholt hatte. :) Ich habe auch in Glenraven weiter gelesen und habe noch ca. 100 Seiten vor mir, die ich bestimmt heute noch schaffe. Falls mich der Wein nicht vorher ausknockt. So oder so, es gibt heute Abend mindestens noch ein Update. :)

*gähn* Update 21.45 Uhr
Ich habe "Glenraven" ausgelesen und kurz darüber nachgedacht, das weitere Buch, welches in diesem Universum spielt, anzufangen. Okay, ich habe es angelesen, aber ... nein. Ich meine mich auch zu erinnern, dass ich "Im Schatten der Burg" schon früher als nicht so gut wie "Glenraven" empfunden hatte. Jedenfalls habe ich nach den ersten zwanzig Seiten keine Lust mehr gehabt, weiter zu lesen.  Dann tue ich es einfach auch nicht. :)

Ich habe schon daran gedacht, meinen Wecker auszuschalten, schließlich muss ich die nächsten Tage ja nicht um 06.00 Uhr geweckt werden *g*. Ich werde auch erst morgen eine weitere Runde bei den heutigen Mitleserinnen drehen, *gähn*, ich bin doch recht müde. Machen vermutlich das Abendessen und die zwei 1/2 Glas Wein. Himmer *gähn*.

Meine Lieben, den Tag mit Euch habe ich wieder sehr genossen. Ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Lesezeit und vearbschiede mich mit einem Marlowe-Schönauge-Foto vom heutigen Abend. Wir lesen uns!


Sonntag, 20. August 2017

Lesesonntag August 2017

Es ist wieder Lesesonntagszeit und ich habe mich schon sehr darauf gefreut. Die Woche war anstrengend, zum Lesen bin ich nicht wirklich gekommen - mal ein paar Zeilen hier, mal ein paar Zeilen dort, und zwar im Zusammenhang mit dem prime-reading von Amazon. Dabei kann ich bestimmte Zeitschriften, Bücher oder comics kostenfrei leihen, und zwar im Gegensatz zur Kindle-Leihbücherei mehrere Artikel gleichzeitig, dafür ist die Auswahl ziemlich begrenzt. und offenbar wechselnd.

Ich habe mir letzte Woche mal den Comic "Ms Marvel: No normal - Volume 1" ausgeliehen (Hm, ich habe nicht mal geschafft, eine Comic-Volume in der Woche zu beenden, denn während des heutigen Frühstücks habe ich weitergelesen... Es ist wirklich sehr stark spürbar, wenn eine von uns drei Mitarbeitern im Urlaub ist - leider noch länger bis in den September hinein, da sie drei Kinder hat und hier in NRW noch immer Ferien sind. ). Die Ausleihe eines Comics macht aber nur Sinn, wenn man auf einem Tablet oder in der kindle-App liest, auf einem reader hat man natürlich von den Zeichnungen überhaupt nichts.

Mir gefällt, was ich lese und was ich an Zeichnungen sehe. Kamala, ein Teenager mit Hang zu Videospielen und Fan der Avengers und von Captain Marvel, die in ihrem Universum existieren, wird unter etwas merkwürdigen Umständen ein Wunsch erfüllt und auf einmal hat sie das Aussehen von Ms Marvel, bevor diese Captain Marvel wurde (so verstehe ich jedenfalls den Comic, ich bin mit Captain Marvel nicht vertraut), also blond, groß, Kostüm etc. und Superkräft hat sie auf einmal auch. In diesem Comic geht es darum, wie sie mit den neuen Gegebenheiten klar kommt, was es für sie und ihre Familie bedeutet - ich mag es, wie die Eltern und Kamals Beziehung zu ihnen dargestellt werden - und für Freunde. Ich werde gleich, wenn ich den Post geschrieben und kurz bei den heutigen Mitleser/innen geschaut habe, das Volume zu Ende lesen und dann entscheiden, zu was ich danach greife. :)

Update 13.45 Uhr
Ich mochte das erste Volume von Ms Marvel. Es hat mich nicht so aus den Socken gehauen, dass ich zwingend diesen Band oder Folgebände nachkaufen muss, aber ich könnte schon schwach werden, wenn ich es und nächste Bände günstig bekommen könnte - auf jeden Fall, wenn das nächste Volume bei prime reading zur Verfügung steht und ich das mitbekomme. ;)

Gestern habe ich ein wenig demnächst erscheinende Bücher gecheckt und dabei ist mir "Dark Matter" von Blake Crouch aufgefallen. Da es diesen Roman aber derzeit im englischen Original für den Kindle für 1,49 EUR gibt, habe ich mich gegen die deutsche Übersetzung und für den Kauf des Originals entschieden und heute mit der Lektüre begonnen. Jason, der seine Karriere als Wissenschaftler zugunsten seiner Ehefrau und seinem inzwischen Teenager-Sohn, aufgegeben hat, ist außer Haus, um einem ehemaligen Kommilitonen zu dessen Erfolg zu gratulieren. Auf seinem Heimweg wird er von einem Mann gezwungen, zu einer verlassenen Stätte zu fahren. Als er das nächste Mal zu sich kommt, muss er sich einer Dekontamination unterziehen, weiß nicht wo er ist, was es mit den Leuten um ihn auf sich hat und muss feststellen, dass er zwar noch zu der ihm bekannten Anschrift wohnt, dort aber keinerlei Hinweise mehr auf seine Frau und sein Kind zu finden sind und auch das Innere des Hauses verändert ist. Da ich irgendwann über die Mittagszeit ein wenig eingenickt bin :), befinde ich mich gerade erst bei ca. 26 % des Romans und weiß wie Jason noch immer nicht so recht, was ihm eigentlich passiert ist (nun ja, durch das gestrige Checken habe ich natürlich den "Klappentext" gelesen. Und warum gibt es bei dem deutschen Titel einen Nachsatz, den es im Englischen nicht gibt und der ggf. - ich weiß es nicht - ggf. spoilert....).

Ich mache mich jetzt mal auf den Weg zu den heutigen Mitleserinnen. :)

Update 18.45
Mein Buch habe ich nicht gewechselt, sondern weiter in "Dark Matter" gelesen und habe noch etwa 20 % vor mir. In der Rückschau muss ich sagen, dass ich den Anfang fast ein wenig behäbig fand und der Roman für mich deutlich stärker Fahrt aufnahm, als Jason mehr über die Welt erfährt, in der er gelandet ist. Mich hält der Autor gut bei der Stange ich finde die Physik, um die insbesondere jetzt an dieser Stelle des Romans geht, faszinierend.

Ich schaue mich mal bei meinen Mitleserinnen um und denke, ich werde noch später am Abend ein weiteres Update schreiben. :)

Update 21.00 Uhr

Ich habe "Dark Matter" während des Abendessens weitergelesen und gerade beendet. Und auch wenn ich ahnte, wie das Ende gestaltet werden würde - es ging eigentlich nicht anders -, war es ein wirklich guter Sonntagsroman.

Meine Helden haben mich am Nachmittag während der Lektüre wieder begleitet - jedenfalls so lange, bis ich dringend aufstehen musste. ;) Danach pflanzte sich Merlin wirklich so auf meinen Oberkörper, dass ich nicht mal das sehen konnte, was ich in der Hand hatte und Marlowe wühlte sich unter eine Sitzauflage und Decke im Lesesessel. Nun ja, er ist ja ein Krabbler. :D

Ich werde jetzt ein wenig den morgigen Tag vorbereiten und dann auch die Schlummerkiste aufsuchen und vielleicht zum Ausklang des Tages noch eine Folge Babylon5 schauen. Ich bin derzeit (mal wieder) in Staffel 2, Sheridan hatte gerade ein ernstes Gespräch mit seinem senior staff wegen der Ereignisse an der Spacestation Io am Ende der 1. Staffel.

