Donnerstag, 3. August 2017

"The Jane Austen Project" by Kathleen A. Flynn

Ich bin beim Stöbern auf Amazon eher zufällig über diesen Roman gestolpert; durchaus möglich, dass das im Zusammenhang mit "Kunden kauften auch" geschah beim Erwerb der Jane-Austen-Education. Im Gegensatz zu letzterer sprach mich dieses Buch allerdings durchgängig an.

In diesem Roman starten die Ärztin Rachel Katzmann - eine starke Austen-Liebhaberin - und der Wissenschaftler und früherer Schauspieler Liam Finucane auf eine ungewöhnliche Reise. Praktische Zeitreisen sind möglich geworden, nachdem eine unermessliche Energiequelle - der Prometheus-Server - erfunden wurde. Eine seiner Erfinderinnen ist eine große Jane-Austen-Verehrerin. Als dann zufällig ein weiterer Jane-Austen-Brief in einem alten Ivenhoe-Buch gefunden wird, wonach "The Watsons" von Austen doch vollendet, dann aber von ihr vernichtet wurde, werden die beiden nach einem Trainingsprogramm in das Jahr 1815 geschickt mit der Mission, das Roman-Manuskript zu retten und außerdem Korrespondenz zwischen Jane und ihrer Schwester Cassandra zu kopieren und mitzubringen.

Über die Zeit, aus der Rachel und Liam stammen, gibt es recht wenig in dem Roman zu erfahren. Es ist von Die-Off die Rede - was nicht weiter erläutert wird - und dass Jane Austen erhebliche Bedeutung in dieser Zeit hat,  dass Großbritannien so starken Einfluss auf der Welt hat wie zu Empire-Zeiten und dass Kriseneinsätze der Ärzte offenbar immer noch Thema sind. Ich hätte z.B. gern mehr über das "Die-Off" gelesen, aber andererseits war das im Verhältnis zu den Geschehnissen in 1815 und 1816 unwichtig.

Die Geschichte selbst wird von Rachel aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie und Liam posieren in 1815 als sehr wohlhabende Geschwister, die nach dem Tode des Vaters Jamaica velassen haben, Liam tritt als Arzt auf; sie ist seine unverheiratete Schwester. Sie fälschen ein Empfehlungsschreiben von entfernten Verwandten der Austens auf Jamaica für den Banker Henry Austen, Janes Lieblingsbruder, und können so erste Kontakte zu der Familie Austen knüpfen ...

Was mir gefiel, war die Vermengung von Informationen über das Leben in 1815/1816 (Kauf, Haushalt, Etikette) mit der Grundgeschichte, natürlich incl. der Antwort auf die Frage, ob und wie den beiden der Schwindel gelingt, zumal der Rückkehrzeitpunkt in 1816 bereits getimt ist und sie daher auch nur ein gewisses Zeitfenster haben. Die beiden Reisenden kommen außerhalb Londons auf einem Feld an, Geldfälschungen am Körper tragend, nur einen Satz Kleidung - am Leib - und tauchen daher auch zu Fuß in einer Herberge auf, was sowohl auffällig als auch verdächtig ist und bereits zu ersten Improvisationen führt; dies fühlt sich für mich als Leser "richtig" an.  Auch die "Rahmenhandlung" ist - auch wenn sie im Weltaufbau nicht zu detailliert ist - durchdacht incl. der Gefahr, dass durch die Aktivitäten der beiden Reisenden in 1815/1816 Ereignisse verändert werden und sich dieses auswirken kann; insofern fällt häufiger der Begriff "probability field" während der Gespräche der beiden Reisenden. Rachels Perspektive gibt außerdem einen wesentlichen Blickwinkel vor: den einer alleinstehenden intelligenten Frau in 1815, allerdings wohlhabend. Aber auch letzteres schützt nicht davor, dass der Hausdiener sich immer an Liam wendet oder Rachel stundenlang am Abend auf Liams Rückkehr warten muss, ohne sich überzeugen zu können, dass ihm nichts passiert ist. Ich gestehe aber ein, dass ich auch gern Liams Eindrücke ungefiltert und nicht durch Rachels Wahrnehmung erlesen hätte, insbesondere, da die Autorin Rachel immer wieder betonen lässt, dass er ein Schauspieler, was, wenn nicht bereits Rachels Wahrnehmung, so doch ihre Schlussfolgerungen beeinflusst. Aber die Änderung der Erzählstruktur in z.B. eine auktoriale oder wechselnd zwischen Rachel und Liam als Icherzählter hätte natürlich zwangsläufig einen anderen Roman zur Folge; keine Ahnung, ob mir dieser immer noch so gut gefallen hätte.

Ich habe mich in der von Kathleen A. Flynn geschaffenen Welt - sei es in Rachels Zeit, sei es 1815/1916 - wohl gefühlt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn dieser Roman irgendwann verfilmt würde.


Freitag, 28. Juli 2017

"Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Graphic Novel)

Auf Goodreads habe ich diese Kurzbesprechung bereits eingestellt, aber der Blog soll ja auch ein wenig wieder in die Gänge kommen. ;)

Ende der 90er in Frankreich: Konstanze lebt bei den schon älteren Großeltern und wird auch dort unterrichtet; niemand sonst bewohnt das Haus und Grundstück. Das Kind darf das Grundstück nicht verlassen und wird im Haus eingeschlossen, wenn die Großeltern wegfahren um einzukaufen o.ä. Bei Verstößen wird Konstanze von der Großmutter bestraft - eingesperrt auf dem Dachboden oder Schläge, oder beides. Dann aber stellt die Großmutter Hilfe ein, ein portgiesisches Ehepaar mit zwei Kindern.

Mein Herz wurde mit jeder Seite, die ich in dieser Graphic Novel umblätterte, schwerer; auch die kleinen humorigen Szenen oder die Tagträume über Piraten und Detektive, die es zwischendurch gab, halfen dabei nicht. Holzschnittartige Zeichnungen in schwarz und weiß und Personen, deren Gesichter in vielen Szenen unfreundlich, hart und verzerrt sind, führen durch einen bestimmten Zeitraum von Konstanzes Leben und mir ist schlecht, wenn ich über das "Davor" nachdenke oder das "Was wäre wenn".

Lehmann greift hier gleich eine Vielzahl von Themen auf, Kindesmisshandlung ist wirklich nur eines. Ich bin gedanklich und emotional mit dieser Geschichte nicht fertig.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Natira & Co.

Hach.
Also der Urlaub ist vorbei, morgen geht es wieder los. Aber ich dachte, ich erzähle Euch mal, was ich in meinem Urlaub alles so angestellt habe.

Am Donnerstag, meinem ersten Urlaubstag, war ich total erledigt. Der Vortag war anstrengend und sehr lang gewesen, weil ich noch viele Dinge auf meinem Schreibtisch - alle habe ich trotz des langen Tages nicht geschafft - auf den Weg bringen musste. Also bin ich zur üblichen Zeit am Donnerstag (ohne Wecker) aufgewacht, habe den Katzen mal ihr heiß geliebtes Trockenfutter hingestellt, alle in meinem Katzenhaushalt möglichen Türen und Fenster zum Lüften aufgerissen und bin wieder ins Bett gekrochen, um prompt wieder einzuschlafen.


Den Tag habe ich mit Faulenzen verbracht. Essen, Lesen, Katzeln, Augenpflege, Youtube-Clips schauen; die MuMs haben mich aktiv unterstützt. Ich habe nicht abgewaschen, nicht geputzt, nicht eingekauft, nichts weggeräumt - ich war einfach nur im Faulenzermodus.

Am Freitag war die Luft frühmorgens nicht so der Renner, eher schwül. Also dachte ich, es wird nichts mit meiner Fahrradtour. Als ich um halb zehn dann aber auf dem Balkon stand, fühlte es sich ganz anders an. Und bevor der für das Wochenende angekündigte Regen kommt, wollte ich die Gelegenheit doch nutzen. Also gut mit Sonnenschutz eingeschmiert, vorsorglich eine Regenhose in den Rucksack gestopft und die faltbare Regenjacke - besser nicht brauchen, als nicht dabei haben - und los ging es. Im Ergebnis habe ich eine Rundtour von 40 km gemacht, um ein Buch zu kaufen ("Lieber Mr. Salinger") und zu Mittag zu essen. :)



Nachmittags erledigte ich den Wochenendeinkauf und am Abend habe ich mich mit meiner Katzensitterin getroffen, die von der Reha zurück und in der Wiedereingliederung ist; es geht ihr dankenswerterweise wieder besser. Bei dieser Gelegenheit habe ich erfreut festgestellt, dass mein Wohnort jetzt auch einen offenen Bücherschrank hat. 


Den Samstag fand ich anstrengend, es war mir zu luftfeucht. Ich habe daher einfach im Bett gefrühstückt,


nur irgendwann mit dem Fahrrad zwei Sendungen aus der Packstation befreit ("The Jane Austen Project", und Nabokovs Lectures on Literature - bislang nur zu "Mansfield Park" und "Die Schatzinsel" gelesen) - die Instadt-Radfahrt hat mich mehr schwitzen lassen als die Tour am Freitag - und bin daheim wieder Richtung Bett (ja) gegangen. Ich habe mir einen äußerst entspannten kühlen Tag in der Wohnung auf dem Bett mit Lesekissen gegönnt mit - Ihr ahnt es - Lesen, Youtube-Videos, Katzeln, Essen ... :) 


Der Sonntag gestaltete sich wettertechnisch gar nicht so schlecht und ich schaute ein wenig draußen und auf dem Balkon herum, machte Wäsche, räumte meine Wohnung nebenher so auf, dass ich am Montag plänmäßig dann putzen könnte und genoß im Übrigen die Zeit mit meinen Helden und  - genau - Lesen, Essen, Lesen.

