Samstag, 31. Dezember 2011

Gutes neues Jahr! Happy new year! ¡Feliz Año Nuevo!

Das Jahr 2011 ging rasend schnell an mir vorbei und zu den Höhepunkten gehörten z.B. meine beiden zweiwöchigen Urlaube im März und im Oktober, die ereignisreich waren und mich liebe Menschen wiedersehen ließen. Ich habe mich gefreut, Sayuri häufiger sehen zu können und bin etwas traurig, dass ich meine Freundinnen in Baden-Würrtemberg, München und hier in NRW nicht bzw. kaum gesehen habe. Dafür durfte ich eine neue Bekanntschaft machen - aus Ostfriesland. Merlin und ich mussten in diesem Jahr lernen, wie man Dampfbäder für Katzen absolviert und im November ist jemand verstorben, den ich gemocht und geschätzt habe. Daneben war das Jahr geprägt von vielen Lesestunden, dem Schauen von Lieblingsserien, alten und neuen Blogprojekten ... und Überstunden.

Vorsätze für das neue Jahr? Braucht es dafür ein neues Jahr? Reicht nicht ein neuer Tag? Okay, rhetorisch:) Natürlich bietet der Neubeginn eines Jahres einen extra Anreiz. Vielleicht ist Pläne das bessere Wort. Ich würde nächstes Jahr gern die Ostsee wiedersehen, nachdem mich in diesem Jahr das Ostsee-Heimweh ganz schön erwischt hatte. Und - egal, wie egoistisch das klingt -: Ich will "mehr für mich". Ich möchte (noch) mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen, mehr Gelegenheit - und Antrieb-  haben z.B. für Spaziergänge, mehr Kochexperimente wagen (oh, ich werde übermütig *g*), einfach mehr Zeit haben; dummerweise liegt die Verwirklichung dieser Pläne nicht allein in meiner Hand ;) Aber ich werde versuchen, meine Pläne zu wirklichen.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und Start ins neue Jahr 2012,
für das ich Euch das Beste wünsche!

BuchSaiten Blogparade zum Jahresabschluss 2011


Katrin von Buchsaiten hat zum Jahresende hier (klick) wieder ihre Blogparade gestartet und noch bis zum 02.01.2012. 23.59 Uhr ist Mitmachen erwünscht :). Und hier sind die Fragen:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Wenn ich mir ein Buch neu kaufe oder leihe etc., dann ja nicht deshalb, weil ich mir "wenig" von ihm verspreche. Ich verspreche mir immer etwas von einem Buch, dass ich mir besorge, weshalb ich hier auch keinen Titel nennen kann.

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Da gibt es in der Tat ein paar Bücher, aber ich will nur zwei Beispiele nennen:

Besonders viel versprochen hatte ich mir z.B. von "Der japanische Verlobte" von Amelie Nothomb. Ich hatte soviel Positives über diese Autorin gehört und mir voller Vorfreunde dieses Buch besorgt, welches autobiographisch sein sollte. Die Protagonistin gibt dort einem jungen Japaner Sprachunterricht im Französischen, während er ihr die japanische Sprache nahebringt. Die Geschichte fand ich grundsätzlich weder inhaltlich noch sprachlich schlecht, aber ... meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Vielleicht lag es auch daran, dass ich nicht erkennen konnte, ob bzw. wann der Text ernsthaft war oder ironisch ... Autorin/Geschichte/Natira waren irgendwie nicht kompatibel, wie mir scheint. Eine Nachlese findet ihr in diesem Blog zu diesem Buch übrigens nicht ;)


Ein anderes Buch, von dem ich mir mehr erhofft hatte, war "Die Wette" von Steve Hely u.Vali Chandrasekaran, in der zwei Männer (Komiker!) ein Wettrennen um die Welt veranstalten - ohne Flugzeuge - und darüber schreiben. Ich empfand es lesbar, aber nicht besonders witzig, auch nicht überragend spannend oder unterhaltsam. Es hat einen Grund, warum es keine Nachlese in diesem Blog zu diesem Buch gibt ;)

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Da gibt es einige zu nennen, ich beschränke mich aber auf drei :)

Zum einen Peter Schwindt, der mich mit seiner Libri-Mortis- und mit seiner Morland-Reihe als Jugendbuchautor begeistert hat. Zu nennen ist als Jugendbuchautor auch Peter Abrahams mit den Echo-Falls-Romanen. Außerdem gehört hierher Siri Hustvedt, von der ich dieses Jahr erstmals zwei Romane gelesen habe. Ich empfand sie zwar etwas "schwergängig", wenn sie in ihren Romanen etwas wissenschaftlich wurde (Richtung Neurologie). Aber sie ist eine gute Beobachterin und ich fand ihre ruhigen und dennoch intensiven Beschreibungen der menschliche Psyche sehr reizvoll (und nein, Siri Hustvedt taucht noch nicht im Blog auf).


* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Lieblingscover? Puh. Ja, da fragst Du etwas, worauf ich keine Antwort habe. Wenn ich im Buchladen bin, schaue ich zwar auf die Cover und sie verleiten mich auch dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Aber das war es dann für mich auch meist mit dem Anschauen des Covers. Für die Gestalter/Zeichner ist das natürlich nicht so schön, dass ich ihre Arbeit so wenig beachte und würdige. Ich werde versuchen, mich zu bessern.


* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2012 lesen und warum?

Es wäre schön, wenn ich es schaffe, den 2. Teil über Johannes Cabal (Totenbeschwörer) und den 2. Teil über Flavia de Luce (Mord ist kein Kinderspiel) in 2012 zu lesen. Die beiden ersten Teile haben mir jeweils sehr gut gefallen und ich fasse es nicht, dass die beiden gerade genannten Bücher schon so lange in meinem TuB schlummern!

Und ich möchte endlich die privaten Leihgaben lesen :)

Was dagegen Neuerscheinungen im Jahr 2012 angeht bin ich  recht planlos und kann mich überraschen lassen. :)

I'm in english-Challenge: "Sense & Sensibility" byJane Austen, adapted by Nancy Butler & Sonni Liew to a Graphic Novel (Marvel)"

Ich habe eine Challenge dieses Jahr vollständig geschafft! :)

Jetzt aber erst ein liebes Dankeschön an die Winterkatze für die Leihgabe dieser Graphic Novel!

Worum es geht und Nachlese.
Jane Austen erzählt in ihrem Roman “Sense and Sensibility” (dt.: “Verstand und Gefühl”) die Geschichte der zwei Schwestern Elinor und Marianne Dashwood. Nachdem ihr Vater verstorben ist, geht das Erbe an dessen Sohn John aus seiner ersten Ehe gegangen, der alsbald das Anwesen übernimmt. Hier lernt die ruhig veranlagte und reflektierende Elinor Johns Schwager Edward Ferrars kennen und entwickelt Gefühle für diesen - und er anscheinend auch für sie. Das wird von der Familie Ferrars - natürlich - als unangemessen angesehen und besonders von Johns Frau Fanny torpediert. Letztlich verlassen Elinor und Marianne gemeinsam mit ihrer jungen Schwester und ihrer Mutter das frühere väterliche Anwesen und ziehen angesichts ihres nur noch mageren Einkommens in ein kleines Cottage auf dem Lande. Dort lernt die übersprudelnde und nichts zurückhaltende Marianne einen jungen lebenslustigen Mann von Stand kennen namens Willoughby. Sie kann ihre Wertschätzung für diesen nicht verbergen (will es aber auch nicht) und auch Willoughby scheint Mariannes Gesellschaft zu schätzen. Als Edward die Familie besucht, sieht Mrs. Dashwood ihre Töchter Elinor und Marianne schon gut verheiratet. Aber sowohl Edward als auch Willoughby sind nicht unabhängig …

Auch dieser Jane-Austen-Roman wurde wurde mehrfach verfilmt, u.a. von Ang Lee nach einem Drehbuch von Emma Thompson (Oscar 1996, herrliche Dankesrede von Emma Thompson). Die letzte BBC-Verfilmung mit Hattie Morahan als Elinor und Charity Wakefield als Marianne aus dem Jahr 2008 steht hier schon bei mir und wartet darauf, angesehen zu werden. Inzwischen gibt es übrigens wie zu “Stolz und Vorurteil” auch zu diesem Jane-Austen-Buch einen sogenannten Mash-Up-Roman “Sense and Sensibility and Sea Monsters” Letzteren habe ich bislang nicht gelesen, ich weiß nicht, was die Sea Monster in diesem Mash Up suchen - und will es auch nicht wissen,Vorurteile hin und her ;). Erwähnen will ich aber auf jeden Fall noch die im Argon-Verlag erschienene vollständige Lesung von "Verstand und Gefühl" -erneut wundervoll gelesen von Eva Mattes.

