Mittwoch, 31. Dezember 2014

zum Jahresende

Ja, auch von mir gibt es einen kleinen literarischen Rückschau-Post zum Jahresende. :)

Ich habe in 2014 an einigen Leseaktionen teilgenommen, außerdem - erfolgreich - an Winterkatzes Sachbuch- und Arianas Hörbuchchallenge (klasse, dass Ihr zwei die Challenges nächstes Jahr wieder veranstaltet!). Auf meiner Übersichtsseite (klick) sind auch die Sammellinks 2014 zu finden. Allen Veranstaltern, von den Leseaktionen bis hin zu den Challenges, ein großes Dankeschön für das Organisieren und auch Betreuen! :) Mir haben die Aktionen Spass gemacht, sie haben meinen Blick geschärft für andere Bücher - *seufz* ;) -, Blogs, aber auch dafür gesorgt, dass ich bewusster mit meiner Lesezeit umging. Meine eigene Wiederholungstäter-Challenge lief nicht so erfolgreich ab, wie ich es mir vorgestellt habe. Drei von sechs Büchern habe ich verlinkt. Naja, wenn ich das Mansfield-Park Hörspiel und die zwei Märchenbüchern der Adventslesezeit mitzähle, komme ich allerdings auf sechs. ;) In 2014 habe ich auch begonnen, die belesenen Weltländer auf einer Karte einzuzeichnen. Den Stand für 2014 findet Ihr hier (klick).

Goodreads zeigt hier (klick) meine gelesenen Bücher in 2014 mit Cover etc., dummerweise sind dort aber tatsächlich nicht alle aufgeführt. Eine vollständige Aufstellung 2014 ist hier (klick) zu finden. Danach habe ich in diversen Formaten 173 Titel (von denen 129 vom TuB stammten) gelesen bzw. gehört , 79 davon waren print-Ausgaben, 41 ebooks und 53 audiobooks. Um aber auch die andere Seite der Medaille zu betrachten: Ich habe in 2014 insgesamt 194 Titel erworben, davon 107 print-Ausgaben, 37 ebooks und 50 audiobooks, und für diese potentiellen literarischen Reisen 1527,94 Euro ausgegeben.

Über Enttäuschungen, Überraschungen, Neuentdeckungen etc. im Lesejahr 2014 werde ich im Rahmen von Katrins Buchsaiten-Buchparade (klick) berichten, der Beitrag wird hoffentlich an Neujahr 2015 fertig. ;)

Kleiner Ausblick: Ich werde in 2015 wieder an Arianas Hörbuch- und Winterkatzes Sachbuchchallenge teilnehmen, die Übersichtsbeiträge müssen noch geschrieben werden. Meine literarischen Besuche in den Ländern der Welt werde ich auch in 2015 aufzeichnen und ich habe mir vorgenommen, meine Wiederholungstäter-Challenge (wieder 6 Titel) ebenfalls in 2015 fortzuführen. ;) Ansonsten freue ich mich auf ein neues Lese-/Hör-Jahr 2015. :) 

Dienstag, 30. Dezember 2014

Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung von Andrea Weißbrod

Eher zufällig bin ich anlässlich des Kaufs von "Am Beispiel der Gabel" über  "Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung" von Andrea Weisbrod gestolpert. Ich fand den Ansatz, eine Biographie ausgehend von acht Porträts der Madame de Pompadour zu präsentieren, reizvoll.

Die Autorin hat bereits ihre Doktorarbeit Madame de Pompadour und der politischen Rolle von offiziellen Mätressen gewidmet. Dieses Buch könnte man fast eine natürliche Fortentwicklung nennen. Als bekennender Geschichtsmuffel bin ich - wohl eher unbewusst ;) - immer wieder auf der Suche nach Büchern, die mir auf neue und hoffentlich nicht trockene Weise Geschichte nahebringen. Und ich wurde hier nicht enttäuscht:

In acht Kapiteln präsentiert die Autorin das Leben der Jeanne-Antoinette de Pompadour (1721 - 1764). Dabei konzentriert sie sich (wie man dem Wort "Macht" im Titel entnehmen kann) auf die Zeit der Madame de Pompadour, die diese als offizielle Mätresse des französischen Königs Ludwig XV an dessen Hof verbrachte. Sie konnte sich immerhin fast 20 Jahre an diesem Hof trotz all der Intrigen, Fehlentscheidungen und jüngeren Frauen, die der König immer wieder vorzog, halten und Einfluss auf den König und das Staatsgeschehen nehmen.

Jedem Kapitel ist ein Porträt der Madame de Pompadour vorangestellt, welches letztere in dem kapitelmäßig abgedeckten Zeitrahmen in Auftrag gegeben hat. Diese Porträts, die fast alle in dem Pariser Salons dem Adel und dem Bürgertum präsentiert wurden, waren, wie die Autorin darlegt, Kommunikationsform und in diesem Sinne eine Art, sich nach außen darzustellen, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen, mithin Propagandamittel und eine Möglichkeit, die eigene Stellung zu untermauern.

Das Zusammenwirken von textlicher Einführung und Erläuterung des aktuellen Status der Madame de Pompadour, ihrer Fähigkeit zur nonverbalen Kommunikation bzw. "Nichtkommunikation" am Hof und in ihren Briefen, ihre Einflussnahmen auf die Besetzung von Ämtern etc. im Zusammenhang mit der Erläuterung der Porträts und ihrer Bedeutung fand ich sehr interessant. Ich habe so nicht nur etwas über das (Über-)Leben am Hof erfahren oder wie Frankreich z.B. seine Kolonien in Kanada verlor und etwas mehr über die Zeit vor Marie Antoinette, sondern auch, welche subtilen Botschaften sich in den jeweiligen Porträts verbergen, wenn man sie (zeitgenössisch) zu lesen versteht. Denn laut der Autorin war die Porträtierte, die selbst künstlerisch begabt war, an der Gemäldeerstellung eng beteiligt. Das abgebildete Hündchen z.B. steht für Treue und Loyalität, wobei dies auf die Treue und Loyalität der Porträtierten zum König zu übertragen ist. Oder dass es einen Grund dafür gibt, dass auf dem einen Porträt (klick) trotz der üppig verzierten u. vergoldeten Toilettenartikel incl. kleinem Handspielgel der große Spiegel nur einen schlichten Holzrahmen hat.

Die Marquise de Pompadour hat sich am Hofe durch Diplomatie, diverse Strategien und Anpassungsfähigkeit ausgezeichnet. Dies alles wurde von ihr auch durch die Porträts, zum Teil sehr subtil und vielleicht sogar für den damaligen Betrachter nicht offensichtlich (das Porträt im "Freundschafts-Garten" im Zusammenhang mit dem Frauenbild der Aufklärung) kommuniziert.

Sicherlich kann man sich noch intensiver mit dieser schillernden Frauengestalt bzw. mit der Zeit, in der sie lebte, auseinandersetzen. Für mich war dieses Buch jedoch genau richtig, ausreichend und im Aufbau und Darstellung faszinierend.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #7

Ich hoffe, Ihr hattet einen wunderschönen Sonntag! Ich habe ihn sehr genossen, besonders da ich morgen wieder ins Büro muss. 2,5 Tage arbeiten und dann ist aber schon wieder langes Wochenende angesagt, weil meine Chefs am 02.01. das Büro zumachen, yeah.

Gehört habe ich heute nichts, aber fleißig gelesen. Zunächst habe ich "Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung" zu Ende gelesen und dazu auch gleich noch eine Nachlese geschrieben, die dieser Tage noch online geht.

Im Anschluss habe ich mit einem meiner Weihnachtsgeschenke begonnen, nämlich Margaret Atwoods "Oryx und Crake" und bin gut vorangekommen. ;) Mit etwas Glück lese ich diesen Roman dieses Jahr noch aus.

Tja, das war es mit meiner Weihnachtslesewoche in 2014. Sie hat zwar dieses Jahr erst am ersten Weihnachtstag richtig Fahrt aufgenommen, aber dann hat es sich gelohnt: Ich habe zwei angefangene Sachbücher (Romantherapie, Madame de Pompadour) beendet, Hercule Poirot an Weihnachten bei der Lösung eines Mordfalles begleitet, Mansfield Park mal wieder einen Besuch abgestattet, bin an der Nordseeküste etwas getaucht und habe von beängstigend kreativen Menschen gelesen, die z.B. Organschweine und Hunölfe geschaffen haben.

Und mit diesen beiden Helden, die mir über die Weihnachtslesewoche Gesellschaft geleistet haben, verabschiede ich mich in die nächste Woche. :) Wir lesen uns!


Samstag, 27. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #6

Hm, ich habe mich heute aus dem Samocca mit "Bis nächstes Jahr" verabschiedet. Obwohl wahr, hört es sich in meinen Ohren seltsam an. Ähnlich wie es mir schon bezüglich Weihnachten ging, fühlt sich das nahende Silvester etwas unwirklich und verfrüht an. Nun, das Gefühl wird sich ja alsbald von selbst erledigen. ;)

Ich habe den Tag heute mit dem gleichen Frühstück wie gestern begonnen und bin dann erst einmal losgezogen, um mein Auto wieder nach Hause zu holen. :)

Wieder daheim habe ich "Hercule Poirot's Christmas" ausgelesen: Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich habe dieses Mal sogar auf die richtige Person als Täter "getippt",d.h. ich habe die Hinweise der Autorin dieses Mal nicht nur wahrgenommen, sondern auch richtige Schlussfolgerungen gezogen. ;) WIE die Tat geschah, habe ich mir dann aber von Poirot erklären lassen. *g*

Lesetechnisch ging es für mich heute mit meinem schon vor einiger Zeit begonnenen Sachbuch "Madame de Pompadur und die Macht der Inszenierung" von Andrea Weißbrod weiter - eine interessante Art, eine Biographie zu erzählen.



Aber ich habe nicht nur gelesen, sondern auch gehört: Vor einiger Zeit hatte ich eine einstündige Gratishörprobe von "Aquarius" von Thomas Finn geladen, die ich heute während meiner Spaziergänge gehört habe. Tja, inzwischen habe ich das Hörbuch vollständig geladen und beim Kochen des Abendessens (Wintergemüse-Risotto)


 auch weitergelauscht ;) Der Sprecher Oliver Rohrbeck ist - nicht überraschend ;) - sehr gut und der Beginn war interessant: Eine Polizeibeamtin, die ertrinkt - in einer Telefonzelle. Ein Berufstaucher, der beim Tauchen knapp mit dem Leben davon kommt, wird in erstaunlich kurzer Zeit an eine Küste gespült, kommt aber irgendwie vom Regen in die Traufe, denn eine Frau schlägt ihm eine Schaufel über den Kopf.