Den Montag hatte ich mir als Putztag auserkoren. Und brav fing ich vor dem Frühstück mit den Fenstern an und arbeitete mich nach dem Frühstück durch Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Die MuMs sind wie immer während der Staubsaugerorgie auf den Balkon geflüchtet, trauten sich dann aber nach dem Wischen auch wieder herein. Der restliche Tag war natürlich dem Entspannen gewidmet; muss ich noch erwähnen, wie?

Dienstag war ich mit einer Freundin zum Frühstück verabredet und so verbrachten wir den Vormittag gemeinsam in der Stadt, gingen danach noch ein wenig einkaufen, genauer gesagt durch den strömenden Regen direkt in die schräg gegenüberliegende Buchhandlung ("Hartmann und der böse Wolf"  und "Was man von hier aus sehen kann"). Wieder daheim habe ich erst einmal meinen Vermieter wegen des abfallenden Druckes bei der Warmwasserversorgung angesprochen (ist bereits von ihm erledigt, verkalktes Rückklappventil in Pumpennähe) und danach war - genau - Entspannen auf dem Sofa angesagt, wobei wegen Goodreads bzw. NYSubWaybooksreviews dann auf Amazon landete und drei Bücher geordert habe. Der durchgängige Regen hat mich nicht wirklich gestört, lach.


Der heutige Mittwoch startete tatsächlich mit Sonne und einem späten Bagel-Frühstück.



Ich warte noch auf eine Sendung aus UK - die Bestellung habe ich schon vor meinem Urlaub aufgegeben - und hoffe, dass ich heute eine DHL-Nachricht über eine Lieferung zur Paketstation erhalte. In diesem Fall werde ich hindüsen und dann auch gleich meinen Vorrat an Obst, Gemüse, Joghurt und Eis auffrischen. Unabhängig davon muss ich heute auf jeden Fall irgendwann noch zum Baumarkt: Gestern hatte ich auf einmal den Halter meines Duschkopfes in der Hand, durchgerostet und -gesifft (tolle Qualität) und muss  für Ersatz sorgen. Übrigen ist Lesen und Katzeln angesagt. :)


Die Woche mit all ihren Entspannungszeiten hat mir sehr gut getan, ich fühle mich in keiner Weise frustriert oder gelangweilt wegen des Wetters oder Dinge, die ich nicht getan habe (mir war die Zeit zu kurz, um etwas an die Ostsee nach MeckPomm zu fahren, das hätte eine andere Art von Stress bedeutet). So habe ich so viel wie möglich Energie aus der Woche gezogen und das fühlt sich gut an.

Bücher/Hörbücher im Urlaub
Beendet :
 "The Dispatcher" (Hörbuch) von John Scalzi, "Stuff matters" von Mark Miodownik, "A Jane-Austen-Education" von William Deresiewicz (dazu hatte ich ja am Lesesonntag schon was geschrieben).
Gelesen/gehört:
"The Jane Austen Project" von KAthleen A. Flynn (Nachlese folgt), "Lieber Mrs. Salinger"von Joanna Rakoff (Nachlese ist online), drei Graphic Novels "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Jon J Muth, "Gift" von Peer Meter und Barbara Yelin und "Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Kurzeindrücke werden wohl noch folgen)
"Mansfield Park" als gekürztes Hörspiel auf englisch mit Benedict Cumberbatch als Sir Thomas Bertram (Teil des audible-Bundles "The BBC Radio Drama Collection - Jane Austen", enthaltend ihren sechs beendeten Romane
"Pen and Prejudice" by Claire M. Johnson
Begonnen
"Lectures on Literature" by Vladimir Nabokov - obwohl... ich  werde den Rest wohl erst lesen, wenn ich auch die besprochenen Bücher gelesen habe, aber wann das ist, weiß ich nicht ;)
"Hartmann und der böse Wolf" von Michael Frey Dodillet- habe die Hälfte gelesen, es ist nicht meins, ich habe es abgebrochen
"Northanger Abbey" als gekürztes Hörspiel auf englisch

Dienstag, 25. Juli 2017

"Lieber Mr. Salinger" von Joanna Rakoff

- im Wesentlichen so bereits bei Goodreads eingestellt, aber der Blog soll ja auch leben :) - 

Joanna Rakoff erzählt in dem Buch "Lieber Mr. Salinger" von ihrem Jahr in einer Literaturagentur und ihrer Entwicklung vom Greenhorn zu jemanden, der eine Geschichte verkauft, garniert mit Einblicken in ihr persönliches Leben in diesem Jahr; das Buch basiert - mit einigen Zeitraffern u. Namensänderungen - auf Tatsachen.

Ich weiß noch immer nicht genau, wie ich "Lieber Mr. Salinger" einordnen soll: Einerseits war es für mich interessant zu lesen, was eine Assistentin Ende der 1990er in dieser konkreten Literaturagentur - die u.a. Salinger vertrat - zu tun hatte und welche Gepflogenheiten dort herrschten. Andererseits wundere ich mich darüber, wie sie überlegt, was wohl Salinger zu einem Briefschreiber sagen würde und aufgrund dessen einen Brief abfasst, wenn die Autorin zu diesem Zeitpunkt nur den Namen des Autors kannte. Erst nach ca. einem Dreivierteljahr in der Agentur greift sie zu seinen Werken (ich wäre wohl schon früher neugierig geworden, zumindest als es mit "Hapworth" losging). Und dann - bei anderer Gelegenheit - kommt Folgendes (Zitat S. 139 der von mir gelesenen TB-Ausgabe):

"Ich wünschte, ich hätte nicht nur mehr, sondern auch andere Büchere gelesen. Es tat weh, wenn ich an die vielen verschenkten Jahre dachte, in denen ich alles verschlungen hatte, was mir irgendwie in die Hände fiel, in der Stadtbücherei oder im Bücherregal meiner Eltern: die Beststeller aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren, deren Autoren längst vergessen waren, die Komödien, die mein Vater so liebte, und die vielen Agatha-Christie- und Stephen-King-Romane, den ganzen Schund. Sicher, es waren auch gute Sachen dabei, allerdings eher aus Versehen: Flannery O'Connor, Shakespeare, von dem ich sowohl die Lamb-Erzählungen als auch die gesammelten Werke im Original geselesen hatte, die Bronte-Schwestern, Tschechow und allerlei zeitgenössische Autoren, die ich in der Bücherei einzi gund allein deshalb aus dem Regal mit den Neuenerscheinungen nahm, weil mir der Titel oder das Cover gefiel. So viele Stunden, die ich lesend auf meinem Bett, dem elterlichen Sofa, im Garten oder auf den Rückbänken unseres Autos zugebracht hatte, wenn wir in die Ferien fuhren; so viele Stunden, die mir die gesammtelten Werke von Dickens, Trollope oder Dostojewski hätten näherbringen können. Oder Proust. Die Liste nahm kein Ende, so viele Bücher, die ich nicht gelesen hatte, so viele Dinge, die ich nicht wusste."

Mal abgesehen davon, dass sie nicht weiter ausführt, wie alt sie war: Wirklich? Die Autorin tut mir gerade leid - aber nicht, weil sie so vieles noch nicht gelesen hatte, sondern weil sie offenbar nicht wertschätzen konnte, dass das von ihr Gelesene sie weiterführte bis hin zum Studium der Englischen Literatur (in Ohio und später in London, scheinbar auch im Studium noch ohne Salinger und Dickens, wenn sie beide Autoren zum Zeitpunkt ihres Bedauers im Roman immer noch nicht kannte). Mich ärgert diese Einstellung. Sicher, man kann darüber diskutieren, ob "Besser irgend etwas lesen als gar nichts lesen", die "richtige" Einstellung ist -insbesondere in dieser Pauschalierung -, aber mal fröhlich nicht weiter spezifizierte Komödien oder vergessene (und wieder nicht weiter benannte) Autoren der 30er und 40er neben Christie und King als Schund zu bezeichnen, regt mich auf.

Neben den Geschehnissen im Job berichtet die Autorin über ihr privates Leben mit Eltern, Freunden, dem Partner. Soweit, so interessant, aber ich musste nicht wissen, welche Kleidung sie wann anzog und warum und welches Sandwich bei welchem Shop gekauft wurde. Und warum durchaus wichtige Details erwähnen (ein von ihr gefundener Brief ihres Partners, die Schuldenraten, die sie nicht begleichen kann ) und sich dann darüber monatelang ausschweigen (Brief) oder den Eindruck vermitteln, sie hätte keine Auswirkungen (Schuldenraten) auf ihr Leben.

Aber der vorherrschende Gedanke bei mir ist noch immer: Was empfinden wohl all die Menschen, die an Mr Salinger zu Händen der Agentur geschrieben haben und jetzt dieses Buch lesen; müssen manche Dinge - was mit den Briefen passiert/e - wirklich ausgesprochen werden? Warum nicht manchmal Illusionen aufrechterhalten? 

Sonntag, 16. Juli 2017

Lesesonntag Juli 2017

Heute lege ich wieder einen Lesesonntag zusammen mit der Winterkatze ein und mal schauen, wer sich heute im Verlauf des Tages noch dazugesellt.