Ich mag unsere Lesetage. :) Bis bald! 

Donnerstag, 3. August 2017

"The Jane Austen Project" by Kathleen A. Flynn

Ich bin beim Stöbern auf Amazon eher zufällig über diesen Roman gestolpert; durchaus möglich, dass das im Zusammenhang mit "Kunden kauften auch" geschah beim Erwerb der Jane-Austen-Education. Im Gegensatz zu letzterer sprach mich dieses Buch allerdings durchgängig an.

In diesem Roman starten die Ärztin Rachel Katzmann - eine starke Austen-Liebhaberin - und der Wissenschaftler und früherer Schauspieler Liam Finucane auf eine ungewöhnliche Reise. Praktische Zeitreisen sind möglich geworden, nachdem eine unermessliche Energiequelle - der Prometheus-Server - erfunden wurde. Eine seiner Erfinderinnen ist eine große Jane-Austen-Verehrerin. Als dann zufällig ein weiterer Jane-Austen-Brief in einem alten Ivenhoe-Buch gefunden wird, wonach "The Watsons" von Austen doch vollendet, dann aber von ihr vernichtet wurde, werden die beiden nach einem Trainingsprogramm in das Jahr 1815 geschickt mit der Mission, das Roman-Manuskript zu retten und außerdem Korrespondenz zwischen Jane und ihrer Schwester Cassandra zu kopieren und mitzubringen.

Über die Zeit, aus der Rachel und Liam stammen, gibt es recht wenig in dem Roman zu erfahren. Es ist von Die-Off die Rede - was nicht weiter erläutert wird - und dass Jane Austen erhebliche Bedeutung in dieser Zeit hat,  dass Großbritannien so starken Einfluss auf der Welt hat wie zu Empire-Zeiten und dass Kriseneinsätze der Ärzte offenbar immer noch Thema sind. Ich hätte z.B. gern mehr über das "Die-Off" gelesen, aber andererseits war das im Verhältnis zu den Geschehnissen in 1815 und 1816 unwichtig.

Die Geschichte selbst wird von Rachel aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie und Liam posieren in 1815 als sehr wohlhabende Geschwister, die nach dem Tode des Vaters Jamaica velassen haben, Liam tritt als Arzt auf; sie ist seine unverheiratete Schwester. Sie fälschen ein Empfehlungsschreiben von entfernten Verwandten der Austens auf Jamaica für den Banker Henry Austen, Janes Lieblingsbruder, und können so erste Kontakte zu der Familie Austen knüpfen ...

Was mir gefiel, war die Vermengung von Informationen über das Leben in 1815/1816 (Kauf, Haushalt, Etikette) mit der Grundgeschichte, natürlich incl. der Antwort auf die Frage, ob und wie den beiden der Schwindel gelingt, zumal der Rückkehrzeitpunkt in 1816 bereits getimt ist und sie daher auch nur ein gewisses Zeitfenster haben. Die beiden Reisenden kommen außerhalb Londons auf einem Feld an, Geldfälschungen am Körper tragend, nur einen Satz Kleidung - am Leib - und tauchen daher auch zu Fuß in einer Herberge auf, was sowohl auffällig als auch verdächtig ist und bereits zu ersten Improvisationen führt; dies fühlt sich für mich als Leser "richtig" an.  Auch die "Rahmenhandlung" ist - auch wenn sie im Weltaufbau nicht zu detailliert ist - durchdacht incl. der Gefahr, dass durch die Aktivitäten der beiden Reisenden in 1815/1816 Ereignisse verändert werden und sich dieses auswirken kann; insofern fällt häufiger der Begriff "probability field" während der Gespräche der beiden Reisenden. Rachels Perspektive gibt außerdem einen wesentlichen Blickwinkel vor: den einer alleinstehenden intelligenten Frau in 1815, allerdings wohlhabend. Aber auch letzteres schützt nicht davor, dass der Hausdiener sich immer an Liam wendet oder Rachel stundenlang am Abend auf Liams Rückkehr warten muss, ohne sich überzeugen zu können, dass ihm nichts passiert ist. Ich gestehe aber ein, dass ich auch gern Liams Eindrücke ungefiltert und nicht durch Rachels Wahrnehmung erlesen hätte, insbesondere, da die Autorin Rachel immer wieder betonen lässt, dass er ein Schauspieler, was, wenn nicht bereits Rachels Wahrnehmung, so doch ihre Schlussfolgerungen beeinflusst. Aber die Änderung der Erzählstruktur in z.B. eine auktoriale oder wechselnd zwischen Rachel und Liam als Icherzählter hätte natürlich zwangsläufig einen anderen Roman zur Folge; keine Ahnung, ob mir dieser immer noch so gut gefallen hätte.

Ich habe mich in der von Kathleen A. Flynn geschaffenen Welt - sei es in Rachels Zeit, sei es 1815/1916 - wohl gefühlt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn dieser Roman irgendwann verfilmt würde.


Freitag, 28. Juli 2017

"Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Graphic Novel)

Auf Goodreads habe ich diese Kurzbesprechung bereits eingestellt, aber der Blog soll ja auch ein wenig wieder in die Gänge kommen. ;)

Ende der 90er in Frankreich: Konstanze lebt bei den schon älteren Großeltern und wird auch dort unterrichtet; niemand sonst bewohnt das Haus und Grundstück. Das Kind darf das Grundstück nicht verlassen und wird im Haus eingeschlossen, wenn die Großeltern wegfahren um einzukaufen o.ä. Bei Verstößen wird Konstanze von der Großmutter bestraft - eingesperrt auf dem Dachboden oder Schläge, oder beides. Dann aber stellt die Großmutter Hilfe ein, ein portgiesisches Ehepaar mit zwei Kindern.

Mein Herz wurde mit jeder Seite, die ich in dieser Graphic Novel umblätterte, schwerer; auch die kleinen humorigen Szenen oder die Tagträume über Piraten und Detektive, die es zwischendurch gab, halfen dabei nicht. Holzschnittartige Zeichnungen in schwarz und weiß und Personen, deren Gesichter in vielen Szenen unfreundlich, hart und verzerrt sind, führen durch einen bestimmten Zeitraum von Konstanzes Leben und mir ist schlecht, wenn ich über das "Davor" nachdenke oder das "Was wäre wenn".

Lehmann greift hier gleich eine Vielzahl von Themen auf, Kindesmisshandlung ist wirklich nur eines. Ich bin gedanklich und emotional mit dieser Geschichte nicht fertig.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Natira & Co.

Hach.
Also der Urlaub ist vorbei, morgen geht es wieder los. Aber ich dachte, ich erzähle Euch mal, was ich in meinem Urlaub alles so angestellt habe.

Am Donnerstag, meinem ersten Urlaubstag, war ich total erledigt. Der Vortag war anstrengend und sehr lang gewesen, weil ich noch viele Dinge auf meinem Schreibtisch - alle habe ich trotz des langen Tages nicht geschafft - auf den Weg bringen musste. Also bin ich zur üblichen Zeit am Donnerstag (ohne Wecker) aufgewacht, habe den Katzen mal ihr heiß geliebtes Trockenfutter hingestellt, alle in meinem Katzenhaushalt möglichen Türen und Fenster zum Lüften aufgerissen und bin wieder ins Bett gekrochen, um prompt wieder einzuschlafen.


Den Tag habe ich mit Faulenzen verbracht. Essen, Lesen, Katzeln, Augenpflege, Youtube-Clips schauen; die MuMs haben mich aktiv unterstützt. Ich habe nicht abgewaschen, nicht geputzt, nicht eingekauft, nichts weggeräumt - ich war einfach nur im Faulenzermodus.