Im Gegensatz zu “Stolz und Vorurteil” habe ich “Verstand und Gefühl” schon längere Zeit nicht mehr gelesen bzw. gehört. Was die Nachlese zu dieser Graphic Novel angeht, so ergeben sich daraus Vor- und Nachteile. Einerseits sind mir ein paar Dinge in der Graphic Novel aufgefallen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie richtig in Erinnerung habe. Andererseits kann ich so vielleicht für einen "Nichtkenner" des Werkes das “Gesamtbild” der Adaption eher beurteilen, weil ich mich nicht so auf die Buchdetails konzentriere(n kann).

Nachdem “Pride and Prejudice” in dieser Form von Marvel erfolgreich auf den Markt gebracht wurde, wurde Nancy Butler auch für “Sense und Sensibility” mit der Anpassung der Austenschen Prosa beauftragt. Sie führt im Vorwort aus, dass dieser Roman mehr Reflektion und Beschreibung denn Aktivitäten enthält und von ihr daher nicht nur Kürzungen vorzunehmen waren. Vielmehr habe sie auch Texte anderen Personen zugeordnet oder neu gefasst. Nach Lektüre der Graphic Novel denke ich, dass das überwiegend gut funktioniert.

Wie bereits gesagt, sind mir einige Szenen aufgefallen. Wenn ich mich recht erinnere, spekuliert z.B. Elinor im Roman nicht über die Abläufe in Plymouth - ich hoffe, diese vage Andeutung reicht für die Kenner des Romans, ich wollte nicht spoilern :) - , sondern sie werden ihr von Edward dargelegt - und das passiert auch viel später im Roman als in der Graphic Novel. Auch scheinen einige von Mrs. Dashwoods Erklärungen gegenüber Fanny in der Graphic Novel nicht aus dem Roman zu stammen. Ich mag mich falsch erinnern, aber die Roman-Mrs. Dashwood habe ich nicht als eine Frau in Erinnerung, die beinahe “frank und frei” ihre Meinung kundtut. Auch gewisse Szenen mit Mariannes anderem Verehrer Colonel Brandon scheinen nicht nur gestrafft, sondern auch zeitlich verlagert worden zu sein.

Colonel Brandons Angebot in London z.B. wird nicht, wie im Roman, erzählt. In der Graphic Novel wird die neugierige Londoner Gastgeberin Mrs. Jennings “mit spitzen Ohren” gezeigt während im Hintergrund das Gespräch mit Colonel Brandon stattfindet und nur drei, vier Textfragmente wie Neumöblierung etc. auftauchen. Kurz darauf wird in einem weiteren Gespräch dann deutlich, worum es geht. Ich finde das eine kreative und sehr schön funktionierende Lösung.

Die Zeichnungen von Sonny Liew mag ich im Großen und Ganzen. Zwar ging mir häufig durch den Kopf “Makrokopf auf Mikrokörper”, aber das ist halt der Zeichenstil. Die Charaktere sind individuell und haben - innerhalb der Graphic Novel - Wiedererkennungswert. Auch werden durch kleine Details die Gemütszustände schön übermittelt: ein paar Schweißtropfen hier, ein paar Gewitterwölkchen dort, ein hochfahrendes Erschrecken. Für mich wirkten die Figuren trotz dieses “Leichtigkeit” vermittelnden Touches aber nicht lächerlich. Ähnlich wie bei “Makrokopf” sah ich diese Details als persönlichen Stil des Zeichners.

Diese Adaption von “Sense and Sensibility” in die Form einer Graphic Novel gefällt mir, und zwar deutlich besser als diejenige von “Pride and Prejudice”.

Ein Grund für mich ist, dass sich Verstand und Gefühl” stärker auf zwei Hauptcharaktere konzentriert. Die Geschichte ist zeitlich und örtlich immer bei Elinor und Marianne. Diese beiden Charaktere werden nie länger als ein paar Stunden voneinander getrennt, wenn ich den Roman richtig erinnere. So ist es kein Wunder, dass auch in der Graphic Novel trotz Auftreten von Edward, Willoughby, der Familie etc., regelmäßig beide Hauptcharaktere präsent sind und sich die Geschichte - mag sie auch gekürzt und angepasst sein - auf sie konzentrieren kann. Wenngleich einige Züge der Romancharaktere (zwangsläufig) nicht so stark herauskommen oder vom Roman verschieden sind (wie gesagt, ich bin mir da nicht ganz sicher), so scheint mir das Wesentliche des Romans aber eingefangen und transportiert.