Und nun schaue ich noch etwas fern, es sind schon wieder die Hexen von Charmed. ;)

Und mit diesen dekorativen Katern verabschiede ich mich bis morgen hier in diesem Theater.

Freitag, 26. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #5

Ihr hattet hoffentlich auch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag!

Meiner begann heute früh mit einer Pause von der Weihnachtsschlemmerei: Es gab nämlich nur einen Obstsalat und Kaffee. :)


Ganz entspannt habe ich dann den 5. Teil von "Hercule Poirot's Christmas" gelesen, der am 26.12.spielt. Es fiel mir etwas schwer, den Roman bis zum 6.Teil (27.12.) wegzulegen, aber so lange muss ich ja nicht warten, bis die Geschichte weiter geht. :)

Während ich mein Mittagessen zubereitete,


habe ich dann den Rest der dramatised Version von "Mansfield Park" gehört. Seufz. Die Sprecher sind sehr gut - aber wie schon mehrfach erwähnt, nervt mich der Präsens der verbindenden Erzählung. Fanny nervt mich in dieser Version nicht so sehr - aber das liegt daran, dass durch die Bearbeitung etliche Szenen weggefallen  sind und auch in der verbindenden Erzählung nicht "auftauchen". ...

Mein weihnachtliches Entspannungsprogramm habe ich dann mit zwei Folgen Orphan Black fortgesetzt, bevor ich mich mit "Die Romantherapie" wieder in meinen Lesesessel begeben habe. Das Buch habe ich inzwischen beendet: Ich fand es in seiner Stichwortform geschriebenen Art gut - in Häppchen ;) - zu lesen. Die Empfehlungen z.B. wenn man an der Angst vor dicken Schwarten leidet (aufteilen, und zwar wortwörtlich) oder wo man etwas über Vaterschaft lesen kann ("Die Straße" von Cormac McCarthy), sind interessant, humorvoll - aber manchmal ein wenig zu informativ und nach meinem Gefühl daher auch mit Spoilern versehen. Wirklich beurteilen kann ich das nicht immer, weil ich etliche Bücher (noch) nicht kenne, aber ich habe bei einigen Beiträgen früher mit dem Lesen aufgehört, weil ich wirklich dachte, ich lese hier "zuviel".


Und jetzt schaue ich ein paar Folgen "Charmed" - ich fühle mich ganz nostalgisch. :)

Wir lesen uns morgen wieder hier in diesem Theater.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #4

Einen schönen 1. Feiertag wünsche ich Euch.

Wie gestern schon berichtet, war ich zum Abendessen eingeladen. Ich habe einen netten leutseligen Abend verbracht, habe mein Auto wegen des Weins und des Whiskys stehen gelassen und mir ein Taxi nach Hause gegönnt. ;) Suppe, Hauptgang und Dessert waren lecker und hielten auch lange vor - ich habe meinen Morgen daher heute nur mit einem Kaffee, Agatha Christies "Hercule Poirots's Christmas" und den MuMs begonnen.


Hätte ich dieses Buch bereits letztes Wochenende mal aufgeschlagen, hätte ich gemerkt, dass es ein gutes Weihnachtslesebuch ist. Es spielt nämlich vom 22.12. bis 28.12. und jedem Tag ist ein Teil zugeordnet. ;)

Gegen 11.00 Uhr bekam ich dann langsam auch Hunger.  Ich habe überlegt, ob ich Euch das Foto


überhaupt zeige, weil die Heidelbeer-Flapjacks mit Butter und Schokosirup nicht gerade lecker auf dem Bild aussehen. Eher wie angebrannter Schlumpf ... Aber sie waren lecker. *g* Natürlich ist noch viel Teig zum Verbacken da, ein Rezept mit einem Ei ist einfach schlecht teilbar. Nun, dann gibt es später einfach noch eine Portion ... Mein Relax-Weihnachtsprogramm setze ich gerade mit einer Folge "Charmed" und einem Glas Sekt fort.

Aber ich wollte Euch noch meinen Gabentisch zeigen, auf dem sich auch die Geschenke für Merlin und Marlowe finden. ;)


Mit Ausnahme der Karten, der Flasche Wein, einer Musik-CD, den Pralinen (von einer Mandantin) und zwei - großzügigen - Gutscheinen + Weihnachtsgebäck einer Konditorei von den Chefs habe ich ich mir die drei Serien, den Film, zwei Bücher und drei Hörbücher selbst geschenkt. Für die MuMs gab es ein neues Catnip-Spielzeug und Leckerli (Ente pur). Die kamen übrigens sehr gut an: Nachdem die beiden Helden ausgiebig (selbst Marlowe!) auf dem ersten Leckerli herumgekaut hatten, sahen sie mich nämlich so an:

Mehr! Jetzt!

Hinten auf dem Tisch könnt Ihr außerdem das neue Teil zum Schlafen für die MuMs sehen. Man kann es über einen Kordelzug im Saum variieren und so wird aus dem oben abgebildeten "Sack" eine Art Plüschkorb mit Rand bis hin zu einem Liegekissen, auf dem beide Helden Platz haben würden.
 

Der "Saum"/"Rand" ist fester gefüllt als die eigentliche Liegefläche, sodass er auch aufgerichtet bleibt. Das ganze Teil ist waschbar. Es war bei zooplus im Angebot und ich überlege, ob ich noch eins bestelle. Ich wollte nur erst sehen, wie es angenommen wird. ;)

So meine Lieben, ich werde jetzt mit meinem Wohnfühlprogramm weiter machen. Tee, Buch und Lesesessel. Ich melde mich heute am Abend noch einmal. :)

Update 20.15 Uhr
Ich habe den Nachmittag schön in meinem Lesesessel verbracht, bin kurzzeitig im Sessel eingeschlafen (ich bin noch nicht wieder in meinem Schlafrhythmus angekommen), habe etwas im Internet gesurft und kommentiert. Dabei bin ich auch bei Amazon gelandet, wo aktuell mal wieder eine Auswahl englischer ebooks preisreduziert zu bekommen sind und ich überlege, ob ich z.B. bei der Biografie von Elisabeth Sladen (die Darstellerin von Sarah Jane aus Doctor Who u. den Sarah-Jane-Adventures) zugreife. ;)

Im Übrigen habe ich aber in "Hercule Poirot's Christmas" weitergelesen und habe Tag (Teil) 25.12. beendet. Simeon Lee, ein invalides Familienoberhaupt, lädt seine Kinder zu Weihnachten zu sich ein. Ziemlich schnell wird aber deutlich, dass seine Auffassung von "merry Christmas" eine deutlich andere ist als diejenige seiner erwachsenen Kinder. Lee senior ist versiert darin, die emotionalen Knöpfe seiner Kinder zu drücken. Tja. Und dann wird Hercule Poirot benötigt ... ;) Jetzt habe ich das Buch aber erst einmal beseite gelegt. Morgen geht es mit Teil 5 "December 26th" weiter. Statt dessen stimme ich mich gerade auf das diesjährige Doctor-Who-Weihnachtsspecial ein, indem ich die letzten beiden Folgen "Dark Water" und "Death in Heaven" noch einmal sehe.

Ich melde mich morgen wieder hier in diesem Theater. Wir lesen uns. :)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #3

Die schlechte Nachricht zuerst: Zum Vergnügen gelesen habe ich bislang nicht. Und vermutlich werde ich das heute auch nicht mehr. Aber ich habe nach der Arbeit ein wenig hin und her gewerkelt in der Wohnung, ein paar Sachen für heute Abend vorbereitet, nebenher etwas fern gesehen und natürlich die Gaben an die MuMs und mich verteilt. Da ich heute Abend zum Essen eingeladen bin und langsam den MuMs etwas zu essen geben und noch ein paar Sachen einpacken muss, zeige ich Euch morgen, was auf dem Gabentisch lag. :)

Einen schönen Heiligabend wünsch ich Euch und allen Euren Lieben!

Weihnachtsgruß

Frohe Weihnachten! 


Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #2

... ähm ...

wie gestern.

Nur mit Sleepy Hollow statt Orphan Black. 

Gute Nacht! 


Montag, 22. Dezember 2014

Weihnachtslesewoche #1

Oh ja, ich habe heute gelesen. Die Mailbenachrichtigungen zu Euren lieben Kommentaren  und den Feedreader - sorry, dass ich ich noch nicht reagiert habe. Und dann waren da noch Akten. Und noch mehr Akten. Und ... Akten.

Über meine Arbeitsstundenzahl breite ich jetzt mal den Mantel des Schweigens.

Meine Abendgestaltung sieht bislang so aus, dass ich mir eine TK-Pizza gemacht und nebenher einen Teil der 2. Staffel von Orphan Black geschaut habe (ein Hoch auf meinen Recorder). Ach ja, ich habe auch die MuMs versorgt. Natürlich. ;)

Meine Augen tun mir weh und ich denke, ich werde gleich in die Koje fallen. Aber vielleicht schaffe ich es vorher ja noch, Eure Kommentare zu beantworten. ;)

Wir lesen uns.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Arianas Adventslesen #6

Einen wunderschönen 4. Advent wünsche ich Euch allen! Ich bin vermutlich nicht die einzige, die in diesen Sonntag hineingeweht wurde, oder? Das Wetter in der vergangenen Woche erinnerte zunächst stark an November (grau, nass, Nebel, mehr grau und noch mehr nass), bis dann gestern ein oktoberlicher Herbsturm hier aufzog. Nur gut, dass ich meinen Weihnachtsbaum bereits am 3. Adventswochenende besorgt hatte. :) Ich wollte ihn ja im Verlauf der letzten Woche schmücken, aber dann hatte ich doch keine Lust am jeweiligen Abend mehr. Es sind derzeit fast alle Branchen im Jahrensendstress, aber mir hat es diese Woche wirklich gereicht mit 52 statt 40 h an 5 Tagen. Am Freitag habe ich aber meinen Baum in die Wohnung geholt und vom Netz befreit, damit die MuMs sich an ihn gewöhnen können. Und ich habe festgestellt, dass meine beiden Lichterketten defekt sind...