Am Freitag war die Luft frühmorgens nicht so der Renner, eher schwül. Also dachte ich, es wird nichts mit meiner Fahrradtour. Als ich um halb zehn dann aber auf dem Balkon stand, fühlte es sich ganz anders an. Und bevor der für das Wochenende angekündigte Regen kommt, wollte ich die Gelegenheit doch nutzen. Also gut mit Sonnenschutz eingeschmiert, vorsorglich eine Regenhose in den Rucksack gestopft und die faltbare Regenjacke - besser nicht brauchen, als nicht dabei haben - und los ging es. Im Ergebnis habe ich eine Rundtour von 40 km gemacht, um ein Buch zu kaufen ("Lieber Mr. Salinger") und zu Mittag zu essen. :)



Nachmittags erledigte ich den Wochenendeinkauf und am Abend habe ich mich mit meiner Katzensitterin getroffen, die von der Reha zurück und in der Wiedereingliederung ist; es geht ihr dankenswerterweise wieder besser. Bei dieser Gelegenheit habe ich erfreut festgestellt, dass mein Wohnort jetzt auch einen offenen Bücherschrank hat. 


Den Samstag fand ich anstrengend, es war mir zu luftfeucht. Ich habe daher einfach im Bett gefrühstückt,


nur irgendwann mit dem Fahrrad zwei Sendungen aus der Packstation befreit ("The Jane Austen Project", und Nabokovs Lectures on Literature - bislang nur zu "Mansfield Park" und "Die Schatzinsel" gelesen) - die Instadt-Radfahrt hat mich mehr schwitzen lassen als die Tour am Freitag - und bin daheim wieder Richtung Bett (ja) gegangen. Ich habe mir einen äußerst entspannten kühlen Tag in der Wohnung auf dem Bett mit Lesekissen gegönnt mit - Ihr ahnt es - Lesen, Youtube-Videos, Katzeln, Essen ... :) 


Der Sonntag gestaltete sich wettertechnisch gar nicht so schlecht und ich schaute ein wenig draußen und auf dem Balkon herum, machte Wäsche, räumte meine Wohnung nebenher so auf, dass ich am Montag plänmäßig dann putzen könnte und genoß im Übrigen die Zeit mit meinen Helden und  - genau - Lesen, Essen, Lesen.

Den Montag hatte ich mir als Putztag auserkoren. Und brav fing ich vor dem Frühstück mit den Fenstern an und arbeitete mich nach dem Frühstück durch Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Die MuMs sind wie immer während der Staubsaugerorgie auf den Balkon geflüchtet, trauten sich dann aber nach dem Wischen auch wieder herein. Der restliche Tag war natürlich dem Entspannen gewidmet; muss ich noch erwähnen, wie?

Dienstag war ich mit einer Freundin zum Frühstück verabredet und so verbrachten wir den Vormittag gemeinsam in der Stadt, gingen danach noch ein wenig einkaufen, genauer gesagt durch den strömenden Regen direkt in die schräg gegenüberliegende Buchhandlung ("Hartmann und der böse Wolf"  und "Was man von hier aus sehen kann"). Wieder daheim habe ich erst einmal meinen Vermieter wegen des abfallenden Druckes bei der Warmwasserversorgung angesprochen (ist bereits von ihm erledigt, verkalktes Rückklappventil in Pumpennähe) und danach war - genau - Entspannen auf dem Sofa angesagt, wobei wegen Goodreads bzw. NYSubWaybooksreviews dann auf Amazon landete und drei Bücher geordert habe. Der durchgängige Regen hat mich nicht wirklich gestört, lach.


Der heutige Mittwoch startete tatsächlich mit Sonne und einem späten Bagel-Frühstück.



Ich warte noch auf eine Sendung aus UK - die Bestellung habe ich schon vor meinem Urlaub aufgegeben - und hoffe, dass ich heute eine DHL-Nachricht über eine Lieferung zur Paketstation erhalte. In diesem Fall werde ich hindüsen und dann auch gleich meinen Vorrat an Obst, Gemüse, Joghurt und Eis auffrischen. Unabhängig davon muss ich heute auf jeden Fall irgendwann noch zum Baumarkt: Gestern hatte ich auf einmal den Halter meines Duschkopfes in der Hand, durchgerostet und -gesifft (tolle Qualität) und muss  für Ersatz sorgen. Übrigen ist Lesen und Katzeln angesagt. :)


Die Woche mit all ihren Entspannungszeiten hat mir sehr gut getan, ich fühle mich in keiner Weise frustriert oder gelangweilt wegen des Wetters oder Dinge, die ich nicht getan habe (mir war die Zeit zu kurz, um etwas an die Ostsee nach MeckPomm zu fahren, das hätte eine andere Art von Stress bedeutet). So habe ich so viel wie möglich Energie aus der Woche gezogen und das fühlt sich gut an.

Bücher/Hörbücher im Urlaub
Beendet :
 "The Dispatcher" (Hörbuch) von John Scalzi, "Stuff matters" von Mark Miodownik, "A Jane-Austen-Education" von William Deresiewicz (dazu hatte ich ja am Lesesonntag schon was geschrieben).
Gelesen/gehört:
"The Jane Austen Project" von KAthleen A. Flynn (Nachlese folgt), "Lieber Mrs. Salinger"von Joanna Rakoff (Nachlese ist online), drei Graphic Novels "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Jon J Muth, "Gift" von Peer Meter und Barbara Yelin und "Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Kurzeindrücke werden wohl noch folgen)
"Mansfield Park" als gekürztes Hörspiel auf englisch mit Benedict Cumberbatch als Sir Thomas Bertram (Teil des audible-Bundles "The BBC Radio Drama Collection - Jane Austen", enthaltend ihren sechs beendeten Romane
"Pen and Prejudice" by Claire M. Johnson
Begonnen
"Lectures on Literature" by Vladimir Nabokov - obwohl... ich  werde den Rest wohl erst lesen, wenn ich auch die besprochenen Bücher gelesen habe, aber wann das ist, weiß ich nicht ;)
"Hartmann und der böse Wolf" von Michael Frey Dodillet- habe die Hälfte gelesen, es ist nicht meins, ich habe es abgebrochen
"Northanger Abbey" als gekürztes Hörspiel auf englisch

Dienstag, 25. Juli 2017

"Lieber Mr. Salinger" von Joanna Rakoff

- im Wesentlichen so bereits bei Goodreads eingestellt, aber der Blog soll ja auch leben :) - 

Joanna Rakoff erzählt in dem Buch "Lieber Mr. Salinger" von ihrem Jahr in einer Literaturagentur und ihrer Entwicklung vom Greenhorn zu jemanden, der eine Geschichte verkauft, garniert mit Einblicken in ihr persönliches Leben in diesem Jahr; das Buch basiert - mit einigen Zeitraffern u. Namensänderungen - auf Tatsachen.

Ich weiß noch immer nicht genau, wie ich "Lieber Mr. Salinger" einordnen soll: Einerseits war es für mich interessant zu lesen, was eine Assistentin Ende der 1990er in dieser konkreten Literaturagentur - die u.a. Salinger vertrat - zu tun hatte und welche Gepflogenheiten dort herrschten. Andererseits wundere ich mich darüber, wie sie überlegt, was wohl Salinger zu einem Briefschreiber sagen würde und aufgrund dessen einen Brief abfasst, wenn die Autorin zu diesem Zeitpunkt nur den Namen des Autors kannte. Erst nach ca. einem Dreivierteljahr in der Agentur greift sie zu seinen Werken (ich wäre wohl schon früher neugierig geworden, zumindest als es mit "Hapworth" losging). Und dann - bei anderer Gelegenheit - kommt Folgendes (Zitat S. 139 der von mir gelesenen TB-Ausgabe):