Seit viertel acht, also seit viertel nach sieben ;) , bin ich hoch, die MuMs sind versorgt und neben ir steht ein Tee. Ich will gleich noch eine Runde Walken gehen, daher gibt es das Frühstück später.

Beim Walken höre ich aktuell "The Dispatcher" von John Scalczi, gelesen von Zachary Quinto. Das Hörbuch war letztes Jahr eine Zeit lang frei bei Audible zu bekommen und die liebe Winterkatze hatte mich darauf hingewiesen. Die ersten ca. 17 Minuten findet ihr - jedenfalls momentan - hier (klick). Weit bin ich noch nicht gekommen; Scalci legt einen Kaltstart hin, denn als Hörer findet man sich mit dem Dispatcher Valdez in einem OP-Saal, nur dass man als Hörer nicht weiß, warum, was Valdez' Job ist und was eigentlich generell vorgeht. Valdez erfährt nach der OP, dass ein Kollege, für den er eingesprungen ist, verschwunden ist. Die Geschichte dürfte jetzt dann richtig starten, denke ich ...

Update 09.30 Uhr
Ein wenig Countryside

zur Anregung des Appetits zum Frühstück, auch wenn das Thema von "The Dispatcher" nicht ganz dazu angetan ist, schließlich geht es um den Tod. Andererseits habe ich auch schon zum Abendessen "Bones" geschaut und das war deutlich ... plastischer. ;)


Ich bin mit "The Dispatcher" gut weiter gekommen - bin jetzt über 70 % -, allerdings ist das Hörbuch auch relativ kurz (nur ca. 2 Stunden 20 Minuten). Allerdings werde ich jetzt wechseln zu "A Jane Austen Education" by William Deresiewicz, der Anfang Zwanzig die bislang als chic-lit beiseite gelegte Jane Austen zu lesen begann. Er schreibt über persönliche Erkenntnisse, die er während der Lektüre der 6 Romane gewann und integriert dabei auch Lesarten Dritter der Romane bzw. biograpfische Informtionen. Das Kapitel zu "Emma" ist gelesen, ich bin gerade im Kapitel zu "Pride & Prejudice" . Das Buch unterhält mich bislang gut. 

Update 12.45 Uhr
Mit der Jane-Austen-Education bin ich entspannt in Gesellschaft der MuMs weiter gekommen.
Der Autor hat jetzt drei der sechs Romane - Emma, Pride&Prejudice,Northanger Abbey - abgehandelt. Im Verlauf des Kapitels zu Pride & Prejudice ist der Unterhaltungswert ein wenig gesunken, was leider auch noch anhält. Das hat damit zu tun, dass der Autor mehr und mehr "lectured". Genauer gesagt: Ich finde es immer wieder erfrischend und unterhaltsam darüber zu lesen, wie andere Personen Austens Romane wahrnehmen und für sich interpretieren. Was diesen Aspekt angeht, hat das Buch weiterhin Unterhaltungswert für mich. Allerdings hat sich der Schwerpunkt von "was ich persönlich lese/mitnehme" verlagert nach "Austen lehrt uns... Austen macht das ...". Ich fürchte, der Autor wird auch in den Kapiteln zu den weiteren drei Romanen eher in dieser Art fortfahren. In dem Zusammenhang hilft es mir auch nicht, dass er Parallelen zu seinem Leben zieht; mich hatte gerade die privat und persönliche Lesart interessiert, die jedenfalls im Kapitel zu Emma deutlich ist. Nun, mal sehen, vielleicht mache ich jetzt mit diesem Buch erst einmal eine Pause und schaue in das nächste Kapitel von "Stuff matters" von Mark Miodowsnik, in welchem es um "foam" geht (also Schaumstoff, vermute ich). Aber vorher schaue ich bei den Mitlesern vorbei. :)

Update 18.00 Uhr
Ich habe doch mit Jane-Austen-Education weitergemacht und das Ergebnis war, dass ich beim Kapitel über Mansfield Park mehrfach und einmal länger eingenickt bin. Ich schiebe das darauf, es mir einfach zu uninteressant erschien, was der Autor zu Fanny & Co und seinen Bezug zu diesem Roman zu sagen hatte.
Tja und dann war ich damit beschäftigt, ständig die BBC-News-Twitterseite neu zu laden, um zu erfahren, wer den 13. Doctor verkörpern wird. ;) Das weiß ich inzwischen und auch, dass ich bislang nichts aus dem Repertoire dieser Person gesehen habe. Ich bin sehr neugierig, wie der 13. Doctor agieren wird; bislang fand ich jeden Wechsel spannend und war interessiert zu sehen, wie die Show seit dem Wechsel zu Patrick Troughton eine neue Dynamik entwickelte. Jetzt heißt es also wieder warten bis zum Christmas Special und dann bis 11. Staffel von NewWho beginnt, seufz.

Update 21.40 Uhr
Die MuMs sind versorgt, ich habe Stulle mit Brot zu Abend gegessen und mir danach ein Eis gegönnt und noch später einen Gin Tonic mit Gurkenscheiben. Ich habe dem Regen zugesehen, der vorhin hier herunterrauschte und ein paar youtube-Reviews zu Doctor Who Season 6 und 8. Und ich habe noch ein das Kapitel über "Persuasion" in der Jane-Austen-Education beendet. Der Autor verbindet weiterhin sein persönliches Leben mit Erkenntnissen aus Austens Romanen. Ich habe aber doch mit den Augen gerollt, als er erklärte, er hätte von Austen gelernt, dass Freunde die Familie sind, die man sich selbst aussucht. ;)

Mein Lesesonntag hier auf der Couch nähert sich jetzt dem Ende, da ich morgen nicht frei habe und die Nacht entsprechend kurz ist. Aber es macht sich nicht so gut, montags frei zu nehmen, wenn man am Donnerstag in einen Urlaub (eine Woche) startet. ;) Ich werde daher auch jetzt direkt in meine Koje gehen und frühestens morgen bei den heutigen Mitlesern wieder vorbeischauen bzw. kommentieren.

Schlaft gut und träumt noch besser - es war wieder ein schöner Lesesonntag. Ich hoffe, wir lesen uns im August wieder. :)

Sonntag, 25. Juni 2017

Lesesonntag

Guten Morgen und hallo mal wieder. Meinen Blog habe ich ja erneut lang vernachlässigt - außer, dass ich Spam-Bot-Kommentarbenachrichtungen erhalten, die ich direkt als Spam kennzeichne ;) -, da ist ein gemeinsamer Lesesonntag mit der Winterkatze ein guter Anlass, hier wieder etwas aktiv zu werden.

Geweckt wurde ich von einem meiner Kater, der zielsicher gegen fünf der Ansicht war, etwas Katzenhaare los zu werden. Dass ich ihm und seinem schwarz-weißen Gesellen dann gleich Frühstück serviere, nur weil ich hoch war, konnte er aber vergessen. Ich bin danach wieder ins Bett gewankt, wurde aber von beiden Helden immer wieder angeschnurrt und getretelt, sodass an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war. Also bin ich gegen halb sieben hoch, habe die beiden versorgt, mir meine Sportschuhe angezogen und bin eine kleine Runde walken gegangen und habe dabei "The Fireman" von Joe Hill weiter gehört; vorgetragen von Kate Mulgrew. Ich bin aktuell bei 85 %, höre aber schon sehr lange an dem Buch - was weniger an dem Roman liegt als an der Tatsache, dass ich wenig zum digitalen Hörbuchhören gekommen bin. ;)


Jetzt wartet das Frühstück auf mich und bei dieser Gelegenheit werde ich - ich weiß, man soll nicht neben dem Essen etwas anderes tun - nicht lesen, sondern die aktuelle Doctor-Who-Folge schauen. Das muss sein - die Staffel nähert sich dem Ende und ich bin neugierig.

Danach werde ich sicher zu einem Buch greifen, eine Auswahl - von Comic über DS9-Fan-Buch bis hin zu Romanen - liegt hier auf dem Tisch. Ich werde berichten.


Update 13.15 Uhr
Die aktuelle Doctor-Who-Folge der 10. Staffel - World enough and time - war für mich sehr intensiv. Mehr will ich gar nicht sagen, ich will nicht spoilern. Ich wünschte nur, es wäre schon nächsten Sonntag und ich könnte die nächste Folge laden (ausgestrahlt wird sie ja am Samstag).

Aktuell lese ich übrigens weiter in meinem Deep Space nine Companion - ich bin inzwischen bei Staffel 5 angelangt. Es gibt die für diese Art Bücher typischen Inhalte: Staffelüberblick, eine Inhaltsangabe zur Folge und weitere Ausführungen zu derselben kombiniert mit schwarz-weiß Fotos. Klingt beinahe banal. Ich finde es allerdings interessant, weitere Aspekte über die Serie zu lesen, mal geht es darum, aus welcher Übelegung heraus sich eine Story entwickelt, mal um das Filmen vor Ort (selten genug bei DS9) , wie ein Schauspieler sich einer konkreten Aufgabe nähert, was eine Komponisten durch den Kopf geht etc. Dennoch werde ich das Buch wohl jetzt erst einmal zur Seite legen, schon allein deshalb, weil ich langsam wieder etwas essen möchte. :) Aber vorher schaue ich erst einmal bei der Winterkatze vorbei und bei Kiya und Sayuri, die heute auch mitlesen.