Am Samstag habe ich erst einmal entspannt gefrühstückt und ein unter der Woche begonnenes Sachbuch (Skoobe) beendet, nämlich "Tipps von der Katzenflüsterin: Wie wir unsere Katze besser verstehen" von Mieschelle Nagelschneider - hm, nun ja... ich bin etwas zwiespältig, über eine rund 16 Euro-ebook-Ausgabe hätte ich mich hierfür geärgert, auch wenn ich einiges interessant fand; vielleicht gibt es hierzu noch einen separaten Post. Dann las ich mir noch eine kleine Katzengeschichte bei Skoobe durch: "Katze vermisst, Wie ich meinen Kater Tibby gestalkt habe" von Caroline Paul und Wende McNaughton - ich fand sie sehr kurz, die Erzählerin erscheint überdreht, die Geschichte war für mich aber auch emotional; für Skoobe optimal, hätte ich für die Geschichte dagege knapp 9 Euro ausgegeben hätte ich mir geärgert. Und dann bin ich in den örtlichen Baumarkt (überraschenderweise, um meine Lichterketten zu ersetzen), in den Freßnapf (Katzenstreu musste auch wieder her) und direkt danach habe ich mit einer Freundin, die ich wegen eines Trauerfalls in der Familie länger nicht gesehen habe, und einer weiteren Bekannten die  SamoccaTime verbracht. Ich habe mich gefreut, meine Freundin wieder zu sehen und mit ihr zu reden. Sie wird am Jahresende übrigens nach Zingst fahren, wo ich im Frühjahr dieses Jahres mit der Münchenerin ja auch einen Tag verbracht habe. 

Am Samstagnachmittag war es dann endlich soweit, ich habe mich meinem Weihnachtsbaum gewidmet. Dieses Jahr ist er in gold mit blau geschmückt. Währenddessen habe ich mein nietnagelneues audible-book gehört, nämlich die "dramatised" Version von "Mansfield Park", an der u.a. David Tennant u. Benedict Cumberbatch mitwirken. Nach gestern und heute früh habe ich noch eine Dreiviertelstunde zu hören. Leider kann ich schon jetzt sagen, dass mir mindestens einen Teil dieser Umsetzung nicht gut gefällt, nämlich die Präsensform, in welcher der die Szenen verbindende Erzählteil geschrieben wurde. Die Szenengestaltung und Sprecher dagegen gefallen mir sehr gut.

Jetzt ist der Post schon wieder so lang und der Sonntag liegt ja noch vor mir. ;) Begonnen habe ich ihn heute mit etwas "Mansfield Park" - Fannys Bruder William hat gerade eine Beförderung durch Mr Crawfords Vermittlung erhalten - und dem Backen meines Frühstückes. Es war ein Probelauf für die Weihnachtstage, an denen ich mir zu Frühstück vielleicht Scones machen werde. 

(In Ermangelung von clotted cream habe ich vorhandenen Frischkäse mit Buttermilch verrührt, es gab die pure Version (Rezept: klick, seltsamerweise gehen meine trotz Rezepttreue nicht so schön hoch) und welche mit TK-Heidelbeeren. Ich hatte mich spontan entschieden, Heidelbeeren auf die Scones zu packen, in den Teig wäre wohl besser gewesen; Notiz: Die Heidelbeerversion kann dann auch etwas mehr Zucker gebrauchen. Übrigens: Ich habe zwar den ganzen Teig gemacht, aber nur die Hälfte heute früh verbacken, sonst wäre das für einen Singlehaushalt zu viel. Die restlichen Scones werde ich wohl heute am Nachmittag/Abend essen. Die andere Hälfte ist im Kühlschrank und ich hoffe, ich kann ihn morgen auch noch verwenden.)

Ich werde nach Beenden dieses Posts vermutlich eine etwas längere Blogrunde drehen, da ich die ganze Woche über nicht wirklich etwas in diese Richtung getan habe, und mich dann mit einem Buch in meinen Lesesessel kuscheln. Ich weiß noch nicht, ob es speziell weihnachtlich sein wird oder ein Märchenbuch, aber darüber werde ich später noch berichten. :)

Update zwischen 16.00 und 16.30 Uhr
Ariana hatte auf ihrem Blog auf die Kurzgeschichte "Mission Rentier" von Herrn Küfer hingewiesen, die ich mir heute am frühen Nachmittag durchgelesen habe. Sie ist nett und ich finde die Buchidee schön, bin aber nicht soweit, dass ich mir den ersten Zyklus von "Buch der Welten" zwingend jetzt besorgen müsste. Danach habe ich nicht zu einem Märchen, sondern zu dem skoobe-ebook "Hochzeit unter'm Mistelzweig" von James Patterson und DiLallo Richard gegriffen. Die 4fache 54 jährige Mutter Gaby (Witwe seit 3 Jahren) kündigt ihren Kindern per Videobotschafen an, dass sie am Heiligabend heiraten wird - sie verrät aber nicht wen, dazu müssten die Kinder samt Anhang Weihnachten zu ihr kommen Die drei Männer, die ihr einen Heiratsantrag gemacht haben, stellt sich in den Videobotschaften auch vor. Ich bin ungefähr bei der Hälfte (es ist kein langer Roman) und die Geschichte liest sich gut, ich mag den Humor. Gabys "Damenwahl" finde ich dagegen mehr als seltsam, ich meine dabei NICHT, dass sie ihren Kinder den zukünftigen Ehemann nicht verraten will, sondern dass auch die drei Kandidaten offenbar erst am Heiligabend eine Antwort erhalten werden.

 (kleine Stärkung zwischendurch)

Nun, ich werde mich jetzt weiter meiner Lektüre widmen und am heutigen Abend noch einmal ein Update posten. :)

Update 20.30 Uhr
"Hochzeit unterm Mistelzweig" habe ich ausgelesen und dieser Kurzroman war wirklich nett. Lässt man die früher in diesem Post bereits angesprochene "Damenwahl" Gabys mal außen vor, hatte die Geschichte umGaby und ihre Kinder (und deren Partner) für mich genau die richtige Mischung aus Drama, Komik, Familie und Liebe.Angenehm fand ich, dass die Gaby und ihre vier Kinder eine liebevolle Beziehung hatten und es halt nicht zwischen der zur Weihnachts/Hochzeitsfeier einladenden Mutter und den anreisenden Kindern Streit gab. Wirklich nett.


 (Lesegesellschaft)

Im Nachgang habe ich mir dann bei skoobe - ich hatte also einen skoobe-Tag :) - noch "Berichte aus dem Christstollen" von Jan Weiler geladen, das Katrin in ihrem Beitrag erwähnte. Ich habe auch mehrfach laut losgelacht bei den kurzen Texten. Sie bildeten einen erheiternden Abschluss von Arianas Adventslesen (9,99 EUR für ein kindle-ebook hätte ich aber nicht dafür ausgeben mögen, gebe ich zu).

Denn dort bin ich jetzt mit diesem Update angekommen. Ich habe ja schon im ersten Beitrag erwähnt, dass ich die Adventsleseaktion mit dem vierten Advent beenden werden und ab morgen wieder meine Weihnachtslesewoche starte. Eigentlich will ich jeden Tag wenigstens einen kleinen Beitrag über gelesene oder gehörte Geschichten schreiben, aber wundert Euch nicht, wenn ich Montag und Dienstag dann arbeitsbedingt vielleicht doch nicht dazu komme. ;)

Liebe Ariana, an dieser Stelle lieben Dank für die Adventslesewochen 2014! Ich hatte ab dem ersten Advent und habe weiterhin sehr viel um die Ohren, privat und auch beruflich, und die Adventslese-Wochenenden haben mir sehr viel Entspannung gebracht, mich geerdet. Ich konnte mich auf das Lesen und auf schöne Geschichten voller Magie, Abenteuer und Liebe u.a. auf einem Friedhof oder in der mongolischen Steppe einlassen, habe ein beängstigendes Christmasland gesehen, den Herrn der Yulzeit kennengelernt, an einer Hochzeit zur Weihnachtszeit teilgenommen und über Herrn Weiler gelernt, was es mit La Bafena auf sich hat. Ich habe erfahren, was andere Blogger zur Adventszeit machen, lesen, essen und konnte mich mit ihnen austauschen. Vielleicht veranstaltest Du im nächsten Jahr wieder das Adventslesen - ich würde mich freuen.

Euch allen noch einen wunderschönen 4. Adventsabend! Ich werde noch fix meinen Recorder für Teil 1 und 2 der BBC-Serie "Die vier Musketiere" programmieren, die am heutigen Abend um 21.45 Uhr auf ARD startet, bevor ich mich mit einem meiner angefangenen Bücher in die Koje begeben werde.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Arianas Adventslesen #5

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 3. Advent.

Ihr Lieben, seid nicht böse, wenn ich derzeit kaum  bzw. sehr spät kommentiere. Auf der Arbeit ist es weiter stressig, abends komme ich nach Hause, versorge die MuMs, versorge mich, lasse mir die Augen bei irgend etwas, das im TV oder auf DVD läuft, zufallen und gehe dann ins Bett. Unter der Woche habe ich privat kaum etwas gelesen, gerade mal in "Krampus" habe ich bei skoobe hineingeschaut und die Leseprobe beendet. Ich weiß noch nicht, ob ich diesem Brom weiterlesen, aber Krampus' "Vorwort" fand ich durchaus reizvoll. Allerdings habe ich auf den Fahrten zu und von der Arbeit "Der Doppelmord in der Rue Morgue" als "Meister der Angst"-Hörspiel, basierend auf der Geschichte von Edgar Allen Poe, gehört. Mir gefiel die Umsetzung recht gut (ich fand den Polizei-Inspektor etwas zu weichlich (stimmlich gesehen) und Pauline hätte gern noch emotionaler und unbeherrschter sein dürfen)).

Am Freitag hatten wir unsere Weihnachtsfeier, was auch bedeutete, dass trotz Aktenstapel der Tag um zwei Uhr arbeitstechnisch endete. Wir sind nach Osnabrück zum Weihnachtsmarkt gefahren - es war ziemlich nass, aber erträglich stürmisch.