"Ich wünschte, ich hätte nicht nur mehr, sondern auch andere Büchere gelesen. Es tat weh, wenn ich an die vielen verschenkten Jahre dachte, in denen ich alles verschlungen hatte, was mir irgendwie in die Hände fiel, in der Stadtbücherei oder im Bücherregal meiner Eltern: die Beststeller aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren, deren Autoren längst vergessen waren, die Komödien, die mein Vater so liebte, und die vielen Agatha-Christie- und Stephen-King-Romane, den ganzen Schund. Sicher, es waren auch gute Sachen dabei, allerdings eher aus Versehen: Flannery O'Connor, Shakespeare, von dem ich sowohl die Lamb-Erzählungen als auch die gesammelten Werke im Original geselesen hatte, die Bronte-Schwestern, Tschechow und allerlei zeitgenössische Autoren, die ich in der Bücherei einzi gund allein deshalb aus dem Regal mit den Neuenerscheinungen nahm, weil mir der Titel oder das Cover gefiel. So viele Stunden, die ich lesend auf meinem Bett, dem elterlichen Sofa, im Garten oder auf den Rückbänken unseres Autos zugebracht hatte, wenn wir in die Ferien fuhren; so viele Stunden, die mir die gesammtelten Werke von Dickens, Trollope oder Dostojewski hätten näherbringen können. Oder Proust. Die Liste nahm kein Ende, so viele Bücher, die ich nicht gelesen hatte, so viele Dinge, die ich nicht wusste."

Mal abgesehen davon, dass sie nicht weiter ausführt, wie alt sie war: Wirklich? Die Autorin tut mir gerade leid - aber nicht, weil sie so vieles noch nicht gelesen hatte, sondern weil sie offenbar nicht wertschätzen konnte, dass das von ihr Gelesene sie weiterführte bis hin zum Studium der Englischen Literatur (in Ohio und später in London, scheinbar auch im Studium noch ohne Salinger und Dickens, wenn sie beide Autoren zum Zeitpunkt ihres Bedauers im Roman immer noch nicht kannte). Mich ärgert diese Einstellung. Sicher, man kann darüber diskutieren, ob "Besser irgend etwas lesen als gar nichts lesen", die "richtige" Einstellung ist -insbesondere in dieser Pauschalierung -, aber mal fröhlich nicht weiter spezifizierte Komödien oder vergessene (und wieder nicht weiter benannte) Autoren der 30er und 40er neben Christie und King als Schund zu bezeichnen, regt mich auf.

Neben den Geschehnissen im Job berichtet die Autorin über ihr privates Leben mit Eltern, Freunden, dem Partner. Soweit, so interessant, aber ich musste nicht wissen, welche Kleidung sie wann anzog und warum und welches Sandwich bei welchem Shop gekauft wurde. Und warum durchaus wichtige Details erwähnen (ein von ihr gefundener Brief ihres Partners, die Schuldenraten, die sie nicht begleichen kann ) und sich dann darüber monatelang ausschweigen (Brief) oder den Eindruck vermitteln, sie hätte keine Auswirkungen (Schuldenraten) auf ihr Leben.

Aber der vorherrschende Gedanke bei mir ist noch immer: Was empfinden wohl all die Menschen, die an Mr Salinger zu Händen der Agentur geschrieben haben und jetzt dieses Buch lesen; müssen manche Dinge - was mit den Briefen passiert/e - wirklich ausgesprochen werden? Warum nicht manchmal Illusionen aufrechterhalten? 

Sonntag, 16. Juli 2017

Lesesonntag Juli 2017

Heute lege ich wieder einen Lesesonntag zusammen mit der Winterkatze ein und mal schauen, wer sich heute im Verlauf des Tages noch dazugesellt.

Seit viertel acht, also seit viertel nach sieben ;) , bin ich hoch, die MuMs sind versorgt und neben ir steht ein Tee. Ich will gleich noch eine Runde Walken gehen, daher gibt es das Frühstück später.

Beim Walken höre ich aktuell "The Dispatcher" von John Scalczi, gelesen von Zachary Quinto. Das Hörbuch war letztes Jahr eine Zeit lang frei bei Audible zu bekommen und die liebe Winterkatze hatte mich darauf hingewiesen. Die ersten ca. 17 Minuten findet ihr - jedenfalls momentan - hier (klick). Weit bin ich noch nicht gekommen; Scalci legt einen Kaltstart hin, denn als Hörer findet man sich mit dem Dispatcher Valdez in einem OP-Saal, nur dass man als Hörer nicht weiß, warum, was Valdez' Job ist und was eigentlich generell vorgeht. Valdez erfährt nach der OP, dass ein Kollege, für den er eingesprungen ist, verschwunden ist. Die Geschichte dürfte jetzt dann richtig starten, denke ich ...

Update 09.30 Uhr
Ein wenig Countryside

zur Anregung des Appetits zum Frühstück, auch wenn das Thema von "The Dispatcher" nicht ganz dazu angetan ist, schließlich geht es um den Tod. Andererseits habe ich auch schon zum Abendessen "Bones" geschaut und das war deutlich ... plastischer. ;)


Ich bin mit "The Dispatcher" gut weiter gekommen - bin jetzt über 70 % -, allerdings ist das Hörbuch auch relativ kurz (nur ca. 2 Stunden 20 Minuten). Allerdings werde ich jetzt wechseln zu "A Jane Austen Education" by William Deresiewicz, der Anfang Zwanzig die bislang als chic-lit beiseite gelegte Jane Austen zu lesen begann. Er schreibt über persönliche Erkenntnisse, die er während der Lektüre der 6 Romane gewann und integriert dabei auch Lesarten Dritter der Romane bzw. biograpfische Informtionen. Das Kapitel zu "Emma" ist gelesen, ich bin gerade im Kapitel zu "Pride & Prejudice" . Das Buch unterhält mich bislang gut. 

Update 12.45 Uhr
Mit der Jane-Austen-Education bin ich entspannt in Gesellschaft der MuMs weiter gekommen.
Der Autor hat jetzt drei der sechs Romane - Emma, Pride&Prejudice,Northanger Abbey - abgehandelt. Im Verlauf des Kapitels zu Pride & Prejudice ist der Unterhaltungswert ein wenig gesunken, was leider auch noch anhält. Das hat damit zu tun, dass der Autor mehr und mehr "lectured". Genauer gesagt: Ich finde es immer wieder erfrischend und unterhaltsam darüber zu lesen, wie andere Personen Austens Romane wahrnehmen und für sich interpretieren. Was diesen Aspekt angeht, hat das Buch weiterhin Unterhaltungswert für mich. Allerdings hat sich der Schwerpunkt von "was ich persönlich lese/mitnehme" verlagert nach "Austen lehrt uns... Austen macht das ...". Ich fürchte, der Autor wird auch in den Kapiteln zu den weiteren drei Romanen eher in dieser Art fortfahren. In dem Zusammenhang hilft es mir auch nicht, dass er Parallelen zu seinem Leben zieht; mich hatte gerade die privat und persönliche Lesart interessiert, die jedenfalls im Kapitel zu Emma deutlich ist. Nun, mal sehen, vielleicht mache ich jetzt mit diesem Buch erst einmal eine Pause und schaue in das nächste Kapitel von "Stuff matters" von Mark Miodowsnik, in welchem es um "foam" geht (also Schaumstoff, vermute ich). Aber vorher schaue ich bei den Mitlesern vorbei. :)

Update 18.00 Uhr
Ich habe doch mit Jane-Austen-Education weitergemacht und das Ergebnis war, dass ich beim Kapitel über Mansfield Park mehrfach und einmal länger eingenickt bin. Ich schiebe das darauf, es mir einfach zu uninteressant erschien, was der Autor zu Fanny & Co und seinen Bezug zu diesem Roman zu sagen hatte.
Tja und dann war ich damit beschäftigt, ständig die BBC-News-Twitterseite neu zu laden, um zu erfahren, wer den 13. Doctor verkörpern wird. ;) Das weiß ich inzwischen und auch, dass ich bislang nichts aus dem Repertoire dieser Person gesehen habe. Ich bin sehr neugierig, wie der 13. Doctor agieren wird; bislang fand ich jeden Wechsel spannend und war interessiert zu sehen, wie die Show seit dem Wechsel zu Patrick Troughton eine neue Dynamik entwickelte. Jetzt heißt es also wieder warten bis zum Christmas Special und dann bis 11. Staffel von NewWho beginnt, seufz.