Update 18:00
Die Wäsche hängt und stehst vor der offenen Balkontür auf dem Wäscheständer, weil momentan der Regen auf den Balkon kommt. Aber es regnet - und zwar immer wieder den Tag hinweg und das tut den Pflanzen garantiert gut.

Im Wesentlichen habe ich mich - neben der Wäsche - am Nachmittag mit "Betrunkene Bäume" von Ada Dorian beschäftigt und bin ca. bei der Hälfte des knapp 270 Seiten umfassenden Romans angekommen. Erich, ein 80jähriger Baumliebhaber und Wissenschaftler, der kaum noch allein zurecht kommt, lernt eines Tages die junge Katharina kennen, die in der Nachbarwohnung haust - und sie ist dort eigentlich nur geblieben, nachdem ihr der vermittelnde Halbkriminelle in einem Nebensatz erzählt hat, dass der 80jährige mal in Sibirien war. Katharinas Vater hat in Sibirien einen Job angenommen, aber Katharina weiß nicht, wo genau, nur dass es etwas mit Öl zu tun hat. Bis zum Ende des Romans werde ich hoffentlich erfahren, was genau Erich in Sibirien getan hat und wie es Katharina ergeht.  Ich komme gut voran - allerdings hat mich gleich auf den ersten Seiten das Wort Albtraum, geschrieben im Buch im p statt it b aus dem Konzept gebracht; ich kann mich an die Schreibweise mit p nicht gewöhnen. ;)

Update 21.30 Uhr
Es gab Abendessen (fertige Halloumi-Spieße aus dem Rewe, erneut hatte ich "zuviel Salz" Gefühl, aber der Tomaten-Gurken-Salat wirkte dagegen; dennoch: ich brauche die Spieße nicht noch einmal)



und  Lese-Relaxzeit für die MuMs und mich.



"Betrunkene Bäume" habe ich ausgelesen und ich weiß jetzt, was Erich in Sibirien gemacht hat. Schreibstilmäßig hat mir die Autorin gefallen und ich mochte die unterschwellige Melancholie, die sich durch den Roman zog, die mich aber bei der Lektüre nicht überwältigte und hinabzog. In dem Roman werden sehr viele Themenkreise angerissen und diese hätten bestimmt noch mehr Seiten füllen können. Mir hat das "Anreißen" aber gereicht, jedenfalls in Bezug auf Erich und seinen Lehrer. Was die noch nicht volljährigen Ausreißerin Katharina angeht - hier hatte ich etwas  Mühe, ihr zu folgen, aber das kann auch daran liegen, dass ich behütet in einem Dorf aufgewachsen bin. Trotzdem wirkte z.B. das Ende ihres  persönlichen Handlungsbogens auf mich abgeschnitten (ihr Aufenthalt in der Wohnung, die spätere Nachricht, Hugo). Das klingt an dieser Stelle hier vermutlich etwas merkwürdig, aber ich müsste zu sehr Handlungsdetails verraten, wenn ich hier konkreter werde. Insgesamt fand ich den (Debut-)Roman in Ordnung.

Gleich werde ich noch schauen, was  bei Winterkatze, Kiya und Sayuri so passiert ist. Und dann werde ich wohl noch etwas den DS9 Companion zur Hand nehmen. Ich wünschte nur, er hätte ein etwas anderes Format - Softcover und diese DINA4-Größe mit über 700 Seiten, seufz. Ich helfe mir, indem ich das Buch auf mein Knietablet lege. ;)

Den Lesetag habe ich wieder sehr genossen  - danke für die Idee, Winterkatze!

Montag, 8. Mai 2017

Winterkatzes SuB-trahiert

Wie versprochen kommt hier der Post mit den im ersten Quartal 2017 angefangenen, dann aber nicht zu Ende gelesenen Büchern, die von mir aussortiert und gespendet werden:

Das sind zunächst einmal Band 1 und 2 von "Serenity Rose" von Aaron Alexovitch, die bestimmt schon 3 oder 4 Jahren im SuB liegen. Es ist eine Comic-Serie und bei den beiden Bänden handelte es sich um einen Onlinekauf zum Antesten der Reihe. Erzählt wird von und über eine Hexe (Sera) in ihren Zwanzigern und ihr Leben in ihrer Stadt. Ich will nicht sagen, dass ich "gescheitert" bin, aber ich habe mit Band 1 angefangen, auch in Band 2 mal hineingeblättert, aber es war einfach nicht meins.Ich habe den Beginnerband 1 nicht beendet, da ist es auch uninteressant, ob die Zeichnungen ab Bd. 2 besser werden.

Dann haben wir "Alabama Song" von Gilles Leroy; das Buch wurde in Frankreich ausgezeichnet und liegt ca. 1 bis 2 Jahre im SuB, auch hier ein "Katalog"-Onlinekauf.. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Wie schon in meinem Ostersonntag-Lesepost geschrieben,  für mich war dieses Buch nichts. Ich hatte keine Lust, "in Leroys Erzählstil über eine reale Autorin eine fiktiv-mögliche Biographie aus der Ich-Perspektive dieser realen Autorin zu lesen.

 "Änderungsschneiderei Los Milagros" von Maria Cecilia Barbetta lag auch bereits ca. 3 Jahre im SuB, auch ein reiner Online-Kauf ohne vorherigen Blick in das Buch.  Ich sollte damit wohl aufhören. ;) Wie bereits in dem  Lese-Samstagspost geschrieben, bin ich sprachlich überhaupt nicht in den Roman hineingekommen.

"Was werd ich tun, wenn alles brennt" von António Lobo Antunes war ebenfalls ein Online-Katalog-Kauf und ist ebenfalls gefühlt 5 Jahre im SuB. Es geht um Carlos, einer Drag-Queen in Lissabon. Ich hatte mit diesem Buch das gleiche Problem wie mit der Änderungschneiderei - ich kam einfach nicht hinein in den Erzählstil

"Gletschertheater" von Steinunn Sigurdardóttir, Online-Katalogkauf, liegt gefühlt mehr als 5 Jahren im SuB. Ich kann zum Inhalt nichts sagen, ich kann nichts dazu sagen, ob mir die Charaktere gefallen o.ä. Der einzige Grund, warum ich nach den ersten zwei Seiten das Buch direkt wieder weggelegt habe, ist, dass es im Präsens und indirekt - also ohne Anführungszeichen bei Gesprächen - geschrieben ist.  Es mag sein, dass mir so ein unterhaltsamer lustiger Roman entgeht, aber dann ist das halt so.

"Der silberne Bogen" von David Gemmell war vor Jahren (vier? fünf, länger?)  ein Empfehlungskauf, weil mich früher "Neu"-Erzählungen älterer Sagen wie des trojanischen Krieges interessierten. Ich habe den Roman angelesen - gut geschrieben -, ihn aber abgebrochen, weil mich das Thema einfach nicht mehr so sehr interessiert und ich lieber etwas anderes lesen möchte. Das Buch hätte ich damals gleich lesen sollen, aber nun.


Samstag, 29. April 2017

Winterkatzes SuB-Trahiert

Ui, Juli 2016 ... Entweder habe ich seitdem nichts mehr gelesen, was unter die Sparte SuB-Trahiert fällt oder - was wahrscheinlicher ist ;) - ich habe nicht darüber geschrieben.

Nun, neuer Startpunkt: 01.01.2017. :)

Und in diesem Post geht es um die im ersten Quartal durchgelesenen Bücher,  die in die Sparte "Sub-Trahiert" fallen (mit den nicht durchgelesenen Büchern beschäftige ich mich in einem weiteren Beitrag).

"Der tägliche Wahn" von Miguealanxo Prado, bestimmt schon zwei Jahre auf dem SuB,
 ein Comicbuch mit Kurzgeschichten über den Alltag, schwarzhumorig, ich mag seine dynamisch gezeichneten (auch überzeichneten) Charaktere - und auch wenn mich nicht jede Story mitnahm, habe ich das Buch doch sehr genossen (es führte auch dazu, dass ich meinen Bestand an Prado-Büchern erweiterte).

"Zwischen Nacht und Dunkel" von Stephen King, ebenfalls bestimmt mindestens zwei Jahre auf dem SuB, (ich weiß gar nicht, warum) vier Novellen, die mich alle mitgenommen haben. "1922" beginnt mit dem Geständnis eines Mannes, dass er seine Frau umgebraucht hat; in "Big Driver" nimmt eine Autorin nach einer Lesung mit dem Auto eine Abkürzung; "Faire Verlängerung" hat im Gegensatz zu den anderen Geschichten einen "phantastischen" Touch, schließlich begegnet einem nicht alle Tage ein Mann, der Deine Lebenszeit verlängert und dann ist da noch "Eine gute Ehe", in der eine Ehefrau zufällig in der Garage ein Geheimnis ihres Mannes entdeckt. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, gehen aber schon über Kurzgeschichten hinaus.

"Who the Fuck is Kafka" von Lizzie Doron, gekauft ca. Anfang 2016, 
Aus Ich-Perspektive der israelischen Autorin erzählt wirft das Buch einen Blick auf die Beziehung der Autorin mit dem palästinensischen Fotoreporter und Filmer "Nadim".  Ich hatte trotz all der Einblicke in diese Beziehung  Probleme mit dem Buch. Es beruht zwar auf wahren  Erfahrungen und Erlebnissen, allerdings verschiedener palästinensischer Freunde der Autorin, deren Konglomerat dann den fiktiven "Nadim" ergab.  "Nadim" kommt dabei auch nur durch die Texte oder Wiedergabe von Dialogen seitens der Autorin zu Wort (zwangsläufig, bedenkt man die Vermengung verschiedener Personen), hat also keine eigene Stimme. Diese "doppelte" Entfernung von der palästinensischen Figur im Rahmen des Romans lässt mich mit dem Problem zurück, zu ermitteln, was nach der Recherche dann in dem Buch dem bewussten oder unbewussten Filter der Autorin unterliegt bzw. unterlag.

"Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins - mindestens ein Jahr auf dem SuB (glaube ich), ein Comic-Buch über den Bewohner Dave, dem auf der ordentlichen, genormten, einförmigen Stadt auf einer Insel auf einmal ein unkontrolliert wuchernder Bart wächst. Ich mochte die Zeichnungen, den Textrhythmus und die grundsätzliche Geschichte, auch wenn sie für mich ein paar Punkte bequemerweise auslässt, die ich gerne geklärt hätte. ;)



Montag, 17. April 2017

Leseostern - Ostermontag

Gestern habe ich mich wunderbar in "Tanztee" vertieft und es zu Ende gelesen, ab und an unterbrochen von den MuMs, die etwas zu essen haben wollten oder die etwas irritiert auf merkwürdige Geräusche reagierten, die von draußen - das Osterfeuer fand in der Nähe statt - hereindrangen. Letzteres hat leider auch dazu geführt, dass heute Morgen hier noch Rauch "hängt" und ich die zum Lüften geöffnete Fenster erst mal wieder zugemacht habe - sonst wäre der Rauch in der Wohnung. Darauf habe ich auch keine Lust.


Ich habe mir heute die vier Comic-Hefte von Miguelanxo Prado hingelegt, die ich so ca. Anfang April gebraucht besorgen konnte.

Sein "Ardalén" hatte mir ja nicht nur einfach gefallen, sondern mich sehr stark berührt. "Der tägliche Wahn" mit den dortigen Kurzepisoden gefiel mit auch (wenngleich es nicht "Ardalén" erreichte) und so hatte ich mich umgeschaut, was noch so von ihm auf dem deutschen Markt zu finden ist und bin - u.a. - auf diese vier Hefte - wie die anderen beiden bei Egmont - Ehapa erschienenen - gestoßen. "Leichte Beute" ein aktueller Band von ihm war seit 2015 bei Egmont angekündigt, ist aber weiter nicht erschienenen und in einem Comicforum habe ich gelesen, dass Egmont wegen der langen Wartezeit auf den Künstler wohl abgesprungen ist, ich habe jetzt mal direkt beim Verlag per E-Mail angefragt, mal sehen ...

Update 13.00 Uhr
Kurz vor dem Mittagessen - Stulle mit Brot und danach einen Joghurt :) - wollte ich Euch auf den aktuellen Lesestand bringen. Ich habe inzwischen "Stratos" gelesen, ein aus mehreren zusammenhängenden Kurzgeschichten bestehenden Band, sämtlich gezeichnet in schwarz-weiß mit harter Feder und Charakteren, die im Wesentlichen hart(herzig) sind und hässlich. Es sind bittere Geschichten, die der Zukunft spielen, aber so fernliegend nicht erscheinen. Inzwischen habe ich mit "Die Endzeit der Delphine" angefangen, auch hier zusammenhängende Kurzgeschichten (aus einer Enzeklopädie werden Zeitabschnitte der Menscheitsgeschichte dargestellt, beginnend mit dem 21. Jahrhundert), alle schwarz weiß, dieses Mal jedoch Bleistift, würde ich sagen. Die Geschichten haben auch emotional positive Momente, aber nicht nur. Mal sehen, mit was die enzeklopädischen Einträge enden ... Ich werde berichten.

Update 15.45 Uhr
"Die Endzeit der Delphine" fand ich faszinierend, wenngleich im direkten Vergleich mit "Stratos" etwas (geringfügig) schwacher in meinen Augen. Vielleicht waren es die harten Federstriche im ersten Band oder das auf mich beinah wütend wirkende Geschehen. Zwischenzeitlich habe ich mir auch die am Sonntag online gegangene Folge von John Oliver zu den französischen Wahlen auf youtube angeschaut - wie immer das Anschauen wert -, wütende Vögel aus Ballons befreit und Hinterlassenschaften von Merlin, die einem Besuch auf meinem Balkon mit etwas Rasen folgten, beseitigt.

Jetzt geht es weiter mit Kaffee, Keks und einem Privatdetektiv namens Manuel Montano - mal sehen, was letzterer so erlebt. ;)


Update 20.00 Uhr
Heute Nachmittag habe ich noch die beiden weiteren Prado-Comics gelesen, wenn ich nicht gerade gekatzelt oder wütende Vögel befreit habe. :)


Was Manuel Montano  angeht - das war tatsächlich ein Band mit 6 Geschichten, in den ich nicht hineinkam. Ich glaube, hier entgeht mir einfach zuviel vom Genre, vielleicht gibt es hier viele "noir"-Bezüge, die mir mangels Kenntnis von Basismaterial aber auch nicht auffallen würden, selbst wenn sie da sind. Diesen Band habe ich mehr oder weniger mit einem Schulterzucken nach der Lektüre weggelegt.

"Kreidestriche" dagegen hat mich beinahe genauso gefangen genommen wie damals Ardalén. Zwar ist die Erzählung kurz und dadurch stark verdichtet (es sind knapp 60 Seiten), aber die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Sie spielt auf einer Insel im Meer, eine Mutter mit ihrem Sohn lebt dort unterhalb des nicht mehr betriebsbereiten Leuchtturms. Die junge Frau Anna hat dort angelegt und wartet auf jemanden, den Skipper Raul verschlägt es dorthin aufgrund eines Sturms und er ist von Anna fasziniert. Wie sich diese Geschichte entwickelt - das sollte man lesen. Ich habe das Gefühl, alles was ich noch sagen könnte, würde spoilern. Prado setzt hier Ölkreide ein, würde ich behaupten wollen. Ich mag seine Farbgebung und Akzente bei der Gestaltung der Umgebung, des Meeres, der Charaktere. Und erneut sind Blicke und Gesichtsausdruck für mich lebendig und ausdrucksstark.

So, das war das letzte Update für heute und das Osterlesewochenende insgesamt, denn die die nächste Nacht wird früh zu Ende sein; morgen heißt es wieder arbeiten - und ich habe mittags einen Physiotherapietermin, also keine Mittagspause.  Dieses Osterlesen hat mir aber sehr gut getan - mal abgesehen davon, dass ich auch viel zum Lesen gekommen bin, kam ich die Tage auch zur Ruhe und konnte Energie tanken. So ein Lesewochenende darf gerne wieder kommen. :)

Macht's gut! :)

Sonntag, 16. April 2017

Leseostern - Ostersonntag

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick ..."

Meinen Osterspaziergang habe ich heute früh mit zwei Stöcken unternommen: Nordic Walking in einem Wald hier in der Nähe. Es war sonnig, es wird immer grüner, die Vögel zwitscherten und ich war allein mit ihnen - und es war verflixt kalt, offenbar nur so ca. 4 °C. :)


Später habe ich mir ein kräftiges Frühstück gegönnt und gerade eine Aufnahme der aktuellen Doctor-Who-Folge geschaut.

In "Bill" muss ich mich erst noch hineinhören, das Englisch dieses Charakters ist doch für einen Nichtmuttersprachler recht verschliffen. :) Mir gefiel der Neustart und ich bin neugierig, wie sich die derzeitige 3er Crew in der Tardis weiter macht.


Neben mir liegt gerade ein Bücherstapel, in dem sich u.a. das mit Tanztee das "letzte" Buch befindet, welches seit letztem Sonntag bei mir eingezogen ist, alle anderen Neueingänge - zwei Bücher und zwei Comics - habe ich bereits gelesen, hehe! Außerdem findet sich dort "Evil under the Sun" als Ausweich-Wohlfühlbuch, ein Roman über Zelda Fitzgerald und ein Sachbuch sowie vier Comic-Hefte, die, hm Ende März oder am ersten Aprilwochenende eingezogen sind, sämtlich von Miguelanxo Prado (frühe Arbeiten von ihm). Mal sehen, zu was ich greifen werde. Ich berichte.

Update 14.30 Uhr
Ich habe es zunächst mit "Alabama Song" von Gilles Leroy versucht, das Buch aber beiseite gelegt, dauerhaft. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Der Aufbau ist tagebuchartig an der Seite mit Monat und Jahr gekennzeichnet, wobei die Art und Weise des Niederlegens der (also im Wesentlichen fiktiven) Ereigniss und Gedanken mich kaum anthält, weiter zu lesen. Ich habe einfach keine Lust "Und ich habe das Tüpfelchen auf das i gesetzt und "Amen" gesagt. Im Spiegel der feuchten Augen John Désiré Dearborns konnte ich lesen, dass ich ein Ungeheur war" (S. 41) oder ""Der erbärmliche Richter (ihr Vater, Anm. von mir) hatte sich für die Miene des geprügelten Hundes entschieden. Geprügelt und leicht degoutiert." (S. 31) zu lesen oder von "onduliertes pomadisiertes Gesichts" (über Scott Fitzgerald) etc. zu lesen, jedenfalls nicht als fiktiven Ausdruck einer realen Autorin aus Sicht eines Autors. So ist das halt mit Katalogkäufen bei mir, ich schaue nicht zwangsläufig ins Buch. Sonst hätte ich es vermutlich erst gar nicht erworben. Zugestanden, ich habe Leroy nicht viel Zeit gegeben, mich zu überzeugen, aber meine Lesezeit ist begrenzt, also byebye, das Buch wird wohl auf den Spendenstapel gepackt.