Es gab viele Hütten, an denen man essen und/oder trinken konnte, aber es gab auch etwas z.B. vom Kunsthandwerk zu sehen wie Schnitzwerk, Thüringer Weihnachtsschmuck oder Strickwaren. Da mein Tag schon um fünf begann (aber erst ab 7 im Büro), bin ich um 22.00 Uhr, also relativ früh, wieder daheim gewesen - die Weihnachtsfeier ging noch weiter, aber ich war schlichtweg groggy. ;)



Gestern bin ich ein wenig in einer Nachbarstadt shoppen gewesen, was tatsächlich bedeutet, um kurz nach zehn noch recht entspannt durch die Läden zu schlendern. Ich habe meinen Vorrat an "Miniweihnachtskugelbeeren" - ein anderes Wort fällt mit dazu nicht ein - aufgestockt, die ich gerne im Weihnachtsbaum mit Draht an Zweigen befestige, um den Baum noch etwas mehr aufzuhellen. Lametta oder Engelshaar o.ä. sind im MuM-Haushalt tabu. ;) Eigentlich wollte ich mir als Weihnachtsgeschenk in einem Sport- und Outdoorladen eine neue warme Jacke kaufen, aber ich möchte keine mit Kunstfellbesatz an der Kapuze und die anderen gab es leider nicht mehr in meiner Größe. In dem nächsten Laden daddelte die englische Weihnachtsmusik so nervtötend, dass ich nach zwei Minuten die Flucht ergriffen habe. In dem in der Nähe gelegenenen kleinen - und stillen! - Buchladen habe ich mich durch die Auslage geblättert und bin bei "Die Romantherapie" schwach geworden. Sie kostet auch nur 10,00 EUR und dafür erhält man - laut Cover - "253 Bücher für ein besseres Leben". ;) Auf dem Heimweg habe ich auch gleich meinen Weihnachtsbaum ausgesucht und mitgenommen. Er ist nicht so hoch wie mein letzter, aber das ist auch völlig in Ordnung. Momentan steht er im kühlen Hausflur. Ich weiß noch nicht, wann ich ihn hineinhole. Heute, die nächste Woche oder am kommenden Samstag. ;)

Nach meiner traditionellen SamoccaTime, während der ich etwas in "Die Romantherapie" hineingeschnuppert habe - ich habe befürchtet, Leseanregungen zu finden und zwei Titel sind auch schon auf meiner gedankliche Merkliste gelandet -, habe ich noch ein paar Lebensmittel eingekauft und drei Päckchen aus der Packstation befreit (eigentlich Weihnachtsgeschenke an mich selbst, möglicherweise bin ich aber nicht in der Lage, sie so lange unbenutzt liegen zu lassen, *g*) Daheim ging es dann an das Backen meiner Fuggerbrot-Kleinversion.Das it ein Mischung aus Eiern, Zucker, klein gehackter Vollmich-Blockschokolade und Cranberries sowie etwas klein gehacken Haselnüssen + Mehl, die dann auf das Backpapier wie eine Art Blechkuchen gestrichen und abgebacken wird. Dazu habe ich weiter "The Graveyard Book" gehört - oh, dieser Mr. Frost!

Den Abend habe ich vor dem TV verbracht und mir zunächst die Aufnahme von "Alle unter einer Tanne" angeschaut. In dieser Version funktionierte die Geschichte für mich besser als in der Buchform, auch wenn mit Ausnahme von Elli formatbedingt die anderen Charaktere kaum "Hintergrund" hatten. Dann habe ich mir noch die zweite Folge von "Sleepy Hollow" ansgeschaut, bevor am Montag Nr. 3 ausgestrahlt wird, die Pilotfolge von "Elementary" auf deutsch und dann: Koje. Also wieder kaum Lektüre. ;) 

Ich habe mir als Lektüre für heute erneut Märchen herausgelegt, aber vermutlich werde ich mich auch etwas mit der Romantherapie beschäftigen, möglicherweise auch in Krampus noch einmal hineinschauen.

 (Start in den Tag. Ich mag die Zucker-Zimt-Zwieback-Brocken auf dem Obstsalat. )

Eine Aktualisierung dieses Beitrags werde ich erst heute Abend vornehmen (Uff, der Post ist ja jetzt schon recht lang!).

UPDATE 20.15 Uhr
Ich habe mit wenigen Unterbrechungen meinen Tag mit Lesen bzw. Hören verbracht. Großartig. :)

Zunächst hatte ich mir das Märchenbuch "Goldene Zeiten" gegriffen, in welchem moderne bulgarische Märchen versammelt sind. Nachdem ich drei gelesen hatte, habe ich das Buch aber wieder weggelegt. Klassische Märchen in dem Sinne, dass es das Gute siegt und das Böse verliert, hatte ich bis dahin nicht gefunden und irgendwie hatte ich auch keine Lust auf diese Art Geschichten, auch wenn sie grundsätzlich nicht schlecht waren. In der ersten unterhielten sich ein alter Rabe und ein alter Storch, der altersbedingt nicht mehr mit seinem Schwarm mitgeflogen ist, darüber, wie es ist im Alter allein zu sein. In einer anderen Geschichte ist ein Specht irritiert über die neuen steinernen Wälder, in deren Bäume kein Ameisen wohnen und die - so behauptet es die Katze - Elektrizität führen. Mit der Geschichte, in der Schornsteine versuchen, einen auf ihrem Dach befindlichen Burschen vor der das Haus umzingelnden Polizei zu beschützen und in der es zu einem Feuergefecht kommt, kam ich dagegen nicht zurecht: Es wurde in ihr nämlich nicht deutlich, warum die Polizei den jungen Mann verfolgt und wie die Schornsteine zu ihrer Schlussfolgerung am Ende kommen.

Wie gesagt, ich war nicht in der Stimmung für diese Art Geschichten und so habe ich mir dann mein Tablet geschnappt und über Skoobe "Krampus" weitergelesen. Und ich habe die Passagen, in denen es um Krampus, seine Belsnickel und die Mythologie geht, genossen bzw. ich genieße sie noch immer. Jesses Geschichte - Jesse gerät durch Zufall in die Auseinandersetzung zwischen Krampus und Nikolaus - begann mich erst später im Roman zu interessieren, ich möchte inzwischen auch wissen, wie die Geschichte seiner Lieben ausgeht. Krampus finde ich als Romanfigur faszinierend, St. Nikolaus zwar auch - aber bei Weitem nicht so interessant wie den Herrn der Julzeit. Ich bin neugierig, wie Brom Krampus' Geschichte zu einem Ende bringt. Mir fehlen noch ca. 20 % des ebooks, vielleicht schaffe ich sie ja heute noch. Die Geschichte ist sprachlich und stilistisch nicht fordernd, ein Kinderbuch ist es aber angesichts einiger brutaler Szenen nicht.

Zwischendurch habe ich es geschafft, "The Graveyard Book" von und mit Neil Gaiman zu Ende zu hören. Mir gefiel die Geschichte um den Jungen Bod, der auf dem Friedhof aufwächst und eigene Herausforderungen zu bestehen hat, sehr, gerade auch der Handlungsbogen um Scarlet. Neil Gaiman liest wirklich toll, ich könnte seinen Geschichten so vermutlich sehr sehr lange lauschen. ;)

(Stärkung am Nachmittag)

Ich werde jetzt noch ein paar Kommentare beantworten und vielleicht noch eine kleine Blogrunde drehen, bevor ich mich in meine Koje begebe. Die Nacht wird kurz, die Woche vermutlich schnell vorbeigehen und wir lesen uns spätestens nächstes Wochenende hier in diesen Theater. :)

 schläfrige Lesegesellschaft

Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Alle unter einer Tanne" von Lo Malinke

Am zweiten Adventswochenende habe ich "Alle unter einer Tanne" von Lo Malinke gelesen und seine Geschichte zündete bei mir leider nicht (was nicht am Lektoratsfehler lag, die falsche Schreibweise des doch recht bekannten Autors Stephen King übersehen zu haben).  Nachfolgend gibt es zwei, drei Minispoiler, die - soweit das Geschehen nicht sehr früh im Roman zur Sprache kommt - aber im Rahmen dieser Nachlese notwendig waren.

Die Ausgangssituation ist skurril: Elli und Robert sind nach langjähriger Ehe (incl. drei inzwischen erwachsenen Kindern, die teils selbst eine Familie gegründet haben) geschieden. Sie haben jeder einen neuen Partner, mit dem sie auch zusammen leben. Außer zu Weihnachten. Seit 3 Jahren räumt Ellis über 15 Jahre jüngere Freund Micha seine Sachen zu den Weihnachtsfeiertagen raus und Robert seine wieder hinein, während Roberts Freundin Chrissi allein in der gemeinsamen Wohnung bleibt. Elli und Robert haben ihren Kinder nicht gesagt, dass sie geschieden sind und wollen diese Schauspiel weiter aufrechterhalten. Dieses Weihnachten jedoch tritt Chrissi durch die Tür und weigert sich, zu gehen. Was dazu führt, dass auch Micha bleibt. Und die Kinder kommen...

Das Buch liest sich gut weg. Der Schreibstil des Autors ist eingängig, die Kapitel haben eine angenehme Länge. Übrigens wechselt der Autor pro Kapitel auch den Charakter, sodass man als Leser immer wieder in die Erinnerungs-, Gedanken- und Wahrnehmungswelt einer der acht erwachsenen Personen (Eltern, Partner, drei Kinder und der Ehemann der einen Tochter) eintaucht und so auch  mehr über diese Person erfährt. Ein wenig bremst das die Geschichte, die an einem Tag (dem 24.12.) spielt, allerdings aus, denn hier gibt es immer wieder mal Rückblicke und über längere Bereiche des Romans keine Gespräche oder Aktivitäten.

Wesentlich wichtigere Punkte sind aber, dass mir der Autor keinen vernünftigen Grund vermitteln konnte, weshalb Elli und Robert tun, was sie tun  und warum es drei Jahre braucht, bis zumindest einer der beiden neuen Partner sagte: So nicht mehr! Ja, im Verlauf der Geschichte wird Ellis Motivation klarer, aber weshalb Robert weiter mitspielte und weshalb Micha seelenruhig seine Sachen packte, erschließt sich mir nicht. Gab es in den Vorjahren zwischen den neuen Paaren keine (Streit-)Gespräche?

Dass ich mit Elli als Charakter nicht klar kam, machte die Angelegenheit natürlich auch nicht besser. ;) Die Art, wie sie verbissen, geradezu störrisch, versucht, alle Anwesenden zu kontrollieren, ihnen über den Mund fährt etc., hat mich mehr und mehr geärgert. Hier zeigte sich für mich auch der Nachteil, kapitelweise erzählerisch den Charakter zu wechseln: Meinen Ärger konnte ich zwar verringern, aber nur, weil ich mir immer wieder vor Augen führte, dass trotz all dem zwischenzeitlich Erzählten das Geschehen in Ellis Haus nur wenige Stunden umfasst, Elli also "wenig Zeit" hat.

Von Chrissi abgesehen, deren Aktivität meine Neugierde etwas weckte, konnte der Autor mir leider die übrigen Charaktere nicht nahebringen. Es gab bei mir trotz all den geschilderten Hintergründen weder ein emotionales Echo noch wirkliches Interesse daran, wie es ihnen auf Dauer ergeht.

Vielleicht muss ich die im Nachwort erwähnte Verfilmung sehen, um die Geschichte besser schätzen zu können.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Arianas Adventslesen #4

Ich hoffe, Ihr hattet - und habt noch - einen schönen zweiten Advent! Meiner startete geruhsam mit einem obstlastigen Frühstück und italienischen Märchen.