In dem Roman “Stolz und Vorurteil” kommt es dagegen zu längeren Trennungen der Charaktere (Jane und Elizabeth, Elizabeth und Charlotte, Jane und Bingley, Elizabeth und Darcy etc.) und dadurch auch zu aufgesplitteten Handlungssträngen und Vorkommnissen. Bei der Adaption dieses Romans als Graphic Novels habe ich bekanntlich einige Details vermisst, die für mich das Wesen der Geschichte ausmachen bzw. mittragen (klick).

Ein weiterer Grund ist sicherlich, dass mir der Roman “Stolz und Vorurteil” bei Lektüre der Graphic-Novel viel präsenter war als die Romanversion von “Verstand und Gefühl”.

Und vielleicht war ich auch bei "Stolz und Vorurteil" pingeliger, weil mir dieser Roman noch ein kleinen bisschen näher am Herzen liegt als "Verstand und Gefühl" ;)

Anmerkung:
Was mir durch diese Graphic Novel gerade in Bewusstsein gerückt ist: Willoughby wird mit Nachnamen angesprochen, Colonel Brandon auch. Edward Ferrars wird jedoch mit Vornamen von den Damen Dashwood genannt und auch direkt angesprochen und nicht etwa mit "Ferrars" oder "Mr. Ferrars". Edward ist zwar ein Schwager und somit irgendwie auch "Familie" und es gibt noch einen Bruder. Aber: In "Stolz und Vorurteil" spricht Mrs. Bennet ihren Ehemann z.B. mit Mr. Bennet an und in "Emma" sagt die Protagonistin zu ihrem Schwager (der einen Bruder hat) "Mr. Knightley".

Jetzt frage ich mich gerade, ob Jane Austen bewusst von Anfang an Edward verwandt hat, um ihre Leser auf "Nähe" aufmerksam zu machen (das wäre damals ja dann doch irgendwie ein Spoiler gewesen, oder?) oder ob ihr das bei der Umarbeitung vom Brief- und Prosaroman "einfach" untergegangen ist? Was denkt ihr?

Dienstag, 27. Dezember 2011

Projekt 52-2011: Zitate

Das Projektjahr 2011 endet und das letzte Thema dieses Jahres lautet "Zitate".

Zitate, Urheberrechte und deren Verletzung, Vervielfältigungen, Plagiatsvorwürfe ... irgendwie ständig Thema in diesem Jahr. Im Großen wie im Kleinen. 


Ein Klick mit der rechten Maustaste und das Öffnen im neuen Tab könnte insgesamt dem Foto noch mehr Größe verleihen :)

Montag, 26. Dezember 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 08 - Weihnachten

Das Thema der Woche 23.12. bis 30.12.2011 von Fellmonsterchens Projekt 52 Bücher lautet Weihnachten. Überraschung! :)

Ich habe vor zwei Jahren in der Adventszeit "Der Weihnachtshund" von Daniel Glatthauer gelesen. Weihnachten kommt also im Titel vor und es war ... ganz nett. Dieses Jahr habe ich eine Kurzgeschichte von Daniel Glatthauer gelesen "Gebrauchsanleitung für Weihnachten", in der es auf knapp 30 Seiten zum einen darum geht, worauf man beim Singen von Weihnachtsliedern achten sollte und, wie man mit offenbar unvermeidlichem Streit bzw. Krisen um die Weihnachtszeit umgeht. "Meins" war es in dem Sinne nicht, dass es - wie schon "Der Weihnachtshund" - nicht meinen Humor getroffen hat. Nun, diese Kurzgeschichte war ein kostenloser Adventsdownload bei ciando.com und so habe ich für sie kein Geld ausgegeben ;)

Weihnachten stöbere ich gerne in den regelmäßig unter dem Weihnachtsbaum liegenden Buchgeschenken. In diesem Jahr habe ich - angeregt durch dieses Projekt und besonders durch Roland und Aga80 - etliche Bücher meiner Kind- und Jugendzeit zum Weihnachtsfest geordert.


Und inzwischen habe ich  auch
- Alexei Tolstois "Pinocchio-Version" gelesen (nämlich: "Burattion oder das goldene Schlüsselchen", die sich in einigen Episoden vom Original-Pinocchio unterscheidet),
- Benno Pludras "Reise nach Sundevit" mit dem lieben Timm, der so gerne mit der Kindergruppe nach Kap Sundevit fahren würde, und wunderschönen Illustrationen sowie
- Arkadi Gaidars "Timur und sein Trupp", in der die 13jährige Shenja die hilfsbereite Gruppe um Timur "entdeckt" (mir Shenja heute aber eher wie eine 11-12jährige, denn 13jährige erscheint ;) )
wiedergelesen. Ich freue mich auch auf "Käuzchenkuhle" von Horst Beseler, "Der Samenbankraub" und "Wer stiehlt schon Unterschenkel", jeweils von Gert Prokop und die - mir allerdings noch unbekannten - Bücher "Tambari" von Benno Pludra und "Detektiv Pinky" von Gert Prokop.