Im Anschluss habe ich mir Hendrik Groen und sein neuerliches Tagebuch gegriffen und bin inzwischen im Monat April 2015 angekommen. Seit dem letzten Tagebuch ist ein Jahr ohne ein solches vergangen und in diesem Jahr musste auch von Mitgliedern des Alanito-Clubs (Alt-aber-noch-nicht-tot) Abschied genommen werden. Hendrik und weitere Clubmitglieder sind auch älter geworden, aber es gibt den Club noch und er unternimmt weiter etwas. Im Übrigen liefert Hendrik erneut Einblicke in das Leben im Altersheim mitsamt Kommentaren über Leben und Leute. Passend zu dem Buch habe ich mir einen "Weißen Kraftschöpfer"-Tee aufgebrüht (statt Mittag ziehe ich meine Tee/Kaffeezeit vor, übrigens haben wir hier richtiggehendes Aprilwetter und meine Heizung ist wieder an). Ich werde gleich wieder zu dem Buch greifen, glaube ich, aber vorher schaue ich, ob und was die Winterkatze und Hermia in ihrem Beiträgen aktualisiert haben. :)

Update 21.45 Uhr
Oha, das hat dieses Mal ja mit dem Update gedauert. Die Ursache dafür war, dass ich mit Hendriks Tagebuch nicht aufhören konnte. Ich habe es gerade beendet. Und auch wenn die Berg-und-Tal-Fahrt dieses Mal nicht ganz so intensiv wie bei dem ersten Buch (Eierlikörtage), was vermutlich daran lag, dass das Grundkonzept bekannt ist und bestimmte Dinge sich nunmal auch wiederholen, so gab es auch hier wieder Lacher, Kopfschütteln, Schlucken, Nicken, Trauriges, Schönes und Hoffnungsvolles.

Und damit endet auch mein heutiger Beitrag, am morgigen Ostermontag geht es hier in diesem Theater weiter. :)

Samstag, 15. April 2017

Leseostern - Ostersamstag

Meinen Ostereinkauf habe ich bereits erledigt - als ich kurz vor 8.00 Uhr in den Supermarkt hineingegangen bin, standen vielleicht 10 Autos auf dem Parkplatz, als ich heraus kam, waren es schon ca. 50, was sich auch im Laden selbst bereits bemerkbar gemacht hatte. ;) Wie auch immer, ich bin fertig und "muss" nur noch einmal in die Stadt (und den Regen), wenn ich will. Was vermutlich nicht der Fall sein wird. :)

Der Einkauf ist verstaut, die Katzen versorgt, mein Frühstück gemacht und ich kann jetzt meinen freien Samstag starten. Vermutlich wird er ab und an durch Wäsche oder ein wenig Küchenarbeit unterbrochen, aber im Wesentlichen plane ich den Ablauf wie gestern: Lesen, Katzeln, vermutlich den nächsten Teil von 11.22.63 schauen. Aktuell muss ich nur entscheiden, ob ich mit "Die englische Ehe" weitermache oder zu dem anderen neuangekommenen Comic greife. Ich werde berichten. :)

Update 13.45 Uhr
"Die englische Ehe" habe ich inzwischen beendet. Die Schreibweise und Sprache mochte ich, die Charatere bzw. ihr Benehmen nicht und damit auch nicht die erzählte Geschichte. Im Ergebnis wäre es eine halb und halb Bewertung mit 2,5; zumindest bei goodreads gibt es überwiegend positive Bewertungen. Ich gehöre nicht dazu. :)

Gerade habe ich mir den zweiten Teil von 11.22.63 angemacht, nachdem ich mein Mittagessen zu mir genommen habe und wünschte gerade, dass ich den Teil jetzt nicht angemacht hätte; die Männer sind gerade in einer Fleischfabrik ... eine Szene übrigens, die nicht im Buch vorkommt (kurz zuvor hat Jake gerade Quartier in Holden (nicht Derry) genommen und seine Vermieterin wird von derselben Schauspielerin dargestellt, die in der Tim-Curry-Es-Verfilmung von Stephen King die erwachsene Beverly Marsh gespielt hat.

Später werde ich wohl zu dem Comic greifen - oder das Tagebuch von Hendrik Groen, nunmehr 85 Jahre, weiterlesen ... 

Update 17.30 Uhr
Die nächste Folge ist geschaut - die Episode mit den Dunnings ist zwar ziemlich bearbeitet worden, vermittelt aber die Grundaussagen. Mal sehen, wie es in der Miniserie weitergeht.

Den weiteren letzte Woche zugegangenen Comic (Volumeband) - Warehousedeal, also etwas angeschlagen - habe ich inzwischen gelesen. Es geht um "Dept. H" von Matt Kindt (Color Sharlene Kindt). In diesem Comic wird Mia von einem Unternehmen, welches die Arbeit ihres Vaters überwacht, nach Dept. H geschickt, um einen Todesfall zu untersuchen. Dept.H befindet sich in der Tiefsee und Mia kennt im Grunde jeden einzelnen dort unten persönlich. Dennoch sieht es danach aus, dass einer von ihnen ein Mörder ist. Und es läuft auch nicht alles glatt dort unten, der Wissenschaftsoffizier scheint einen Koller zu haben und verrückt zu werden, der für die Sicherheit zuständig Q scheint es leid zu sein, seine Zeit dort unten zu verbringen, jedenfalls wirkt er auch mich so, als würde er lieber heute als morgen zurück an die Oberfläche und vorher so wenig wie möglich z.G. für den Wissenschaftsoffizier tun.  Es gib weitere Personen, einer davon ist Mias Bruder, mit dem sie auch nicht so gut auskommt.  Und es gibt technische Probleme. Volume 1 endet nicht mit der Auflösung und ich bin neugierig genug und mag auch die Artwork - bei Amazon kann man in Band 1 klicken - , um mir Volume 2 auf die Merkliste zu setzen, welches im Juli 2017 erscheint.

Mal schauen, was ich jetzt so anstelle. Ich werde später berichten. :)

Update 21.00 Uhr

Ich habe nicht mehr gelesen, sondern Vögel aus Luftballons befreit, Katzen beobachtet und später bespaßt und mit Futter versorgt, mir eine Stulle mit Brot gemacht und eine weitere Episode von 11.22.63 geschaut - Jake ist inzwischen in Jodie angekommen und hat seinen Job als Aushilfslehrer aufgenommen. Im Gegensatz zum Buch hat Jake in der TV-Version einen "Partner". Letzteres kann ich nachvollziehen, da hierdurch all die notwendigen Maßnahmen, die Jake einleiten muss, besser dem Zuschauer "erläutert" und gezeigt werden können; ein Dialog ist hier einem Gedankenmonolog sicherlich vorzuziehen. Dennoch fühlt es sich merkwürdig an. ;)


Ruckzuck ist es nun auch schon 21 Uhr durch und auch wenn ich mir gleich noch ein Buch greifen sollte, wird es heute hier kein Update mehr geben. Aber ich melde mich morgen wieder, versprochen. :)

Freitag, 14. April 2017

Leseostern - Karfreitag :)

Ostern - so ein wunderbar schönes langes Wochenenende, das ich in aller Ruhe und daheim genießen werde. Ich werde vielleicht die Miniserie 11.22.63 schauen - das Buch von Stephen King habe ich ja gelesen -, katzeln und vermutlich ein wenig in meiner Wohnung herumwuseln; ich bin seit einigen Wochen damit beschäftigt, in aller Ruhe ein wenig umzuräumen, auszumisten und auch etwas neu zu kaufen.  :) Letztes Beispiel sind zwei Zig-Zag-Regale (klick), die ich über einen Warehousedeal für jeweils unter  8 Euro bekommen habe und die eine erstaunlich schwere Metallqualität haben. Zwar ist das eine weiß und das andere rot (einzelne Warehouse-Rückgabeware) und bei einer Packung fehlten die Dübel/Schrauben etc. Das störte mich jedoch nicht, weil ich nicht beabsichtigte, sie an der Wand anzubringen. :)




Auf jeden Fall will ich über das Osterwochenende auch lesen und bloggen und schließe mich - wie schon im März - dabei einfach wieder der Winterkatze an.  :)

Während meines späten Frühstückes (ich war gestern Abend essen und habe erst spät etwas Hunger bekommen) habe ich etwas in meinem  "Hauptbuch", dem Roman "Eine englische Ehe" von Claire Fuller, weitergelesen. Ingrid, die Ehefrau des Schriftstellers Gil, ist vor mehr als einem Jahrzehnt spurlos verschwunden. Der Roman beginnt damit, dass Gil meint, Ingrid gesehen zu haben. Während er versucht, ihr zu folgen, stürzt er, was zur Folge hat, dass die gemeinsamen Töchter Nan und Flora nach Hause kommen. Unterbrochen wird diese Haupterzählung von Ingrids Briefen, die diese an ihren Mann schreibt und die sie in verschiedene Bücher im ehelichen Haus legt. Ob und wer diese Briefe findet und liest, warum Ingrid sie schreibt, was mit Ingrid geschehen ist ... das alles sind noch unbeantwortete Fragen. :) Vielleicht werde ich aber auch - zwischendurch - zu einer meiner letzten beiden Comic-Erwerbungen greifen. Ich werde berichten!