"Die verzauberte Hirschkuh und andere Märchen" aus dem "Pentameron" von Giambattista Basile hat mich heute bis in den frühen Nachmittag begleitet. Wie ich dem Nachwort entnehmen konnte, bedeutet "Pentameron" "Fünftagewerk". Im Orignal ist es eine italienische Märchensammlung, wobei jeweils 10 Geschichten über fünf Tage erzählt werden und diese Geschichten auch von einer Rahmenhandlung umgeben und miteinander verbunden sind. Das Werk stammt aus dem beginnenden 17. Jahrhundert und wurde von einem Felix Liebrecht, einem Zeitgenossen der Gebrüder Grimm, in 1846 verlegt. Für den Kinderbuchverlag - leider kann ich keine Lizenznummer oder Jahreszahl finden, aber es ist eines meiner Kindermärchenbücher, stammt also aus der damaligen DDR und meiner Kinderzeit, also von vor 1985, schätzungsweise ;) - wurde eine Auswahl getroffen und die barocke Sprache etwas entschlackt. Die Märchen waren nicht so exotisch wie die tuwinischen, was kein Wunder ist, da Italien doch zum westlichen und sogar europäischen Kulturkreis gehört. Der Aufbau und die Struktur waren gradliniger, wobei die Geschichten regelmäßig mit einer moralischen Einleitung beginnen (z.B. über den Wert der Freundschaft) und mit einem Sprichwort in Reimform enden (z.B.: "Bitter ist's, wenn du in Schaden durch die eigne Schuld geraten!"). Manche Märchenmotive waren mir vertraut: Sie tauchen regional immer wieder auf, vielleicht sind sie in unserem Unterbewusstsein verankert, vielleicht gibt es eine Ursprungsform, die regional durch mündliche Überlieferung verändert und angepasst wurde. So begegnete ich Petrosinella, deren Mutter in ihrer Schwangerschaft so heftigen Appetit auf Petersilie hatte, dass sie das Kraut aus dem Garten einer Hexe stahl. Die Tochter wurde von der Hexe als Wiedergutmachung verlangt und in einen Turm ohne Türen gesperrt, man kommt nur über die langen Flechten des Mädchens hinein. Eine Geschichte erinnerte mich an den gestiefelten Kater, in einer anderen ging es um sieben Brüder, die in Tauben verwandelt werden und deren Schwester zur Aufhebung des Zaubers in diesem Fall die Mutter der Zeit aufsuchen muss. Bei diesem Märchenbuch erinnerte ich mich im Gegensatz zu "Das leopardenscheckige Pferd" nicht an Teile des Inhalts, aber an die Illustrationen, die ich als Kind total merkwürdig und, ja, auch hässlich fand. Heute sehe ich die Illustrationen mit anderen Augen, ich finde sie nicht mehr hässlich, auch wenn sie nicht meinen Geschmack treffen. Hier (klick) habe ich im Netz eine Illustration aus meinem Kinderbuch gefunden, sie sind in diesem Stil gehalten, vgl. auch diese Zeichnung zu einem anderen Buch (klick).
(Edit: Hier finden sich auch etliche Illustrationen, sogar aus meinem Märchenbuch- die letzten auf der Seite -: Klick)

Einen Teil meines Nachmittages habe ich dann in der Küche verbracht, um nach dem Plätzchenrezept meiner Mutter noch ein paar "meine Klassiker" zu backen: einfache weiße Plätzchen, die ich mit Zitronen-Puderzucker und Schokostreuseln sowie Zitronen-Puderzucker mit einer Prise Zimt sowie einer LemonCurd-Whisky-Schokotropfen-Mischung verziert habe. Den restlichen Teig habe ich wie immer halbiert, einen Teil mit sehr gutem Backkakao versetzt und dann schwarz-weiße-Knöpfchen gebacken. Ich habe dieses Mal das Rezept meiner Mutter im Gegensatz zum letzten Jahr noch einmal halbiert (250 g Mehl); jetzt erscheint mir die Menge fast etwas zu gering - aber bis Heiligabend sehe ich das vielleicht anders. Clevererweise habe ich erst daran gedacht, dass ich KEIN Hörbuch auf den Ohren habe, als ich beim Dekorieren war. So habe ich heute beim Backen nicht Neil Gaiman und Bods Abenteuern gelauscht.

Mit meinem Tee und meiner Plätzchenauswahl habe ich mich dann in meinen Lesesessel gekuschelt und "Alle unter einer Tanne" von Lo Malinke weitergelesen. Elli und Robert sind die geschiedenen Eheleute mit den neuen Partnern. Und Elli geht mir auf die Nerven mit ihrer kontrollierenden Art: Sie bekommt es bislang immer wieder hin, dass das Trennungsthema vor den Kindern nicht angesprochen wird. Ich gehe davon aus, dass ich das Buch heute noch beenden werde. Mal sehen, ob ich  an anderer Stelle noch etwas zu diesem Buch schreibe. ;)

Ein weiteres Update dieses Beitrages wird es nicht geben. Heute abend werde ich wohl das Buch weiterlesen und ganz vielleicht noch einen Teil von der Märchenbraut schauen. Dann heißt es aber auch bald ab in die Koje, denn morgen ist das Wochenende überraschenderweise schon wieder vorbei. :)

Lesegesellschaft hatte ich heute teilweise auch - teilweise zogen die MuMs jedoch die offenbar mehr Wärme abgebende Heizung vor. ;)


Samstag, 6. Dezember 2014

Arianas Adventslesen 2014 #3

Eigentlich wollte ich ja erst morgen einen Post zum Adventslesen schreiben, aber ich fürchte, er würde dann einfach zu lang werden. ;)

Gestern abend habe ich den Nikolausmarkt in Tecklenburg besucht. Das stellt bereits eine kleine Tradition für mich dar (ähnlich dem Besuch der dortigen Freilichtbühne, wenn mich eine Vorstellung interessiert: Für das nächste Jahr bin ich da optimistisch. Es wird "Zorro" und "Cats" gespielt). Mit den Fachwerkhäusern, der Beleuchtung und dem (Kinder)Punsch kam ich sogar in Adventsstimmung.



Gelesen habe ich über die letzte Woche hinweg "Christmasland" von Joe Hill (über Skoobe). Der Bezug zu Weihnachten ist nicht nur im Titel gegeben: Mr. Manx ist auf einer Mission, er bringt Kinder in das Christmasland, wo immer Weihnachten ist und die Kinder immer glücklich sind (als Stephen King-Leserin beunruhigt mich allerdings ein "Christmasland", in welchem ein Ort namens Derry und ein Zirkus Pennywise existieren, doch sehr). Erwachsene haben es gar nicht leicht im Christmasland, nein, für sie sind andere Dinge vorgesehen. Aber die Kinder! Allerdings haben Mr. Manx und z.B. die Mütter der Kinder verschiedene Ansichten darüber, was für das betreffende Kind gut ist. Und eines Tages begegnet Mr. Manx dem Mädchen Victoria, auch genannt Vic oder "das Gör". Vic hat Ärger gesucht und bislang hat sie immer alles gefunden (einen Armreif oder eine Bibliothekarin mit mehr als nur einem Faible für Scrabble), was sie gesucht hat. So auch dieses Mal. Und dieses Aufeinandertreffen setzt Einiges in Gang.

Mich hat der Autor sehr schnell mit seiner Geschichte um Mr. Manx und Vic gefesselt. Joe Hill spielt mit Realität und Fantasie und hat mit Mr. Manx einen beunruhigend faszinierenden Charakter geschaffen, der mit seiner kreativen Vorstellungskraft und verdrehten Hingabe beängstigend ist. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er schlimmer, genauso schlimm oder nicht so schlimm wie der Gasmaskenmann ist. Vic hat Joe Hill durchaus mit Ecken und Kanten und Zweifeln ausgestattet, wobei _ich_ gern noch etwas mehr über bestimmte Teile ihres Lebens nach dem Zusammentreffen mit Mr. Manx erfahren hätte (z.B. Entwicklung der Beziehung zu ihren Eltern, Therapie). Und eigentlich auch ... hm, will ich wirklich mehr darüber wissen, was noch so im Christmasland passiert? Vielleicht doch eher nicht. ;)

Übrigens hat der Autor in seiner Danksagung Kate Mulgrew erwähnt, die dieses Buch im Original als Hörbuch eingelesen hat. Ich habe mir die Hörprobe bei audible angehört und mir die englische Audioversion auf den Merkzettel gesetzt. In die deutsche Version habe ich auch hineingehört: Der Sprecher sagte mir mit seiner Lesart überhaupt nicht zu. Vielleicht lasse ich mir in Zukunft diesen Roman also noch einmal von Captain Janeway vorlesen. ;)

Als ich den Roman beendet hatte, bin ich in die Stadt in einen kleinen Laden, um mir einen Deko-Baum zu holen, um den ich bereits länger herumgeschlichen bin. Er ist innen hohl und kann mit einem Teelicht bestückt werden. Dann hieß es erst einmal Samocca-Time, in der ich "Alle unter eine Tanne" von Lo Malinke angelesen habe. Die Ausgangssituation ist skurril: Seit zwei (oder drei?) Jahren spielen die getrennt lebenden Eltern ihren erwachsenen (!) Kindern zu Weihnachten heile Welt und Familie vor, obwohl beide jemand Neues haben. Dieses Jahr scheint es jedoch ...problematisch zu werden. Der Erzählstil des in Berlin spielenden Romans gefällt mir, das Buch las sich ganz gut an.

Irgendwann war mein Milchkaffee ausgetrunken und ich bin nach Hause gefahren. Dort habe ich erst einmal den neuen Deko-Baum nicht mit einem Teelicht, sondern mit einer Mini-LED-Lichterkette (batteriebetrieben) kombiniert. Mir gefällt es.



Anschließend bin ich in der Küche verschwunden, weil ich am zweiten Advent selbst gebackene Plätzchen essen wollte. Die Rezepte für die Erdnuss-Cookies und dem Schoko-Zimt-Plätzchen habe ich beide vom Küchenzaubereien-Blog. Ich habe die Plätzchen bereits letztes Jahr ausgetestet und mochte sie sehr. Trotzdem habe ich das Erdnuss-Cookie-Rezept abgewandelt und die cremige Erdnussbutter genommen (ich mag sie einfach auf Brot lieber als die mit Stücken und ich muss den Rest ja aufbrauchen *g*), dafür habe ich ein paar gesalzene Erdnüsse mit dem Nudelholz zerkleinert und zur Masse gegeben und ebenso einen Tick Zimt. Außerdem habe ich H-Milch und Butter benutzt.