Irgendwann an den Weihnachtstagen greife ich immer zu den Fotoalben und blättere darin, schaue mir Kinderfotos von mir und meinen Geschwistern an, meine Eltern im Garten oder am Strand, Weihnachtsfotos... Gleich neben den Fotoalben liegt bei mir im Regal ein Stapel Mosaikhefte, die ich von meinem Bruder geerbt habe. Sie sind nicht alle fortlaufend, teils Digedags, teils Abrafaxe, und zum größten Teils in deprimierendem Zustand. Aber Waggy, der sehr neugierig war, hat aufgepasst, dass sie nicht weiter  kaputt gehen :)


Waggy liest übrigens gerade im Mosaik-Heft Nr. 219 "In den Türmen des Schweigens" aus der Orient-Reihe mit den Digedags, Urheberrecht zu diesem Heft: künstl. Leitung: Hannes Hegen, Texte: Lothar Dräger, Figurinen: Edith Hegenbarth,Zeichnungen: Hannes Hegen, Horst Boche, Egon Reitzl, Lona Rietschel, Gisela Zimmermann, Heidi Sott,Kolorierung: Joachim Arfert, Ingrid Behm, Brigitte Lehmann, Ullrich Stephans, Irmtraut Winkler-Wittig, wobei diese Angaben auf dieser Seite der Mosapedia (lick, Version 17.09.11,23.22 Uhr) beruhen, auf der es noch weitere Informationen zu diesem Heft gibt!

Jahresendaktionen Apple und Kindle

Wie schon letztes Jahr gibt es bis zum 06.01.2012 von Apple täglich einen kostenlosen Download. Nur ... ich weiß nicht, wie es ohne Apple-Gerät funktioniert. Ich erinnere mich, dass ich letztes Jahr über meinen iTunes-Account (auch unter Windows) direkt auf die Sachen zugreifen und laden konnte. Dieses Jahr habe ich bislang nur die Apple-App 12-Tage gefunden. In den Bewertungen zu dieser App steht, dass man - wenn sie auf den älteren OS-Systemen nicht laufen sollte - AppsFire laden soll, da dann auch die 12-Tage-Geschenke-App dort laufen würde. Ich habe das nicht ausprobiert, die Angaben sind von mir ohne Gewähr ;)

Abgesehen von Apple hat Amazon ebenfalls bis zum 06.01.2012 eine deutsche-Kindle-Aktion laufen (Kindle-Gratis-Tage: klick). Jeden Tag wird von Amazon ein deutsches Buch kostenfrei zum Download angeboten, einen Amazon-Account muss man allerdings haben ;)

Die Aktion mit den preisreduzierten englischen kindle-Büchern läuft übrigens noch bis zum 31.12.2011 (klick).

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohes Fest!

Ich wünsche Euch eine friedliche und besinnliche Weihnachtszeit!


Und Geschenke :)

 
Zu Weihnachten habe ich meiner Nostalgie nachgegeben und mir einen Schwung Bücher meiner Kinder- und Jugendzeit geordert, u.a. von Gert Prokop und Benno Pludra. Die MuMs haben ja die angekündigten Baldrianmäuse bekommen, die ich allerdings nicht unter den Baum legen konnte - noch während ich sie aus der Verpackung nahm, kletterten Merlin und Marlowe beinahe an mir hoch :)



Freitag, 23. Dezember 2011

Freitagsfüller by Barbara

Mein Tannenbaum ist dieses Jahr in Lila und Gold - lamettafrei - geschmückt und ich genieße seinen Anblick schon fast eine Woche. Ich liebe die geschmückten Bäume zur Weihnachtszeit und das wunderschöne warme gelbe Licht. Nichts gegen LED grundsätzlich, aber die bläuliche Lichtabgabe gefällt mir einfach nicht. Inzwischen geht es ja auch anders ;)

Morgen, Kinder, wirds was geben ....
Heute aber erst noch einmal den


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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Inside7 by Annelie

Nach gefühlten und tatsächlichen Ewigkeiten :)



Hunde... mag ich auch, unsere Familie hatte früher eine Terrier-Spitz-Mischlingshündin namens Nelly.