Update 14.15 Uhr
Ich habe in der Tat zu einem der neu angekommenen Comics gegriffen, und zwar zu "The City on the Edge of Forever" nach dem Original Teleplay von Harlan Ellison. Fans der Classic Star Trek Serie werden (wohl) wissen, dass das Script heftige Änderungen durchlief, bevor die TV-Episode ausgestrahlt wurde und dass diese und nachfolgende Abläufe zu  "Differenzen" - ein zu mildes Wort, aber nun - zwischen dem Autor und insbesondere Gene Roddenberry führten. Ich kannte bislang nur die ausgestrahlte Episode, war aber neugierig auf das Original und habe mich letzte Woche für diese Comic-Umsetzung statt des reinen Skripts entschieden. Bereits während der Lektüre habe ich häufig skeptisch auf die Seiten vor mir geblickt und die Auflösung überzeugt mich in dieser Version nicht.  Interessant zu lesen war der Comic für mich auf jeden Fall. Aber: Bei dem Vergleich Comic nach dem Original Teleplay einerseits und ausgesendete Episode andererseits bevorzuge ich letztere, da sie trotz möglicher Schwächen im Ergebnis auf mich stringenter wirkt und in mir einen größeren emotionalen Effekt erzeugt.

Hm, inzwischen dürfte meine TK-Pizza fertig sein - dann gehe ich mal los und lege parallel die erste DVD von 11.22.63 ein. :)

Update 20.45 Uhr
Den ersten Teil von "11.22.63" habe ich geschaut, soweit so gut. Natürlich gibt es Änderungen vom Buch zum Film. Mal sehen, wie sich die Verfilmung weiter schlägt...

Ich habe danach ein wenig auf meinem Tablet gespielt, dann die Katzen versorgt, mir eine Kleinigkeit als Abendessen gemacht (Obst und etwas Müsli) und weiter in "Eine engliche Ehe" gelesen. Die Tochter Flora ertrage ich nur schwer,  Nan(ette)  steht leider weniger im Fokus der Autorin, dabei würde ich gern mehr von und über sie erfahren. Ingrid - seufz, ich möchte diese junge Frau schütteln und fragen, warum sie so lebt, wie sie es in den Briefen erzählt. Ich reagiere also durchaus auf die Figuren,insofern hat die Autorin also "etwas richtig" gemacht. ;)

Auch wenn ich noch etwas lesen werde, ein weiteres Update gibt es heute hier nicht mehr in diesem Theater. Aber  morgen melde ich mich wieder. Versprochen. :)

Dienstag, 28. März 2017

Natira & Co - Heute früh waren es nur die Oberschenkel ...

und inzwischen merke ich den Muskelkater auch in den Oberarmen, an der Rumpfseite und beim Hinabbewegen zur Yogamatte (für die Blackroll-Übungen im Rückenbereich) meldet sich inzwischen auch der Po.

Autsch.

Ich war gestern zum Sport. Vor einiger Zeit habe ich dort meine Physiotherapie wegen des Schulterbereiches links absolviert (zwar nicht weg, aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu dem Zeitpunkt davor) und meine Kollegin und ich haben uns dann dort auch gleich mal zu einem Kurs angemeldet. Ganzkörpertraining, ca. 6 Wochen. Und ich bin völlig untrainiert, weil ich in den letzten Monaten nicht einmal Nordic Walking unternommen haben. Nun gehe ich also die nächsten Montage eine Stunde lang in diesen Kurs.

Gestern?

Oh, man muss ja das Traumwetter ausnutzen! Also eine Runde um den (zugegeben kleinen) Parkplatz joggen, dann wieder rein in die Praxis (ein Fitnessstudio ist es nicht, auch wenn dort mehrere Geräte einer Art stehen, zwei oder drei Räder und auch eine Matte u. Gewichte dort iegen. Nach einer Runde Joggen wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Übungen absolviert, mal waren es Kniebeuge, mal eine Beginnerversion von Liegestützen (uff, ich kam nicht einmal in dieser Version mit der Nasenspitze an den Boden), mal Klimmzüge (am Gerät mit Schlitten, also nicht "hängend", sondern liegend), mal Hampelmann etc. Nach den zwei Übungen wieder eine Runde um den Parkplatz und das Spiel begann erneut.  Es werden zwar Geräte benutzt, aber vielfach erfolgt die Bewegung des Körpers oder es wird mit dem Körpergewicht gearbeitet.

Ich mochte diesen Aufbau, aber oh ... autsch ... *Grimasse zieht*

Mal sehen, ob ich bis zum kommenden Montag meinen Muskelkater leidlich wieder los bin ... ;) 


Samstag, 25. März 2017

Lese(sams)tag - mit der Winterkatze :)

Wie schon in dem früheren heutigen Post erwähnt, gibt es heute einen Lesetag mit Updates auf dem Blog; ich lege sonst ja auch Lesetage ein, nur blogge ich nicht zwangsläufig darüber. ;)

Erst mal brauchte ich ein Frühstück und wenngleich ich die Avocado/Ei-Kombination mochte, die insgesamt gleichartige Konsistenz von Rührei und (frisch gemachten) Avocado-Aufstrich war jetzt nicht so der Renner und wurde nur durch das getoastete Brot und die knackigen Radieschen gerettet.

Dann musste ich entscheiden, wass ich denn überhaupt lesen möchte. Ruhende Lektüre gibt es derzeit schließlich auch, aber ich habe derzeit keine Lust, mit John Wrays Geheimnis von der verlorenen Zeit weiter zu machen. Wenn ich es mir recht überlege, habe ich zu der Lektüre der määndernden Story schon seit Ewigkeiten keine Lust mehr; ich glaube, ich werde das Buch dieses Wochenende "ad acta" legen. Ich könnte auch mit "The Fireman" von Joe Hill weitermachen, allerdings ist das ein Hörbuch und ... ich bin momentan auch nicht auf einem Hörbuchtripp. Eigentlich wollte ich damit weitermachen, sobald ich wieder mit dem NordicWalking los legen bzw. auf mein Pedelec steige, aber die noch immer andauernde Erkältung macht mir derzeit weiterhin einen Strich durch die Rechnung. Die Entscheidung fiel dann zugunste "Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins aus - übrigens ein "SuB-trahieren"Kandidat ;) - und inzwischen (in Gesellschaft) ausgelesen.

 Auf der Insel "Hier", umgeben von der chaotischen See und dadurch getrennt  vor dem "Dort"leben die Menschen geruhsam, ordentlich, gleichförmig, alles ist perfekt gestutzt, begradigt - sowohl Natur, als auch Architektur und Mensch *-. Dave ist einer von ihnen, ihm jedoch wächst auf einmal ein  gigantischer, nicht rasierbarer, Bart. Wie  sich die Grundstory entwickelt, war jetzt nicht wirklich überraschend für mich. Allerdings fand ich die Umsetzung gelungen. Die in schwarz-weiß gehaltenen Bleistiftzeichnungen, die von DINA4 im Hardcover bis hin zu unterschiedlich aufgeteilten Panels präsentiert werden, welche bewusst auch deutlich voneinander getrennt sind, sprachen mich sehr an. Der begleitende Text hat mehrfach eine eigene Rhythmik, auch der Songtext wird eingewoben.

Wie man vielleicht auf dem Foto sehen kann, habe ich den Vormittag unter der Decke auf dem Sofa verbracht. Jetzt wird es langsam aber Zeit, den Wochenendeinkauf zu erledigen und bei der Gelegenheit zu prüfen, ob mein Lieblingscafe noch da ist. :) Ich melde mich später wieder.

Update 17.00 Uhr
Ups. so spät wollte ich  mich eigentlich gar nicht zurückmelden, zumal ich gar nicht soooo lange im immer noch stehenden Lieblingscafe war.
 
Immerhin hat die Zeit gereicht um festzustellen, dass "Änderungsschneiderei Los Milagros" nichts für mich ist, einfach aus dem Grund, weil ich in Schreibstil und Erzählweise nicht hineingekommen bin. Vermutlich ist es ein toller Roman über das Leben in Buenos Aires, aber dennoch.

Nach dem Einkauf musste ich feststellen, dass meine Karte für die Packstation nicht mehr lesbar ist. Dankbar habe ich heute um 16.00 Uhr noch jemanden beim Service erreicht (lt. Info im Netz ist er nämlich nur bis 14 Uhr besetzt), eine neue Karte ist geordert und die Liegezeit meiner aktuellen Sendung wurde verlängert. Jetzt muss die Karte nur pünktlich kommen.

Der Einkauf ist inzwischen verstaut und ich werde mich gleich mit meinen Quarkbällchen und einem Krapfen und meinem Milchschaum-Kaffee (beide(!) MuMs haben ihn ohne Kaffee bekommen) gemütlich hinsetzen und nach dem nächsten Buch greifen.



Ich weiß zwar noch nicht welches, aber das Problem wird sich sicherlich lösen lassen. :) Ich werde berichten.