Während des Backens habe ich die ersten Kapitel von "The Graveyard Book" von Neil Gaiman gehört, und zwar die vom Autor selbst gelesene Version. Vor ein oder zwei Jahren hatte ich mal günstig die kindle-Version dieses Buches gekauft, aber noch nicht gelesen. Als ich die Hörprobe zu "Christmasland" hörte, sah ich bei Audible, dass die Neil-Gaiman-Lesung über WhisperSync aktuell im Angebot ist. Da ich das ebook bereits hatte, konnte ich tatsächlich das von Neil Gaiman eingelesene Audible-Hörbuch für den Schnäppchenpreis von 2,95 EUR dazu kaufen. Ich mag Neil Gaimans Lesart, seine sympathische Stimme und sehr gute Aussprache und die Art, wie er seine Geschichte vorträgt. Ich bin mir sicher, er hat seinen Kindern vorgelesen und sie fanden es bestimmt großartig. :)

Tja - und nun lasse ich hier im Lesesessel den Tag ausklingen, gönne mir eine Glas Rotwein und genieße den Anblick von auf der Heizung chillenden MuMs. ;) Vielleicht lese ich noch etwas in "Alle unter einer Tanne", vielleicht greife ich aber auch zu dem Buch mit den italienischen Märchen, das ich mir bereits herausgelegt habe. Euch wünsche ich noch einen schönen Nikolaus-Abend und wir lesen uns spätestens morgen hier in diesem Theater. :) 

Sonntag, 30. November 2014

Arianas Adventslesen 2014 #2

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen ersten Advent - der zumindest hier grau und feucht beginnt. Nun, auch wenn ich nicht dekoriert habe, eine Adventskerze zünde ich nicht nur virtuell auf dem Blog an, sondern auch in der Wohnung. D.h. es ist ein LED-Kerzenlicht, weil ich das wenigstens mit den MuMs unbeobachtet stehen lassen kann. ;)

Ansonsten stürze ich mich jetzt wieder auf die tuwinishen Märchen und später vielleicht auch wieder auf das Rotkäppchen.

Update 16.30 Uhr
Das tuwinische Märchenbuch habe ich heute in Gesellschaft meiner Katzen ausgelesen. Manche der Märchengeschichten waren kurz und beschäftigen sich z.B. damit, weshalb eine Bergziege zwei Flecke im (Gesichts)Fell hat. Andere erzählen die Geschichte von klugen Frauen, die ein Reich verteidigen oder ihren Mann beschützen. Bei aller Faszination war ich doch aber auch verwirrt, denn in dem einen Märchen wird Gastfreundschaft groß geschrieben und der Mann im Haus erzählt Wildfremden, wo sein Lebensgeist sitzt. Im nächsten Märchen tritt ein Mann in eine fremde Jurte und wird dort sofort angegriffen und in Ketten geschlagen. Möglicherweise habe ich aber auch die Moral beider Geschichten nicht richtig verstanden. ;)

In "Rotkäppchen hat schlechte Laune" habe ich bislang nur ein wenig weitergelesen, weil ich mir lieber fünf der zwanzig Folgen von "Die Märchenbraut" angesehen habe (die nächsten fünf Folgen habe ich für den zweiten Advent geplant usw.). ;) Aber nachher werde ich mir das ebook wieder greifen - ich habe noch etwa 30 %. Vielleicht werde ich später auch noch zu "Christmasland" greifen, mal sehen.

Ein Update wird es heute höchstwahrscheinlich nicht mehr geben, da ich gleich noch anderweitig beschäftigt bin. Aber ich werde spätestens am nächsten Wochenende weiter berichten. ;)

Samstag, 29. November 2014

Arianas Adventslesen 2014 #1

Wir haben das erste Adventswochenende 2014! Als ich bin noch nicht so recht angekommen in der Adventszeit. Gestern habe ich eine kleine Runde über den "ersten" Adventsmarkt gedreht und nein, es fühlt sich nicht wirklich nach Advent oder gar kommende Weihnachtszeit an. Wie schon an anderer Stelle gesagt, komme ich normalerweise in die passende Stimme, wenn ich Plätzchen backe. Und dekoriere. Und eigentlich würde ich das an diesem Wochenende tun - Zeit hätte ich auch, aber keine Lust. ;) Ich verschiebe dieses Jahr die Weihnachtsbäckerei und auch die Deko einfach auf die Zeit nach dem ersten Advent!

Allerdings stehe ich auch heute - dank der Winterkatze nicht ohne Plätzchen - zum Tee da. In ihrem Überraschungspaket in dieser Woche waren auch ein paar Eulen- und (wie heißt das italienische,feste, Gebäckstück?)  festen Gebäckstücke?) Mandelkekse enthalten, die mir die Zeit bis zu den eigenen Plätzchen versüßen. Danke, Winterkatze!

Ich habe mich inzwischen in meinem Lesesessel eingerichtet, der Tee dampft, eine Buchauswahl ist getroffen. Dabei ist u.a. "Rotkäppchen hat schlechte Laune" - wegen des Märchenmotivs -, in das dieses Wochenende zumindest hineinlesen möchte. Märchen und Advents- bzw. Weihnachtszeit passen für mich einfach zusammen. :) Deswegen habe ich mir auch wieder eines meiner Kinderzeit-Märchenbücher, nämlich "Das leopardenscheckige Pferd" gegriffen, in dem "tuwinische Märchen aus der Volksrepublik Mongolei" nacherzählt werden. Und mal sehen, vielleicht komme ich zwischendurch auch mit meinem aktuellen Buch von Andrea Weisbrod weiter. ;)



Update 20.00 Uhr
*schmunzel* Dass einer der Chefs hier mal am Wochenende anruft, kenne ich schon, auch dass sich mal eine Kollegin meldet. Dass ein Klient sich hier meldet wegen einer Bürosache ist neu... Nun, ich denke, ich habe den richtigen Kontakt herstellen können.

Abgesehen von diesen wichtigen Telefonaten in der letzten halben Stunde hatte ich es mir in meinem Lesesessel bequem gemacht und gelesen.

Die tuwinischen Märchen sind gewöhnungsbedürftig, nicht nur wegen der Namen der Protagonisten wie z.B. Pavyldaj Baatyr, sondern auch wegen der Namen der übernatürlichen Wesen (Dshelbege, eine Art Hexe mit riesigen körpergroßen befellten/befiederten Ohren) und der Örtlichkeiten wie dem Ail. Die Art, in der die Märchen erzählt werden (mit irgendwie kreisförmig verlaufenden, sich wiederholenden Worten und Strukturen) und ihr Ende/ihren Lehren haben etwas Fremdartiges für mich. Sie enden für mich unerwartet; so wartete ich häufiger darauf, dass ein Handlungsbogen beendet wird - und dann ist die ganze GEschichte bereits aus. ;) Das ist anders, manchmal irritierend, dennoch reizvoll. Obwohl ich das Märchenbuch als Kind gelesen habe - ich erinnere mich an bestimmte recht brutale Aktionen mancher Helden und an die ungewöhnlichen Illustrationen - weiß ich nicht mehr, wie ich damals auf die Geschichten reagiert habe. ;) Die Illustrationen von Horst Bartsch finde ich exotisch, phantasievoll, eigenwillig und auf ihre Art schön. Ich traue mich angesichts der Vielzahl von heutigen Copyrights-Fragen nicht, weitere Fotos von ihnen einzustellen (das Coverbild im obigen Foto stammt von Horst Bartsch), aber hier (klick) findet ihr noch ein weiteres Coverbild von Horst Bartsch zum Buch "Der steinernde Mann" - welches ich übrigens auch habe ;) -. So könnt ihr Euch zumindest einen allerersten Eindruck verschaffen. ;)

Schön finde ich, dass sich im Buch auch ein Glossar befindet, wo z.B. Gurmustu (Herr des Himmels) oder Örege (Filzstück für die Rauchöffnung der Jurte) erläutert werden aber auch andere Begrifflichkeiten wie "Lamaismus" oder "Sommerlager". Das Märchenbuch, welches für Leser ab 11 Jahre gedacht ist, aus 1979 stammt und damals teure 13,80 (Ost)Mark gekostet hat (ein normales Brot als Grundnahrungsmittel kam ca. 1 Mark), hat auch ein Nachtwort von Frau Dr. Taube. Dort berichtet sie, wenn auch nur kurz, von ihrer Zeit bei den Tuwinen und von den dortigen Lebensgewohnheiten auch im Zusammenhang mit den Märchenerzählungen (z.B. die Bedeutung der Pferde oder Kleidung). Etwas sozialistische Ideologie ist dort (natürlich) auch zu finden.

Ich habe das ganze Buch heute nicht ausgelesen, sondern mir auch etwas für morgen gelassen. ;) Stattdessen habe ca. 50 % von "Rotkäppchen hat schlechte Laune" gelesen. Rotkäppchen schuftet auf dem elterlichen Hof, der Vater misshandelt sie auf verschiedene Art und Weise, was schon dazu führte, dass ihre Mutter im Gefängnis gelandet ist. Auf dem Weg zu ihrer Großmutter begegnet Rotkäppchen, die viel lieber Zora heißen würde, einem Wahrwolf und befreit mit ihm eine Frau, die später noch eine Rolle spielt. Rotkäppchens Großmutter ist eine energische, kluge und belesene Frau, die als Hebamme gearbeitet hat, und sie kennt die Legenden von Wahr-(nicht Wer-)wölfen ... Die Geschichte, die von Rotkäppchen in Ich-Form erzählt wird, liest sich flott weg (es sind wohl auch nur rund 140 Seiten) und sie ist ziemlich anders als die Urform.

Ob ich mit den Märchen jetzt weitermache oder mir vielleicht z.B. die aufgenommenen Orphan-Black-Folgen der zweiten Staffel anschaue, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht greife ich auch zu Madame de Pompadour. Diesen Post werde ich aber nicht mehr aktualisieren, sondern mich erst morgen wieder hier in diesem Theater melden. Bis denne, wir lesen uns. :)

Zugänge im November - Nachtrag ;)

Ich dachte wirklich, dass ich nach meinem Zugangspost keine weiteren Buchzugänge mehr im November 2014 zu verzeichnen hätte, aber *hüstel* ...


 

Also an "Fischland-Morde" bin ich wahrhaftig total unschuldig, es war ein unerwartes liebes Geschenk von der Winterkatze. Noch einmal an dieser Stelle vielen lieben Dank! Ich bin neugierig!