Glühwein... ja ... aber ein Glas reicht mir meistens davon. Heißen Met mag ich lieber :) 

einen Christbaum...  Ich habe einen geschmückten Tannenbaum, der steht auch schon seit dem 4. Advent. Ist das ein Christbaum, auch wenn man Atheist ist? Feiere ich Weihnachten? Egal! :)

ein Weihnachtsmenue... gibt es bei mir ebenso wenig wie ein "traditionelles" Weihnachtsessen. Ich überlege, ob ich dieses Jahr eine Soljanka ansetze. Leider hat meine Mutter das Rezept nie aufgeschrieben und ich kann nicht mehr nachfragen. Es wäre also kreativ-experimentell ;)

Weihnachtseinkäufer... Nahrungsmittelmäßig? Das werde ich wohl Donnerstag oder Freitag erledigen und dieses Mal nicht am Samstag. ;) Geschenkemäßig habe ich Aufmerksamkeiten bereits besorgt und die Geschenke für die MuMs und für mich sind auch da bzw. geordert :D

nicht vergessen... sollte ich, falls ich Soljanka ala Mutti ansetze, Kassler und Letscho (z.B. Gewürzgurken habe schon im Haus *g*).

genascht... Hör mir auf *lach*!

Montag, 19. Dezember 2011

Projekt 52-2011: Funkelwunder

Ohne viele Worte: Mein privates diesjähriges Funkelwunder :)



Okay, doch noch ein paar Worte:
Als ich meinen Weihnachtsbaum am Wochenende geschmückt habe, gab es Live-Weihnachtsmusik für mich :) Meine direkten Nachbarn haben nämlich am vergangenen Samstagabend eine Adventsgrillfete o.ä. draußen veranstaltet, bei der verschiedene Weihnachtslieder gesungen, geflötet und trompetet wurden. Teilweise war es echt schräg - aber trotzdem schön und der Weihnachtsstimmung sehr zuträglich. Und ein bisschen mitgesummt bzw. mitgesungen habe ich auch :)

für Saris Projekt 

Sonntag, 18. Dezember 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 07 - Kochbücher (alternativ: Handbücher)

Das Thema erinnerte mich an eine Episode mit meinem früheren DVD-Festplatten-Recorder (und es sind ja nicht nur gebundene Bücher erlaubt *g*):  Als ich das Gerät kaufte, war kein Handbuch, aber eine Kurzanleitung dabei, aus der sich ergab, wie man das Teil anschloss und wie u.a. der Suchlauf im - automatisch gestarteten Setup - durchgeführt wird. Im Grunde hätte man diese Anleitung nicht wirklich gebraucht, falls man vorher schon einmal einen Videorecorder erfolgreich bedient und programmiert hatte. Die Menuführung war recht intuitiv. Aber: Irgendwann wollte ich aus einem der auf Festplatte gespeicherten Filme  die Werbung herausschneiden  und da half weder die Intuition noch die Kurzanleitung. Also machte ich mich auf in die unendlichen Weiten des Internets, um eine Anleitung/das vollständige Handbuch zu finden... Dabei habe ich dann erfahren, dass der Hersteller gar nicht mehr online präsent war. Irgendwann fand ich auf einer englischseitigen Forumseite ein pdf-Dokument und konnte die - im Verhältnis zum Rest -unglaublich komplizierte Reihenfolge zum Löschen einzelner Passagen einer Datei auf der Festplatte nachlesen. Das Gerät habe ich übrigens nicht mehr ;)

Lustig, wenn auch keine Handbücher im eigentlichen Sinne, sind Aufbauanleitungen für Möbelstücke. Seltsamerweise bleibt bei solchen Aufbauten auch gern was übrig, obwohl genau so viele Teile in den eingeschweißten Tüten enthalten sind wie in den Aufbauanleitungen angegeben. Keine Ahnung, warum das so ist. ;) Jedenfalls habe ich etliche Möbelstücke meiner Wohnung, Sidebords, Bücherturm, Schrank, massiver deckenhoher Katzenkratzbaum allein zusammengeschraubt. Und dann war da noch das Gästesofa. Damals war mein Vater bei mir zu Besuch - und natürlich anwesend, als das Teil aufgebaut werden sollte. Allerdings war er der Meinung, dass Aufbauanleitungen nicht wichtig sind. Warum sollte ein gestandener Mann von über 80 Jahren, der Zeit seines Lebens alle möglichen und unmöglichen Arbeiten in und am Haus, Garten und sonstwo vorgenommen hatte, auch eine Aufbauanleitung brauchen für ein Ausklapp-Sofa eines großen schwedischen Möbelunternehmen? Es war eine gleichermaßen frustrierende wie amüsante Episode die damit endete, dass mein Vater einen Spaziergang machte und ich mich allein ums Sofa kümmerte. ;) Dafür hatte mir mein Vater viele andere Dinge gezeigt, u.a. wie man tapeziert - sonst hätte ich mir dafür ein Heimwerker-Handbuch kaufen müssen :)