Update 20.15 Uhr
Ich habe gelesen, ja, in einem Kochbuch, in der "Köstlich vegetarisch", den Feedreader und die News. :) Okay, ich habe auch festgestellt, dass ich heute keine Lust auf "Rückwärts leben" von Mark Watson habe und auch nich auf das Sachbuch "Die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie scheint" von Carlo Rovelli. Ich bin erneut bei einem Comic hängen geblieben, dieses Mal "Serenity Rose Vol.1" von Aaron Alexovitch. Was ich von diesem halten soll - es war mal wieder ein Comic-Experiment, und zwar von vor ... oh, hm, ein, zwei, drei Jahren? keine Ahnung -, weiß ich noch nicht. Heft 1 fand ich ziemlich konfus, mal sehen wie es jetzt in Heft 2 mit dieser ca. 20jährigen Hexe weiter geht. Falls mir die Sache doch nicht behagt, liegen hier neben mir noch das Sachbuch "Stuff matters", die Kurzgeschichtensammlung "Zwischen Menschen"  und die Romane "Was werd ich tun, wenn alles brennt?" sowie "Kathakali" zum Antesten. Ich habe mir einen ganz Schwung aus dem SuB gezogen, um mal zu schauen, was bleibt und was nicht bzw. ob ich Lust darauf habe oder nicht. :)

Gegessen wurde in diesem Hause inzwischen auch - die verbliebene Avocadohälfte musste weg und Radieschen passten ja auch dazu, dieses Mal jedoch noch gepimpt mit Käse und etwas Pesto zwischen getoastetem Brot.



Und einen schönen Ausblick hatte ich aus meinem Wohnzimmerfenster heute abend auch zum Essen.

Ich werde jetzt schauen, was die Winterkatze inzwischen so gemacht hat. Von mir gibt es heute bestimmt noch ein Update ...

Update 23:00 Uhr
Mich hat youtube ein wenig abgelenkt (Seth Meyer und Trevor Noah), aber irgendwann habe ich wieder zu Serenity Rose gegriffen - und den Comic beiseite gelegt. Vermutlich bin ich zu ungeduldig mit diesem konkreten Comic, aber trotz Weiterlesen im zweiten Heft von Volumes 1 habe ich nicht das Bedürfnis, diesen Band zu beenden; ich finde ihn weiterhin zu konfus, möglicherweise bekomme ich auch Referenzen nicht mit.

Gegriffen habe ich danach zu "Zwischen Menschen", Kurzgeschichten von David Guterson. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Buch mal im örtlichen Buchladen mitgenommen habe, vielleicht vor ca. einem Jahr oder so; der Originaltitel lautet übrigens "Problems with people".  Von dem Autor hatte ich bis dahin noch nichts gehört. Aktuell habe ich vier der zehn Kurzgeschichten gelesen, die sich zwar alle in verschiedenen Lebensbereichen abspielten, aber dennoch die zwischenmenschliche Beziehung zum Thema haben - zwischen Vermieter und Mieter, zwischen zwei älteren Menschen, die sich über eine Internetplatzform kennengelernt haben, zwischen einem eine amerikanischen Arzt und einem Schuhputzer, zwischen einem alterndem Mann und seiner Hundesitterin. Die Kurzgeschichten sind dabei eher Momentaufnahmen, sie setzen an und bringen die Geschichte nicht zwangsläufig zu einem Ende. Ich werde dem Buch treu bleiben, aber wohl heute nur noch wenig lesen und sicher nicht mehr hier darüber berichten. ;)

Das war ein wunderbarer Lesetag und es fiel mir gar nicht schwer, über den Tag hinweg immer wieder hier über meine Aktivitäten zu berichten, auch wenn sie manchmal nichts mit Lesen zu tun hatten. :) Das könnte man häufiger machen. :) Liebe Winterkatze, danke für das Anstupsen! :)

Natira & Co - Vorwarnung :)

*räusper*
Wie das so ist mit Neujahrsvorsätzen ... auch was Bloggen angeht. :D

Dieser Post ist kurz und knackig. Ich wollte nur im Blog kenntlich machen, dass mir das völlige Fehlen von Beiträgen seit Neujahr bewusst ist. ;) Auch was Kommentare angeht, war ich in diesen drei Monaten wenig kommunikativ; ich habe Eure Blogs verfolgt, nur war ich zu träge zu viel mehr als etwas twittern, meine Lesefortschritter auf goodreads verfolgen und ein paar Bilder auf Instagram zu posten.

Ich hoffe, dass sich das ab jetzt ändert. Ich habe eine neue Kollegin im Büro, pfiffig und eine Fachkraft; es bedarf nur noch ein wenig "Fein-Tuning". Da sie ganztags meine andere Kollegin - ebenfalls eine Fachkraft, aber wegen der Kinder nur stundenweise da - unterstützt, kann ich bis auf Widerruf  montags daheim bleiben und ein paar Überstunden abfeiern, auch wenn es immer mal wieder jobbedingte Ausnahmen wie kommenden Montag (ich muss nachmittags los) oder den 10.04. (der Termin lässt sich nicht verschieben) geben wird. 

Dass der Winterschlaf des Blogs jetzt beendet wurde, liegt an der Winterkatze, die vorschlug, doch am heutigen Samstag mal wieder einen Lesetag einzulegen und darüber zu bloggen. In diesem Sinne gibt es später einen neuen Beitrag hier in diesem Theater. :)

Und zum Schluss - Katzen gehen ja immer :)

Marlowe: 


und Merlin

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr 2017

Euch allen ein frohes neues Jahr 2017! 

Vieles, was in 2016 passiert ist und (weitere) Auswirkungen zeigen wird, bereitet mir Sorge und macht mir Angst. Dazu zählen Brexit, die Wahl von Mr Trump zum Presidenten der USA, die (weitere) rechte Entwicklung in Europa und insbesondere in Deutschland, die nicht endenden Konflikte und Anschläge in der Welt und in Deutschland (und zwar auch von Deutschen auf Heime und Menschen) ... Aber ich will meiner Angst nicht nachgeben und dadurch unser Land direkt oder indirekt den Menschen überlassen, die durch Anschläge angreifen oder dies durch Schüren von Angst und Hass machen bzw. vertiefen. 

2016 war deswegen schon ein heftiges Jahr, aber es hat mich auch sonst viel Kraft gekostet. Beruflich war das letzte Jahr insgesamt fordernd, aber bis zum Sommer hatte ich zumindest regelmäßige Erholungsphasen. Ab Anfang August wurde es allerdings mehr als anstrengend, was dem Zusammentreffen mehrerer Punkte geschuldetet war; die Erholungsphase kam erst im November (in welchem ich trotz Urlaubes über 30 Überstunden geleistet habe), bevor der Dezemberstress anfing. In diesem Jahr stehen zwei Änderungen schon fest, u.a. gibt es im Büro eine weitere Vollzeitkraft ab Februar. Und ich will in diesem Jahr versuchen, mir bewusste Dinge umzusetzen.

Der Arbeitsanfall hat dazu geführt, dass ich weniger gelesen habe, einfach, weil ich den Kopf mit anderen Dingen voll hatte und ich lieber Bekanntes und Geschätztes auf DVD schauen wollte. Auch meine Listen - die Leseliste 2016 einerseits und die Kostenliste Bücher andererseits - habe ich ab ca. Mitte Juli 2016 nicht mehr geführt. Und ich hatte auch keine Lust, dies während der kurzen Wochenendzeiten nachzuarbeiten. Nun, bei den Buch-Kosten ist mir klar - besonders, wenn ich die Vorjahre ansehe und weiß, dass ich auch dieses Jahr gut eingekauft habe -, dass ich für den Betrag, den ich für Büchern, die Abos bei skoobe und audible und dem Büchereiausweis ausgegegeben habe, auch wieder sehr luxeriös hätte in den Urlaub fahren können. Nun, auch in Bücherwelten kann man Urlaub verbringen, wie wir wissen. ;) Was die gelesenen Bücher in 2016 angeht, habe ich auf goodreads zurückgegriffen und die dortige Liste (klick) auf die Statistikseite verlinkt.

Auch auf den Blog hatte der Arbeitsanfall erneut Auswirkung, wie schon in 2015. Ich hatte versucht, durch die Neueinführung von "Natira & Co" und durch monatliche Postings von Zu- und Abgängen und Winterkatzes Sub-Trahieren gegenzusteuern, aber das eine erfolgte nur halbherzig, das andere hörte ab Sommer 2016 auf.  Ich habe mich in diesem Jahr entschlossen, keine laufende Leseliste - wie bislang über Google-Drive und im Blog verlinkt - zu führen; die Erfassung bei goodreads muss und wird reichen. Aktuelle Lektüre wird weiterhin über das goodreads-Widget an der Seite angezeigt. Ich werde auch keine regelmäßigen Zu- und Abgangs-Beiträge mehr machen und auch die interne Kostenliste nicht mehr führen (letzteres aus  den bereits im letzten Absatz genannten Gründen). Ich erhoffe mir dadurch nicht nur eine "Verwaltungsentschlackung", sondern auch, dass ich unbekümmerter und freier als zuletzt zu den Büchern im Haus greife, auf die ich Lust habe, ohne auch nur im Hinterkopf über in Griff zu bekommenden SuB o.ä. nachzudenken. Eine kleine Ausnahme gibt es: Wenn ich daran denke, möchte ich bei Beschäftigung mit einem Alt-SuB-Buch versuchen, das in der "Winterkatzes Sub-Trahieren"-Sparte zu dokumentieren. Wenn ich es vergesse, auch gut *mitdenSchulternzuckt*. Ich will  "Natira & Co" wiederzubeleben, vielleicht gelegentlich über besondere Zugänge berichten (separat oder in "Natira & Co.") und insgesamt wieder mehr über Gelesehen, Gehörtes oder Gesehenes hier schreiben.