Update 21.40 Uhr
Die MuMs sind versorgt, ich habe Stulle mit Brot zu Abend gegessen und mir danach ein Eis gegönnt und noch später einen Gin Tonic mit Gurkenscheiben. Ich habe dem Regen zugesehen, der vorhin hier herunterrauschte und ein paar youtube-Reviews zu Doctor Who Season 6 und 8. Und ich habe noch ein das Kapitel über "Persuasion" in der Jane-Austen-Education beendet. Der Autor verbindet weiterhin sein persönliches Leben mit Erkenntnissen aus Austens Romanen. Ich habe aber doch mit den Augen gerollt, als er erklärte, er hätte von Austen gelernt, dass Freunde die Familie sind, die man sich selbst aussucht. ;)

Mein Lesesonntag hier auf der Couch nähert sich jetzt dem Ende, da ich morgen nicht frei habe und die Nacht entsprechend kurz ist. Aber es macht sich nicht so gut, montags frei zu nehmen, wenn man am Donnerstag in einen Urlaub (eine Woche) startet. ;) Ich werde daher auch jetzt direkt in meine Koje gehen und frühestens morgen bei den heutigen Mitlesern wieder vorbeischauen bzw. kommentieren.

Schlaft gut und träumt noch besser - es war wieder ein schöner Lesesonntag. Ich hoffe, wir lesen uns im August wieder. :)

Sonntag, 25. Juni 2017

Lesesonntag

Guten Morgen und hallo mal wieder. Meinen Blog habe ich ja erneut lang vernachlässigt - außer, dass ich Spam-Bot-Kommentarbenachrichtungen erhalten, die ich direkt als Spam kennzeichne ;) -, da ist ein gemeinsamer Lesesonntag mit der Winterkatze ein guter Anlass, hier wieder etwas aktiv zu werden.

Geweckt wurde ich von einem meiner Kater, der zielsicher gegen fünf der Ansicht war, etwas Katzenhaare los zu werden. Dass ich ihm und seinem schwarz-weißen Gesellen dann gleich Frühstück serviere, nur weil ich hoch war, konnte er aber vergessen. Ich bin danach wieder ins Bett gewankt, wurde aber von beiden Helden immer wieder angeschnurrt und getretelt, sodass an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war. Also bin ich gegen halb sieben hoch, habe die beiden versorgt, mir meine Sportschuhe angezogen und bin eine kleine Runde walken gegangen und habe dabei "The Fireman" von Joe Hill weiter gehört; vorgetragen von Kate Mulgrew. Ich bin aktuell bei 85 %, höre aber schon sehr lange an dem Buch - was weniger an dem Roman liegt als an der Tatsache, dass ich wenig zum digitalen Hörbuchhören gekommen bin. ;)


Jetzt wartet das Frühstück auf mich und bei dieser Gelegenheit werde ich - ich weiß, man soll nicht neben dem Essen etwas anderes tun - nicht lesen, sondern die aktuelle Doctor-Who-Folge schauen. Das muss sein - die Staffel nähert sich dem Ende und ich bin neugierig.

Danach werde ich sicher zu einem Buch greifen, eine Auswahl - von Comic über DS9-Fan-Buch bis hin zu Romanen - liegt hier auf dem Tisch. Ich werde berichten.


Update 13.15 Uhr
Die aktuelle Doctor-Who-Folge der 10. Staffel - World enough and time - war für mich sehr intensiv. Mehr will ich gar nicht sagen, ich will nicht spoilern. Ich wünschte nur, es wäre schon nächsten Sonntag und ich könnte die nächste Folge laden (ausgestrahlt wird sie ja am Samstag).

Aktuell lese ich übrigens weiter in meinem Deep Space nine Companion - ich bin inzwischen bei Staffel 5 angelangt. Es gibt die für diese Art Bücher typischen Inhalte: Staffelüberblick, eine Inhaltsangabe zur Folge und weitere Ausführungen zu derselben kombiniert mit schwarz-weiß Fotos. Klingt beinahe banal. Ich finde es allerdings interessant, weitere Aspekte über die Serie zu lesen, mal geht es darum, aus welcher Übelegung heraus sich eine Story entwickelt, mal um das Filmen vor Ort (selten genug bei DS9) , wie ein Schauspieler sich einer konkreten Aufgabe nähert, was eine Komponisten durch den Kopf geht etc. Dennoch werde ich das Buch wohl jetzt erst einmal zur Seite legen, schon allein deshalb, weil ich langsam wieder etwas essen möchte. :) Aber vorher schaue ich erst einmal bei der Winterkatze vorbei und bei Kiya und Sayuri, die heute auch mitlesen.

Update 18:00
Die Wäsche hängt und stehst vor der offenen Balkontür auf dem Wäscheständer, weil momentan der Regen auf den Balkon kommt. Aber es regnet - und zwar immer wieder den Tag hinweg und das tut den Pflanzen garantiert gut.

Im Wesentlichen habe ich mich - neben der Wäsche - am Nachmittag mit "Betrunkene Bäume" von Ada Dorian beschäftigt und bin ca. bei der Hälfte des knapp 270 Seiten umfassenden Romans angekommen. Erich, ein 80jähriger Baumliebhaber und Wissenschaftler, der kaum noch allein zurecht kommt, lernt eines Tages die junge Katharina kennen, die in der Nachbarwohnung haust - und sie ist dort eigentlich nur geblieben, nachdem ihr der vermittelnde Halbkriminelle in einem Nebensatz erzählt hat, dass der 80jährige mal in Sibirien war. Katharinas Vater hat in Sibirien einen Job angenommen, aber Katharina weiß nicht, wo genau, nur dass es etwas mit Öl zu tun hat. Bis zum Ende des Romans werde ich hoffentlich erfahren, was genau Erich in Sibirien getan hat und wie es Katharina ergeht.  Ich komme gut voran - allerdings hat mich gleich auf den ersten Seiten das Wort Albtraum, geschrieben im Buch im p statt it b aus dem Konzept gebracht; ich kann mich an die Schreibweise mit p nicht gewöhnen. ;)

Update 21.30 Uhr
Es gab Abendessen (fertige Halloumi-Spieße aus dem Rewe, erneut hatte ich "zuviel Salz" Gefühl, aber der Tomaten-Gurken-Salat wirkte dagegen; dennoch: ich brauche die Spieße nicht noch einmal)



und  Lese-Relaxzeit für die MuMs und mich.



"Betrunkene Bäume" habe ich ausgelesen und ich weiß jetzt, was Erich in Sibirien gemacht hat. Schreibstilmäßig hat mir die Autorin gefallen und ich mochte die unterschwellige Melancholie, die sich durch den Roman zog, die mich aber bei der Lektüre nicht überwältigte und hinabzog. In dem Roman werden sehr viele Themenkreise angerissen und diese hätten bestimmt noch mehr Seiten füllen können. Mir hat das "Anreißen" aber gereicht, jedenfalls in Bezug auf Erich und seinen Lehrer. Was die noch nicht volljährigen Ausreißerin Katharina angeht - hier hatte ich etwas  Mühe, ihr zu folgen, aber das kann auch daran liegen, dass ich behütet in einem Dorf aufgewachsen bin. Trotzdem wirkte z.B. das Ende ihres  persönlichen Handlungsbogens auf mich abgeschnitten (ihr Aufenthalt in der Wohnung, die spätere Nachricht, Hugo). Das klingt an dieser Stelle hier vermutlich etwas merkwürdig, aber ich müsste zu sehr Handlungsdetails verraten, wenn ich hier konkreter werde. Insgesamt fand ich den (Debut-)Roman in Ordnung.