So ganz ohne Buch will ich aber auch diesen Post für Fellmonsterchen Projekt nicht online gehen lassen. Es handelt sich um "Einführung in die Ikonographie" von Roelof van Straten und ich sehe es durchaus als eine Art Handbuch. hm.Hm, es ist schon interessant, wie sich manche Dinge entwickeln. Vor Jahren habe ich von Tracy Chevalier "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" gelesen, was mein Interesse an dem Maler Johannes Vermeer (1632-1675) weckte. In diesem Zusammenhang wollte ich auch mehr darüber wissen, was die Gemälde (u.a.) der damaligen Zeit neben dem Offensichtlichen noch beinhalten, den Subtext sozusagen. Ich habe mich dann für die eingangs erwähnte Einführung von van Straten entschieden und es ist auch nur das: eine Einführung. Der Autor definiert die grundlegenden Begriffe (Ikonographie, Allegorie, Symbol etc.) und geht auf die drei Phasen der Ikonographie ein -
1) Aufzählen, was dargestellt ist
2) Feststellen des Themas und
3) ikonographische Interpretation -,
die er anhand von ausgewählten Beispielbildern weiter erläutert. Eigentliche Definitionen bestimmter ikonographischer Objekte erfolgen nicht, nur im Rahmen der Beispielerläuterungen wird auf Objekte und den historischen Bezug eingegangen, was aber in einer Einführung auch nicht anders erwartet werden kann. Besonders weil eine ganze Liste an weiterführender Literatur enthalten ist.

Oh, und falls Ihr Euch fragt, was mit Waggy ist:
Waggy hat zusammen mit Poe in meinem Rezeptbuch gelesen *Natira summt "In der Weihnachtsbäckerei  (Text klick)*. War recht lustig mit den beiden - und die Gewürzplätzchen schmecken :)

Freitag, 16. Dezember 2011

Freitagsfüller by Barbara

Das 4. Adventswochenende naht. Wahnsinn oder?! Heute morgen ging mir jedenfalls das Lied "Bald nun ist Weihnachtszeit" durch den Kopf. Darf es inzwischen ja auch, wenn auch das herbstliche Wetter weniger Weihnachtsgefühle aufkommen lässt :). Bevor es aber mit der Arbeit weitergeht, fix zum

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Projekt 52-2011: Alles in Weiss!

Alles in weiß! Wirklich?


 Das wäre doch langweilig, wie Marlowe meint :)

für Saris Projekt 

Montag, 12. Dezember 2011

Amazon-Kindle-Aktion bis 31.12.11 (Gerät oder App)

Wie ich gerade gesehen habe, startet Amazon heute bis zum Jahresende eine Aktion, und zwar den "Kindle-Deal des Tages".

Jeden Tag kann ein englisches Ebook im Kindle-Format bei Amazon deutlich preisreduziert erworben werden. Heute kann man das englische Buch "The Eagle of the Ninth" von Rosemary Sutcliff im Kindle-Format zum Preis von 0,99 EUR erwerben. In diesem Roman soll es um die 9. römische Legion gehen, die in Großbritannien einfach verschwunden ist ...

Mal sehen, was uns Amazon sonst noch bietet bis zum Jahresende. :)

Sonntag, 11. Dezember 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 06 - Magisches

Ich habe bei Fellmonsterchen (klick) bereits im Kommentar gesagt, dass ich zuerst an Magie -Götter - Prometheus (das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe) dachte. Interessanterweise war auch Waggy göttlich gefesselt:

Er hatte sich in die Graphic Novel "Präludien und Notturni" von Neil Gaimon vertieft. In diesem ersten Band kann sich der "Sandman" - also Morpheus (auch: Gott des Schlafes) - aus seiner 70jährigen Gefangenschaft befreien und nimmt sein Reich wieder in Besitz. Waggy hatte es sich richtig bequem gemacht und war ganz versunken in das düster-magische Traumreich des Sandmans - er hat überhaupt nicht reagiert, als ich ihn ansprach und Merlin warf mir anlässlich meiner Lautmeldung einen vorwurfsvollen Blick zu, bevor er Waggy weiter den Rücken wärmte.