Was den Rest angeht:

Was kann ich denn dafür, dass medimops im Rahmen einer Aktion keine Versandkosten erhoben und dann auch noch das Buch über das Leben mit den Inuit und die Edgar-Allen-Poe-Meister der Angst-Hörspiel-CD günstig hatte. Schließlich kontrolliere ich doch nicht das Angebot bei medimops!

Dass Walter Koenigs Buch über den Dreh des ersten Star Trek-Films bei mir ist, daran ist Twitter schuld! Wohl! Würde es Twitter nicht geben, hätte ich nie von diesem schon recht alten Buch erfahren!

Tja, die auf dem Bild nicht zu sehenden ebooks - da muss ich wohl oder übel zugeben, dass sie auf mein Konto gehen. Mit "Winston" hatte ich ja schon im Erstpost November (klick) geliebäugelt. Und "Rotkäppchen hat schlechte Laune" hat mich einfach neugierig gemacht.

Aber mehr Zugänge wird es in diesem Monat nicht geben. Nein. Bestimmt nicht. Auch wenn morgen noch ein Tag Zeit ist. Neinneinnein...

Samstag, 22. November 2014

für Interessierte: Zugänge im November 2014

Leseproben sind so gefährlich! Zwei sind inzwischen ausgewachsen, die eine hat sich zu "Salamandersommer" von Oliver Schlick" entwickelt, die andere zu "The firtst fifteen Lives of Harry August" von Clarie North. Und ich muss die anderen beiden Leseproben ("Winston - Ein Kater in geheimer Mission" und "Die Buchwanderer") im Blick behalten,die Gefahr eines Wachstumsschubes ist relativ hoch, besonders bei Winston (Wochendeal bis kommenden Freitag).

Printbücher gab es auch in diesem Monat und ich kann dabei auch noch Blogger beschuldigen, irgendwie jedenfalls. ;)



Cat hat nämlich im Rahmen von Winterkatzes Herbstleseaktion auf "Am Beispiel der Gabel" von Bee Wilson hingewiesen. ;) Über "Kunden kauften auch" bin ich beim Einkauf des Gabel-Buches auf "Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung" von Andrea Weisbrod gestolpert, also ist Cat in gewissem Sinne auch an diesem Buchzugang schuld. Die Dame interessiert mich und die Vermittlung von Informationen über Bilder erscheint mit interessant.

Über "Gretchen" von Einzlkind bin ich gestolpert, als ich mich mit dem Bibendum und Sayuri getroffen habe. Heute habe ich ein wenig intensiver hineingelesen und Gretchen Morgenthau ist definitiv keine liebe nette alte Dame, was letztere auch sofort so unterschreiben würde. ;) Und als ich heute im örtlichen Buchladen war, um eine Glückwunschkarte zu kaufen, fiel mein Blick auf "Alle unter eine Tanne" von Lo Malinke, welches sich gut für Arianas Adventslesen eignet, also ist Ariana schuld. *G*

Dienstag, 18. November 2014

Arianas Adventslesen 2014

Ich freue mich so, dass Ariana auch in diesem Jahr wieder ein Adventslesen veranstaltet. Sie schreibt:

" Wie schon im letzten Jahr entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion."

Letztes Jahr habe ich u.a. die Gelegenheit genutzt, endlich mal wieder ein Märchenbuch (von Hans-Christian Andersen) zu lesen. Ich weiß noch nicht genau, ob ich mir auch dieses Jahr wieder eines meiner alten Märchenbücher über die Adventswochen greifen werde. Auf jeden Fall halte ich auch schon die Augen nach Büchern auf, die thematisch zur Advents- bzw. Weihnachtszeit passen. :)

Voraussichtlich werde ich wieder an den Adventswochenenden von der Woche in einem oder zwei Posts berichten. Allerdings kann ich noch nicht sagen, ob und wann ich am ersten Adventssonntag einen Beitrag einstellen werde - ich bin ab dem Nachmittag vermutlich auf Dauer eingespannt.

Ich gehe davon aus, dass Arianas Aktion nur bis incl. 21.12.2014 läuft, falls nicht, werde ich die Aktion für mich entsprechend wie im letzten Jahr begrenzen. Wenn alles glatt läuft, will ich nämlich nach dem 4. Advent wieder die Weihnachtslesewoche bis zum 28.12.2014 für mich einläuten. ;)

Sonntag, 16. November 2014

"Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt" von Susan Cain

Ich bin skoobe-Abonnement und liebe es, mich durch den (regelmäßig wöchentlichen) "Katalog" neu ins Angebot genommener Titel zu klicken. Vor vielleicht drei Wochen fiel mir ein Cover auf. Es zeigte einen sich vorbeugenden, neugierig wirkenden, schwarzen Raben, der auf eine zwar aufmerksam wirkende, sich aber auch zurücknehmende weiße Eule schaute. Es handelte sich um Susan Cains Buch "Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt".

Susan Cain ist selbst eine introvertierte Person, die in ihrem Job ein Aha-Erlebnis hatte, dass nämlich die mit dieser Persönlichkeitsstruktur einhergehenden Eigenschaften Stärken sein können. Dies führte nicht nur dazu, dass Susan Cain mehr über Introvertierte und Extravertierte und ihr Leben in unserer Gesellschaft wissen wollte, sondern sie sattelte letztlich beruflich um. Das Buch fußt auf ihren eigenen Erlebnissen und Teilnahmen an z.B. "Redeseminaren", auf ihren Gesprächen mit anderen Introvertierten und Extravertierten (teils - anonymisiert - aus Cains beruflicher Praxis) sowie auf Gesprächen mit Psychologen und Forschern. Daneben präsentierte sie auch Verhaltensstudien und Theorien aus der Forschung und führte Persönlichkeiten wie Eleanor Roosevelt oder Steve Wozniak an.

Ich fand die Thematik faszinierend.

Zwar konzentriert sich Susan Cain auf die Anforderungen und das Leben in den USA (was z.B. ihre Praxisbeispiele, der Besuch von Hochschulen zeigen), aber ihre Erfahrungen spiegeln meiner Ansicht nach im Kern das Leben in der westlichen Welt wieder: In ihr wird extravertiertes Auftreten und die mit der Extravertiertheit verbundenen Eigenschaften wie Geselligkeit, soziale aktive Interaktionen, geschätzt, in den Medien vorgelebt, gefördert und gefordert. Großbüros, verbales Gruppen-Brainstorming zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, größer werdende Lerngruppen statt Frontalunterricht, Seminare für die direkte Kommunikation etc. finden sich dort wie hier. Diese Anforderungen können Introvertierte sozial überfordern, sie noch stiller werden lassen, sie ggf. zwingen, sich entgegen ihrer Natur zu verhalten und dabei psychisch auslaugen.

Es war für mich spannend, über Experimente und Studien aber auch tatsächlichen Erfahrungen in der Geschäftswelt (Banken) zu lesen, welche die Schwächen z.B. diese noch immer herrschenden Strukturen in Entscheidungsgruppen aufzeigen. So kommt es z.B. vor, dass Introvertierte nicht gehört werden, weil sich ein in der Gruppe befindlicher Extravertierter als "Leiter" herauskristallisiert und in seiner dynamischen Führungsart mit Selbstbewusstsein vorgetragene Ideen den leisen "vielleicht könnte man" den Vorzug gibt. Oder Introvertierte sind bei verbalen Gruppen-Brainstormings überfordert, wobei eine Firma bei Einrichtung einer Online-Ideenbox auch von ihrer Kreativität und Intelligenz profitiert.

Die Autorin beschäftigt sich u.a. damit, ob und in welchem Ausmaß Intro- und Extravertiertheit angeboren ist, welche Zwischenstufen es gibt. Sie spricht verschiedene Lebensbereiche an, in denen Extravertierte und Introvertierte aufeinander treffen: Eltern/Kinder, Eheleute, Firmen, Verkäufer/Käufer, Professoren/Studenten. Faszinierend fand ich dabei die von der Autorin mit Studenten asiatischer Abstammung geführten Gespräche. Diese hatten kultur- und familiärbedingt Schwierigkeiten, da ihnen z.B. Respekt vor den Gefühlen der Anderen beigebracht wurde oder nur dann zu reden, wenn es etwas Wesentliches beizutragen gilt (Susan Cain führt an, dass in Fernorst die traditionelle Einstellung zum gesprochenen Wort sei, notwendige Informationen zu vermitteln; Stille und Innenschau würden Anzeichen für tiefes Nachdenken und Wahrheitssuche sein, während man mit Worten - möglicherweise auch besser ungesagte - Dinge offenbart und deshalb mit ihnen vorsichtig umgehen muss). 

Susan Cain hat Gespräche, Erfahrungen und Informationen im Wesentlichen abwechslungsreich und lebendig aufbereitet. Ich hatte teilweise das Gefühl, einen populärwissenschaftlichen Dokumentarfilm in Printform oder einen solchen Zeitungsartikel (in Serie). Die Art der Aufbereitung beinhaltet machmal aber auch z.B. Ausführungen der folgenden Art:  Sie war eine gut gekleidete Anwältin, die sich scheiden lassen wollte. Die Kleidungsfrage empfinde ich als überflüssiges Füllmaterial, die nichts mit dem Thema des Buches (und auch nicht mit der Scheidung und dem Problem der Frau) zu tun hat, und so habe ich manchmal die Augen gerollt. ;) 

Alles in allem fand ich das Sachbuch gut lesbar, interessant und informativ, wobei der Hauptaugenmerk aber auf den USA liegt.

Freitag, 31. Oktober 2014

Freitagsfüller

Da ist er, der


6a00d8341c709753ef01156f545708970c

Ein Klick auf die untenstehende Bild könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)



Montag, 27. Oktober 2014

für die Interessierten: noch einmal Printzugänge im Oktober








Blogger beschuldigen, die nächste Runde:
Dick Francis geht auf das gemeinsame Konto von Ariana u. der Winterkatze (Kommentarbereich)
"Öland" geht nur auf Winterkatzes Konto (Kommentarbereich) und
"Der viktorianische Vibrator" ist Kiya anzulasten.

Immer diese Verführungen *Händehochwirft*!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Herbstlesen by Winterkatze #14

Ich habe überlegt, ob sich dieser Post heute überhaupt lohnt, schließlich starte ich erst jetzt. Aber schließlich ist es der letzte Herbstlese-Tag 2014 der Winterkatze ..