Gleich werde ich noch schauen, was  bei Winterkatze, Kiya und Sayuri so passiert ist. Und dann werde ich wohl noch etwas den DS9 Companion zur Hand nehmen. Ich wünschte nur, er hätte ein etwas anderes Format - Softcover und diese DINA4-Größe mit über 700 Seiten, seufz. Ich helfe mir, indem ich das Buch auf mein Knietablet lege. ;)

Den Lesetag habe ich wieder sehr genossen  - danke für die Idee, Winterkatze!

Montag, 8. Mai 2017

Winterkatzes SuB-trahiert

Wie versprochen kommt hier der Post mit den im ersten Quartal 2017 angefangenen, dann aber nicht zu Ende gelesenen Büchern, die von mir aussortiert und gespendet werden:

Das sind zunächst einmal Band 1 und 2 von "Serenity Rose" von Aaron Alexovitch, die bestimmt schon 3 oder 4 Jahren im SuB liegen. Es ist eine Comic-Serie und bei den beiden Bänden handelte es sich um einen Onlinekauf zum Antesten der Reihe. Erzählt wird von und über eine Hexe (Sera) in ihren Zwanzigern und ihr Leben in ihrer Stadt. Ich will nicht sagen, dass ich "gescheitert" bin, aber ich habe mit Band 1 angefangen, auch in Band 2 mal hineingeblättert, aber es war einfach nicht meins.Ich habe den Beginnerband 1 nicht beendet, da ist es auch uninteressant, ob die Zeichnungen ab Bd. 2 besser werden.

Dann haben wir "Alabama Song" von Gilles Leroy; das Buch wurde in Frankreich ausgezeichnet und liegt ca. 1 bis 2 Jahre im SuB, auch hier ein "Katalog"-Onlinekauf.. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Wie schon in meinem Ostersonntag-Lesepost geschrieben,  für mich war dieses Buch nichts. Ich hatte keine Lust, "in Leroys Erzählstil über eine reale Autorin eine fiktiv-mögliche Biographie aus der Ich-Perspektive dieser realen Autorin zu lesen.

 "Änderungsschneiderei Los Milagros" von Maria Cecilia Barbetta lag auch bereits ca. 3 Jahre im SuB, auch ein reiner Online-Kauf ohne vorherigen Blick in das Buch.  Ich sollte damit wohl aufhören. ;) Wie bereits in dem  Lese-Samstagspost geschrieben, bin ich sprachlich überhaupt nicht in den Roman hineingekommen.

"Was werd ich tun, wenn alles brennt" von António Lobo Antunes war ebenfalls ein Online-Katalog-Kauf und ist ebenfalls gefühlt 5 Jahre im SuB. Es geht um Carlos, einer Drag-Queen in Lissabon. Ich hatte mit diesem Buch das gleiche Problem wie mit der Änderungschneiderei - ich kam einfach nicht hinein in den Erzählstil

"Gletschertheater" von Steinunn Sigurdardóttir, Online-Katalogkauf, liegt gefühlt mehr als 5 Jahren im SuB. Ich kann zum Inhalt nichts sagen, ich kann nichts dazu sagen, ob mir die Charaktere gefallen o.ä. Der einzige Grund, warum ich nach den ersten zwei Seiten das Buch direkt wieder weggelegt habe, ist, dass es im Präsens und indirekt - also ohne Anführungszeichen bei Gesprächen - geschrieben ist.  Es mag sein, dass mir so ein unterhaltsamer lustiger Roman entgeht, aber dann ist das halt so.

"Der silberne Bogen" von David Gemmell war vor Jahren (vier? fünf, länger?)  ein Empfehlungskauf, weil mich früher "Neu"-Erzählungen älterer Sagen wie des trojanischen Krieges interessierten. Ich habe den Roman angelesen - gut geschrieben -, ihn aber abgebrochen, weil mich das Thema einfach nicht mehr so sehr interessiert und ich lieber etwas anderes lesen möchte. Das Buch hätte ich damals gleich lesen sollen, aber nun.


Samstag, 29. April 2017

Winterkatzes SuB-Trahiert

Ui, Juli 2016 ... Entweder habe ich seitdem nichts mehr gelesen, was unter die Sparte SuB-Trahiert fällt oder - was wahrscheinlicher ist ;) - ich habe nicht darüber geschrieben.

Nun, neuer Startpunkt: 01.01.2017. :)

Und in diesem Post geht es um die im ersten Quartal durchgelesenen Bücher,  die in die Sparte "Sub-Trahiert" fallen (mit den nicht durchgelesenen Büchern beschäftige ich mich in einem weiteren Beitrag).

"Der tägliche Wahn" von Miguealanxo Prado, bestimmt schon zwei Jahre auf dem SuB,
 ein Comicbuch mit Kurzgeschichten über den Alltag, schwarzhumorig, ich mag seine dynamisch gezeichneten (auch überzeichneten) Charaktere - und auch wenn mich nicht jede Story mitnahm, habe ich das Buch doch sehr genossen (es führte auch dazu, dass ich meinen Bestand an Prado-Büchern erweiterte).

"Zwischen Nacht und Dunkel" von Stephen King, ebenfalls bestimmt mindestens zwei Jahre auf dem SuB, (ich weiß gar nicht, warum) vier Novellen, die mich alle mitgenommen haben. "1922" beginnt mit dem Geständnis eines Mannes, dass er seine Frau umgebraucht hat; in "Big Driver" nimmt eine Autorin nach einer Lesung mit dem Auto eine Abkürzung; "Faire Verlängerung" hat im Gegensatz zu den anderen Geschichten einen "phantastischen" Touch, schließlich begegnet einem nicht alle Tage ein Mann, der Deine Lebenszeit verlängert und dann ist da noch "Eine gute Ehe", in der eine Ehefrau zufällig in der Garage ein Geheimnis ihres Mannes entdeckt. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, gehen aber schon über Kurzgeschichten hinaus.

"Who the Fuck is Kafka" von Lizzie Doron, gekauft ca. Anfang 2016, 
Aus Ich-Perspektive der israelischen Autorin erzählt wirft das Buch einen Blick auf die Beziehung der Autorin mit dem palästinensischen Fotoreporter und Filmer "Nadim".  Ich hatte trotz all der Einblicke in diese Beziehung  Probleme mit dem Buch. Es beruht zwar auf wahren  Erfahrungen und Erlebnissen, allerdings verschiedener palästinensischer Freunde der Autorin, deren Konglomerat dann den fiktiven "Nadim" ergab.  "Nadim" kommt dabei auch nur durch die Texte oder Wiedergabe von Dialogen seitens der Autorin zu Wort (zwangsläufig, bedenkt man die Vermengung verschiedener Personen), hat also keine eigene Stimme. Diese "doppelte" Entfernung von der palästinensischen Figur im Rahmen des Romans lässt mich mit dem Problem zurück, zu ermitteln, was nach der Recherche dann in dem Buch dem bewussten oder unbewussten Filter der Autorin unterliegt bzw. unterlag.

"Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins - mindestens ein Jahr auf dem SuB (glaube ich), ein Comic-Buch über den Bewohner Dave, dem auf der ordentlichen, genormten, einförmigen Stadt auf einer Insel auf einmal ein unkontrolliert wuchernder Bart wächst. Ich mochte die Zeichnungen, den Textrhythmus und die grundsätzliche Geschichte, auch wenn sie für mich ein paar Punkte bequemerweise auslässt, die ich gerne geklärt hätte. ;)



Montag, 17. April 2017

Leseostern - Ostermontag

Gestern habe ich mich wunderbar in "Tanztee" vertieft und es zu Ende gelesen, ab und an unterbrochen von den MuMs, die etwas zu essen haben wollten oder die etwas irritiert auf merkwürdige Geräusche reagierten, die von draußen - das Osterfeuer fand in der Nähe statt - hereindrangen. Letzteres hat leider auch dazu geführt, dass heute Morgen hier noch Rauch "hängt" und ich die zum Lüften geöffnete Fenster erst mal wieder zugemacht habe - sonst wäre der Rauch in der Wohnung. Darauf habe ich auch keine Lust.


Ich habe mir heute die vier Comic-Hefte von Miguelanxo Prado hingelegt, die ich so ca. Anfang April gebraucht besorgen konnte.

Sein "Ardalén" hatte mir ja nicht nur einfach gefallen, sondern mich sehr stark berührt. "Der tägliche Wahn" mit den dortigen Kurzepisoden gefiel mit auch (wenngleich es nicht "Ardalén" erreichte) und so hatte ich mich umgeschaut, was noch so von ihm auf dem deutschen Markt zu finden ist und bin - u.a. - auf diese vier Hefte - wie die anderen beiden bei Egmont - Ehapa erschienenen - gestoßen. "Leichte Beute" ein aktueller Band von ihm war seit 2015 bei Egmont angekündigt, ist aber weiter nicht erschienenen und in einem Comicforum habe ich gelesen, dass Egmont wegen der langen Wartezeit auf den Künstler wohl abgesprungen ist, ich habe jetzt mal direkt beim Verlag per E-Mail angefragt, mal sehen ...

Update 13.00 Uhr
Kurz vor dem Mittagessen - Stulle mit Brot und danach einen Joghurt :) - wollte ich Euch auf den aktuellen Lesestand bringen. Ich habe inzwischen "Stratos" gelesen, ein aus mehreren zusammenhängenden Kurzgeschichten bestehenden Band, sämtlich gezeichnet in schwarz-weiß mit harter Feder und Charakteren, die im Wesentlichen hart(herzig) sind und hässlich. Es sind bittere Geschichten, die der Zukunft spielen, aber so fernliegend nicht erscheinen. Inzwischen habe ich mit "Die Endzeit der Delphine" angefangen, auch hier zusammenhängende Kurzgeschichten (aus einer Enzeklopädie werden Zeitabschnitte der Menscheitsgeschichte dargestellt, beginnend mit dem 21. Jahrhundert), alle schwarz weiß, dieses Mal jedoch Bleistift, würde ich sagen. Die Geschichten haben auch emotional positive Momente, aber nicht nur. Mal sehen, mit was die enzeklopädischen Einträge enden ... Ich werde berichten.

Update 15.45 Uhr
"Die Endzeit der Delphine" fand ich faszinierend, wenngleich im direkten Vergleich mit "Stratos" etwas (geringfügig) schwacher in meinen Augen. Vielleicht waren es die harten Federstriche im ersten Band oder das auf mich beinah wütend wirkende Geschehen. Zwischenzeitlich habe ich mir auch die am Sonntag online gegangene Folge von John Oliver zu den französischen Wahlen auf youtube angeschaut - wie immer das Anschauen wert -, wütende Vögel aus Ballons befreit und Hinterlassenschaften von Merlin, die einem Besuch auf meinem Balkon mit etwas Rasen folgten, beseitigt.

Jetzt geht es weiter mit Kaffee, Keks und einem Privatdetektiv namens Manuel Montano - mal sehen, was letzterer so erlebt. ;)


Update 20.00 Uhr
Heute Nachmittag habe ich noch die beiden weiteren Prado-Comics gelesen, wenn ich nicht gerade gekatzelt oder wütende Vögel befreit habe. :)


Was Manuel Montano  angeht - das war tatsächlich ein Band mit 6 Geschichten, in den ich nicht hineinkam. Ich glaube, hier entgeht mir einfach zuviel vom Genre, vielleicht gibt es hier viele "noir"-Bezüge, die mir mangels Kenntnis von Basismaterial aber auch nicht auffallen würden, selbst wenn sie da sind. Diesen Band habe ich mehr oder weniger mit einem Schulterzucken nach der Lektüre weggelegt.

"Kreidestriche" dagegen hat mich beinahe genauso gefangen genommen wie damals Ardalén. Zwar ist die Erzählung kurz und dadurch stark verdichtet (es sind knapp 60 Seiten), aber die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Sie spielt auf einer Insel im Meer, eine Mutter mit ihrem Sohn lebt dort unterhalb des nicht mehr betriebsbereiten Leuchtturms. Die junge Frau Anna hat dort angelegt und wartet auf jemanden, den Skipper Raul verschlägt es dorthin aufgrund eines Sturms und er ist von Anna fasziniert. Wie sich diese Geschichte entwickelt - das sollte man lesen. Ich habe das Gefühl, alles was ich noch sagen könnte, würde spoilern. Prado setzt hier Ölkreide ein, würde ich behaupten wollen. Ich mag seine Farbgebung und Akzente bei der Gestaltung der Umgebung, des Meeres, der Charaktere. Und erneut sind Blicke und Gesichtsausdruck für mich lebendig und ausdrucksstark.

So, das war das letzte Update für heute und das Osterlesewochenende insgesamt, denn die die nächste Nacht wird früh zu Ende sein; morgen heißt es wieder arbeiten - und ich habe mittags einen Physiotherapietermin, also keine Mittagspause.  Dieses Osterlesen hat mir aber sehr gut getan - mal abgesehen davon, dass ich auch viel zum Lesen gekommen bin, kam ich die Tage auch zur Ruhe und konnte Energie tanken. So ein Lesewochenende darf gerne wieder kommen. :)

Macht's gut! :)

Sonntag, 16. April 2017

Leseostern - Ostersonntag

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick ..."

Meinen Osterspaziergang habe ich heute früh mit zwei Stöcken unternommen: Nordic Walking in einem Wald hier in der Nähe. Es war sonnig, es wird immer grüner, die Vögel zwitscherten und ich war allein mit ihnen - und es war verflixt kalt, offenbar nur so ca. 4 °C. :)


Später habe ich mir ein kräftiges Frühstück gegönnt und gerade eine Aufnahme der aktuellen Doctor-Who-Folge geschaut.

In "Bill" muss ich mich erst noch hineinhören, das Englisch dieses Charakters ist doch für einen Nichtmuttersprachler recht verschliffen. :) Mir gefiel der Neustart und ich bin neugierig, wie sich die derzeitige 3er Crew in der Tardis weiter macht.


Neben mir liegt gerade ein Bücherstapel, in dem sich u.a. das mit Tanztee das "letzte" Buch befindet, welches seit letztem Sonntag bei mir eingezogen ist, alle anderen Neueingänge - zwei Bücher und zwei Comics - habe ich bereits gelesen, hehe! Außerdem findet sich dort "Evil under the Sun" als Ausweich-Wohlfühlbuch, ein Roman über Zelda Fitzgerald und ein Sachbuch sowie vier Comic-Hefte, die, hm Ende März oder am ersten Aprilwochenende eingezogen sind, sämtlich von Miguelanxo Prado (frühe Arbeiten von ihm). Mal sehen, zu was ich greifen werde. Ich berichte.