Heute Vormittag habe ich mich ja mit Kolleginnen zum Frühstück getroffen, das eigentlich eher Brunch-Charakter hatte. Wir waren in einer urigen Pension, die Frühstücksbuffett anbietet und letzteres war vorwiegend deftig, gut bürgerlich, d.h. neben Rührei mit Speck (oh ja, das habe ich natürlich mitgenommen, meine Arterien wollen auch feiern) gab es u.a. Sülz- u. Blutwurst und Tartar. Aber es fanden sich auch einige Schnitt- und Camembertkäsesorten, etwas Obst, geräucherter Fisch und sogar Auberginen u. gefüllte Weinblätter (was leider beides so recht nichts für mich war) u. natürlich Süßes - zum Abschluss wurde eine Hühnersuppe gereicht, die neben Huhn auch Grießnocken und Maultauschen enthielt. Sie war lecker, hätte aber noch besser geschmeckt, wenn sie richtig heiß gewesen wäre. Das Frühstück war insgesamt gut und wir haben einen schönen entspannten Vormittag verbracht.


Vor dem Frühstück hatte ich zwar etwas in "Die Verlassenen" gelesen, sodass ich inzwischen bei ca. 70 % des ebooks bin, aber hauptsächlich habe ich mich durch meinen Feedreader gelesen und kommentiert. Gerade habe ich noch den Flurdienst erledigt und dabei etwas "Wuthering Hights" gehört (ich bin gerade an der Stelle von Nellys Erzählung, als Heathcliff nach dreijähriger Abwesenheit wieder auftaucht). An die Stimmlage und Sprechart der Sprecherin Emma Messenger habe ich mich inzwischen gewöhnt. Ich werde allerdings gleich in den Lesesessel wandern und mir sowohl "The Clocks" als auch "Die Verlassenen" hinlegen. Mal sehen, wozu ich greife. :)

Es ist dann doch statt Poirot noch einmal "Die Verlassenen" geworden, weil ich wissen wollte, wie Tom Perrotta die Geschichte zu einem Abschluss bringt. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Es las sich gut, keine Frage, aber ein emotionales Echo gab es bei mir nicht. Ich sage mal, es lief auf höfliches Interesse an dem Schicksal der Charaktere hinaus. Ich hatte bis zum Schluss auch das Gefühl, dass an der Geschichte etwas fehlt: bezüglich Nora, Laurie, einem Priester. Ich hatte auch erwartet, Details über wissenschaftliche Erforschung oder religiöse Anfeindungen, über die wirtschaftlichen Auswirkungen, möglicherweise auch Katastrophen, über die Politik innerstaatlich und global zu lesen, z.B. über Nachrichtensendungen, der Prolog und der eine Priester war mir da etwas zu wenig, die Kleinstadt dafür zu klein. Nun, das ist der Vorteil von Skoobe, ich konnte das Buch leihen und muss nicht ausgegebenes Geld bereuen. ;) Und außerdem hatte ich nette Lesegesellschaft - die erdet fast alles ;)



Ich muss mich noch mit der Winterzeit arrangieren - ich merke, dass es eigentlich schon neun ist und ich heute früh auch nach Sommer- und nicht nach Winterzeit aufgewacht und aufgestanden bin. Deswegen werd ich nachher mein Abendessen zu mir nehmen



und später noch etwas lesen - es wird dann endlich Poirot ;) -, aber diesen Beitrag nicht mehr aktualisieren. Dafür schaue ich noch bei Euch anderen Teilnehmern der Herbstlese-Aktion vorbei.

Liebe Winterkatze,
Du hattest eine großartige Idee Ende August und ich fand die gemeinsamen Herbstlese-Wochenenden im September und Oktober wunderbar. Sie waren für mich im Wesentlichen lesereich, sie waren anregend und voller Versuchungen (denen ich manchmal auch nicht widerstehen konnte), sie waren kommunikativ und entspannt. 
Danke!

Samstag, 25. Oktober 2014

Herbstlesen by Winterkatze #13

Hier ist es also, das letzte Herbstlese-Wochenende der Winterkatze in diesem Jahr. Es wird für mich ein paar kleinere (Wohnung, Flurdienst) und eine größere Unterbrechung (Frühstück mit meinen Kolleginnen morgen) haben, aber im Übrigen bin ich von Kopf bis Fuß auf Lesen eingestellt. Besonders, da ich in der Woche so gar nicht dazu gekommen bin. Hauptsächlich hatte das mit der Arbeit zu tun, einmal Überstunden bis halb acht und im Übrigen immer pünktlichen Feierabend, aber dafür war die Arbeit so intensiv, dass ich abends nur vor mich hin glubschte und z.B. die aufgenommenen Folgen "Orphan Black" schaute. Diese Serie ist ja spät abends am Dienstag auf ZDFNeo gestartet und es werden immer zwei Folgen auf deutsch ausgestrahlt. Ich kenne die erste Staffel auf englisch und es ist entspannend, die Teile jetzt auf deutsch sehen zu können. Wer die Serie noch nicht kennt - schaut Euch den Pilotfilm an und entscheidet selbst, ich finde die erste Staffel klasse, die Hauptdarstellerin ist sehr wandlungsfähig und im Übrigen mag ich Felix total gern. ;)

Aber genug vom TV.

Ich möchte an diesem Wochenende gern meinen aktuellen Poirot (The Clocks) beenden, mit dem ich ja auch unter der Woche nicht weitergekommen bin, und im Übrigen lasse ich mich etwas treiben. Auch zu was ich gleich greifen werde, ist mir noch nicht klar (auf englisch habe ich noch keine Lust), aber ich werde berichten. :) Erst einmal Frühstück:

Update 15.00 Uhr
Skoobe ist furchtbar! Sobald dort neue Bücher in den Katalog aufgenommen werden, MUSS ich sie durchsehen und ständig wächst dadurch meine dortige Merkliste. Heute Vormittag habe ich mir dort "Die Verlassenen" von Tom Perrotta aufgerufen und zu lesen begonnen. An einem Tag verschwinden urplötzlich ohne irgendeine Vorwarnung Millionen von Menschen; in dem Roman geht es darum, wie die Zurückgelassenen damit klar kommen. Ich habe inzwischen ca. 20 % des Romans gelesen und der Autor kreist bislang um die Geschichte von Laura und Kevin Garvey und ihren zwei Kindern - aus dieser Familie wurde zwar niemand "entrückt", aber dennoch sind sie alle mehr oder minder davon betroffen, was zu Verschwinden auf einer anderen Art und Weise führt. Das Buch wurde übrigens als Serie ("The Leftovers") adaptiert, die ich allerdings nicht kenne.

Gegen 13.00 Uhr habe ich das Buch dann aber weggelegt und bin ins Cafe gefahren, wo mir nach meinem Mittagessen dann B.J. Novak mit ein paar seiner Kurzgeschichten Gesellschaft geleistet hat. Dieses Mal konnte ich mit seinen Geschichten auch etwas anfangen, so erzählt z.B. ein Mann seine Seite der Geschichte mit dem Sexroboter, den er zurückgegeben hat, oder es wird eine pfiffige Version geschildert, wie man sich wirklich so gegenüber potentiell Beziehungsinteressierten darstellt, wie man wirklich ist (ein rotes T-Shirt spielt eine Rolle und taucht in einer anderen Kurzgeschichte auch wieder auf).

Jetzt werde ich erst einmal checken, ob die Heizung noch einen Anstupser meines Vermieters braucht (wie heute früh), da die Anlage unten trotz "Anforderung" von hier oben der Ansicht war, überhaupt keine Wärme in diese Wohnung schicken zu müssen. Mein Vermieter hat das mit dem "Testfahrknopf" gelöst, der von Schornsteinfegern offenbar beim Testen der Heizung aktiviert wird u. die Heizung sozusagen zwangsweise hochfährt. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Danach wurde es oben auch warm. Allerdings ist der Raum und die Heizung jetzt, nachdem ich 2 1/2 Stunden außer Haus war, nicht warm ...

Update 19.00 Uhr
Tja... Also der Vermieter war vor 2,5 Stunden oben, hat hier alle Thermostate aufgedreht um zu schauen, ob die Heizung unten anspringt und nach ca. 20 Minuten wurden auch alle Zuläufe heiß. Ob er den Turboknopf gedrückt hat oder nicht, weiß ich allerdings nicht. Als ich begonnen habe, diese Update zu schreiben, war die Heizung meinem Eindruck nach nur am Abkühlen statt intervallartig zwischendurch aufzuheizen, aber ich habe gerade festgestellt (Merlin thront auf der Heizung), dass der Zulauf wieder warm wird (die Heizung stand die ganze Zeit auf 5). Ich werde mir das morgen weiter anschauen. Aber: Da mein Frühstück mit den Kolleginnen am Arbeitsort stattfindet und sich im Büro mein alter Heizlüfter befindet (das Büro des Juniorchefs wird auch nie richtig warm), werde ich mir diesen morgen mitnehmen, just in case. Ggf. war nämlich einfach mein Vermieter so nett (er denkt ja durchaus mit) und hat abends noch einmal die Heizungsanlage gecheckt u. vielleicht Test-Turboknopf noch einmal gedrückt, um nach dem Wochenende eine Fachfirma zu kontaktieren. Ich werde es merken; die Heizzeit ist ja da und er ist wie ich an Werktagen am Arbeiten. Wenn ich also am Montag in der Mittagspause in eine ausgekühlte Wohnung komme ... ;) Positiv gedacht: Lieber jetzt als bei Minusgraden!

Ich habe "Die Verlassenen" weitergelesen und bin ca. in der Mitte angelangt. Hauptpersonen sind weiterhin die Mitglieder der Familie Garvey, auch wenn ein, zwei weitere Personen hinzukommen, die aber eine Verbindung zur Familie haben. Das Buch lässt mich an "Ein plötzlicher Todesfall" von J.K. Rowling denken, ging es dort weniger um den Todesfall an sich, geht es hier auch weniger um die Entrückten. Es ist das emotionale Feedback und das soziale Geflecht um den/die Verschwundenen herum, von dem berichtet wird. Der Roman liest sich für mich zügig weg und ich bin interessiert daran, wie es mit den Charakteren weitergeht und wie der Autor das Romanende gestaltet.

Inzwischen habe ich mein Abendessen gemacht, es gibt einen Apfel-Avocado-Salat mit Pinienkernen (die Avocado musste weg), nur mit Zitronensaft und Kürbiskernöl abgeschmeckt, dazu etwas Ziegencamembert und Brot. Ich mag die experimentelle Mischung, lach.

Nachher schaue ich noch bei Euch vorbei, lese noch etwas und werde mir dann wohl die aktuelle Doctor-Who-Folge der 8. Staffel anschauen. Diesen Post werde ich auch nicht mehr aktualisieren, sondern mich morgen nach meiner Frühstücksverabredung mit einem neuen Beitrag melden. Wir lesen uns! :)


 (Lesegesellschaft am Nachmittag)