Update 14.30 Uhr
Ich habe es zunächst mit "Alabama Song" von Gilles Leroy versucht, das Buch aber beiseite gelegt, dauerhaft. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Der Aufbau ist tagebuchartig an der Seite mit Monat und Jahr gekennzeichnet, wobei die Art und Weise des Niederlegens der (also im Wesentlichen fiktiven) Ereigniss und Gedanken mich kaum anthält, weiter zu lesen. Ich habe einfach keine Lust "Und ich habe das Tüpfelchen auf das i gesetzt und "Amen" gesagt. Im Spiegel der feuchten Augen John Désiré Dearborns konnte ich lesen, dass ich ein Ungeheur war" (S. 41) oder ""Der erbärmliche Richter (ihr Vater, Anm. von mir) hatte sich für die Miene des geprügelten Hundes entschieden. Geprügelt und leicht degoutiert." (S. 31) zu lesen oder von "onduliertes pomadisiertes Gesichts" (über Scott Fitzgerald) etc. zu lesen, jedenfalls nicht als fiktiven Ausdruck einer realen Autorin aus Sicht eines Autors. So ist das halt mit Katalogkäufen bei mir, ich schaue nicht zwangsläufig ins Buch. Sonst hätte ich es vermutlich erst gar nicht erworben. Zugestanden, ich habe Leroy nicht viel Zeit gegeben, mich zu überzeugen, aber meine Lesezeit ist begrenzt, also byebye, das Buch wird wohl auf den Spendenstapel gepackt.

Im Anschluss habe ich mir Hendrik Groen und sein neuerliches Tagebuch gegriffen und bin inzwischen im Monat April 2015 angekommen. Seit dem letzten Tagebuch ist ein Jahr ohne ein solches vergangen und in diesem Jahr musste auch von Mitgliedern des Alanito-Clubs (Alt-aber-noch-nicht-tot) Abschied genommen werden. Hendrik und weitere Clubmitglieder sind auch älter geworden, aber es gibt den Club noch und er unternimmt weiter etwas. Im Übrigen liefert Hendrik erneut Einblicke in das Leben im Altersheim mitsamt Kommentaren über Leben und Leute. Passend zu dem Buch habe ich mir einen "Weißen Kraftschöpfer"-Tee aufgebrüht (statt Mittag ziehe ich meine Tee/Kaffeezeit vor, übrigens haben wir hier richtiggehendes Aprilwetter und meine Heizung ist wieder an). Ich werde gleich wieder zu dem Buch greifen, glaube ich, aber vorher schaue ich, ob und was die Winterkatze und Hermia in ihrem Beiträgen aktualisiert haben. :)

Update 21.45 Uhr
Oha, das hat dieses Mal ja mit dem Update gedauert. Die Ursache dafür war, dass ich mit Hendriks Tagebuch nicht aufhören konnte. Ich habe es gerade beendet. Und auch wenn die Berg-und-Tal-Fahrt dieses Mal nicht ganz so intensiv wie bei dem ersten Buch (Eierlikörtage), was vermutlich daran lag, dass das Grundkonzept bekannt ist und bestimmte Dinge sich nunmal auch wiederholen, so gab es auch hier wieder Lacher, Kopfschütteln, Schlucken, Nicken, Trauriges, Schönes und Hoffnungsvolles.

Und damit endet auch mein heutiger Beitrag, am morgigen Ostermontag geht es hier in diesem Theater weiter. :)

Samstag, 15. April 2017

Leseostern - Ostersamstag

Meinen Ostereinkauf habe ich bereits erledigt - als ich kurz vor 8.00 Uhr in den Supermarkt hineingegangen bin, standen vielleicht 10 Autos auf dem Parkplatz, als ich heraus kam, waren es schon ca. 50, was sich auch im Laden selbst bereits bemerkbar gemacht hatte. ;) Wie auch immer, ich bin fertig und "muss" nur noch einmal in die Stadt (und den Regen), wenn ich will. Was vermutlich nicht der Fall sein wird. :)

Der Einkauf ist verstaut, die Katzen versorgt, mein Frühstück gemacht und ich kann jetzt meinen freien Samstag starten. Vermutlich wird er ab und an durch Wäsche oder ein wenig Küchenarbeit unterbrochen, aber im Wesentlichen plane ich den Ablauf wie gestern: Lesen, Katzeln, vermutlich den nächsten Teil von 11.22.63 schauen. Aktuell muss ich nur entscheiden, ob ich mit "Die englische Ehe" weitermache oder zu dem anderen neuangekommenen Comic greife. Ich werde berichten. :)

Update 13.45 Uhr
"Die englische Ehe" habe ich inzwischen beendet. Die Schreibweise und Sprache mochte ich, die Charatere bzw. ihr Benehmen nicht und damit auch nicht die erzählte Geschichte. Im Ergebnis wäre es eine halb und halb Bewertung mit 2,5; zumindest bei goodreads gibt es überwiegend positive Bewertungen. Ich gehöre nicht dazu. :)

Gerade habe ich mir den zweiten Teil von 11.22.63 angemacht, nachdem ich mein Mittagessen zu mir genommen habe und wünschte gerade, dass ich den Teil jetzt nicht angemacht hätte; die Männer sind gerade in einer Fleischfabrik ... eine Szene übrigens, die nicht im Buch vorkommt (kurz zuvor hat Jake gerade Quartier in Holden (nicht Derry) genommen und seine Vermieterin wird von derselben Schauspielerin dargestellt, die in der Tim-Curry-Es-Verfilmung von Stephen King die erwachsene Beverly Marsh gespielt hat.

Später werde ich wohl zu dem Comic greifen - oder das Tagebuch von Hendrik Groen, nunmehr 85 Jahre, weiterlesen ... 

Update 17.30 Uhr
Die nächste Folge ist geschaut - die Episode mit den Dunnings ist zwar ziemlich bearbeitet worden, vermittelt aber die Grundaussagen. Mal sehen, wie es in der Miniserie weitergeht.

Den weiteren letzte Woche zugegangenen Comic (Volumeband) - Warehousedeal, also etwas angeschlagen - habe ich inzwischen gelesen. Es geht um "Dept. H" von Matt Kindt (Color Sharlene Kindt). In diesem Comic wird Mia von einem Unternehmen, welches die Arbeit ihres Vaters überwacht, nach Dept. H geschickt, um einen Todesfall zu untersuchen. Dept.H befindet sich in der Tiefsee und Mia kennt im Grunde jeden einzelnen dort unten persönlich. Dennoch sieht es danach aus, dass einer von ihnen ein Mörder ist. Und es läuft auch nicht alles glatt dort unten, der Wissenschaftsoffizier scheint einen Koller zu haben und verrückt zu werden, der für die Sicherheit zuständig Q scheint es leid zu sein, seine Zeit dort unten zu verbringen, jedenfalls wirkt er auch mich so, als würde er lieber heute als morgen zurück an die Oberfläche und vorher so wenig wie möglich z.G. für den Wissenschaftsoffizier tun.  Es gib weitere Personen, einer davon ist Mias Bruder, mit dem sie auch nicht so gut auskommt.  Und es gibt technische Probleme. Volume 1 endet nicht mit der Auflösung und ich bin neugierig genug und mag auch die Artwork - bei Amazon kann man in Band 1 klicken - , um mir Volume 2 auf die Merkliste zu setzen, welches im Juli 2017 erscheint.

Mal schauen, was ich jetzt so anstelle. Ich werde später berichten. :)

Update 21.00 Uhr

Ich habe nicht mehr gelesen, sondern Vögel aus Luftballons befreit, Katzen beobachtet und später bespaßt und mit Futter versorgt, mir eine Stulle mit Brot gemacht und eine weitere Episode von 11.22.63 geschaut - Jake ist inzwischen in Jodie angekommen und hat seinen Job als Aushilfslehrer aufgenommen. Im Gegensatz zum Buch hat Jake in der TV-Version einen "Partner". Letzteres kann ich nachvollziehen, da hierdurch all die notwendigen Maßnahmen, die Jake einleiten muss, besser dem Zuschauer "erläutert" und gezeigt werden können; ein Dialog ist hier einem Gedankenmonolog sicherlich vorzuziehen. Dennoch fühlt es sich merkwürdig an. ;)


Ruckzuck ist es nun auch schon 21 Uhr durch und auch wenn ich mir gleich noch ein Buch greifen sollte, wird es heute hier kein Update mehr geben. Aber ich melde mich morgen wieder, versprochen. :)