Und ja, ich kann das verstehen: Ich mag die Reihe auch (etwas zu Bd. 3 hier , zu Bd. 4 hier oder Bd. 5 hier) und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich sie wieder bzw. weiter lese.

Offenbar hatte sich Waggy zunächst nicht entscheiden können, was er lesen möchte, denn neben ihm fand ich die märchenhaft-magische Graphic-Novel "Fabels: Legenden im Exil" von Bill Willingham (klick), außerdem den magischen Serienbeginn zum Dunklen-Turm-Zyklus: "Schwarz" von Stephen King (z.B. klick hier oder hier) und die magische Geschichte der "Hüterin der Gewürze" von Chitra Banerjee Divakaruni. Waggys Auswahl war wirklich nicht schlecht :)

Projekt 52-2011: Kitsch

Also in der Advents- und Weihnachtszeit ist meine Toleranzgrenze für Kitsch hoch. Aber dieser Baumschmuck nahm mir doch etwas den Atem ;)



für Saris Projekt

Freitag, 9. Dezember 2011

Freitagsfüller by Barbara

Huch ... Freitag?! Okay, dann ist es Zeit für den


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Sonntag, 4. Dezember 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 05 - Russische (und was so drumherum liegt) Literatur

Neue Woche - neues Thema bei Fellmonsterchens Projekt.

Russische Literatur.
Hm.
"Die Russen (russisch Русские, historische deutsche Namen auch Großrussen, Reußen, Moskowiter) sind ein ostslawisches Volk mit etwa 137 Millionen Angehörigen, davon ca. 115 Millionen in Russland, etwa 17 Millionen in den anderen Folgestaaten der Sowjetunion und etwa sechs Millionen in weiteren Staaten. Sie bilden die größte ethnische Gruppe in Europa. Die nationale Sprache der Russen ist Russisch, die vorherrschende und traditionelle Religion ist das russisch-orthodoxe Christentum"
(Quelle: Seite „Russen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Dezember 2011, 09:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Russen&oldid=96720409 (Abgerufen: 4. Dezember 2011, 13:50 UTC)) 

Wie gut, dass das Fellmonsterchen auch "drumherum liegend" erlaubt hat. Denn als erstes denke ich an meine Kinder- und Schulzeit. Und die damals "sowjetisch" genannte Literatur ist ja nicht unbedingt gleichbedeutend mit "russisch".


Tschingis Aitmatov z.B. war ein kirgisischer Autor. "Dshamilja" (klick), von Raven bereits kommentarmäßig im vorstehend Post des Fellmonsterchens erwähnt, ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich erstmals pflichtgemäß in der Schule gelesen habe und seither immer wieder lese. Auch "Der erste Lehrer" (klick) hat mir gefallen und ich bin sicher, es gibt noch mehr Romane/Erzählungen von Aitmatov für mich zu entdecken.


Ein anderes Buch aus meiner Schul- und Kinderzeit stammt von Arkadi Gaidar, ein gebürtiger Ukrainer das Buch heißt "Timur und sein Trupp". Ich habe es seit Jahrzehnten *hüstel* nicht mehr gelesen, erinnere mich aber daran, dass ich es liebte. Nostalgisch verklärte Rückblende? Ich denke nicht, jedenfalls nicht nur. Zwar ist der Protagonist Timur, wenn ich mich recht erinnere, mit Partisanen verbunden und es mag auch Klassenkampf thematisiert oder während der Schullektüre interpretiert worden sein. Aber im Übrigen ging es um ein Mädchen, dass neu in Timurs Dorf kommt und die verborgenen Aktivitäten Timurs und seiner Gruppe entdeckt; es um Freundschaft und Hilfsbereitschaft und das sind Themen, die einfach überdauern. 


Und natürlich kann ich bei diesem Thema (mal wieder *g*) Alexander Wolkow nicht unerwähnt lassen, den Autor der von mir geschätzten "Zauberland-Reihe" (jedenfalls der ersten 6 Bände). Alexander Wolkow wurde übrigens im heutigen Kasachstan geboren - Aga80 und Roland sind diese Bücher- Wolkow bzw. Gaidar - auch vertraut ;) -.  

Eindeutig ein russischer Autor eines meiner Kinderbücher, das ich heiß und innig geliebt habe, immer noch liebe und welches ich mir letztes Jahr nachgekauft habe, ist Wladimir Sutejw, geboren in Moskau, Autor von "Lustige Geschichten" (klick).


Auch wenn es mal wieder so aussieht, als könnte ich meine virtuelle Tinte nicht halten (was ich ja offenbar nicht kann):  Es gibt nicht nur Kinder- und Schulbücher (wobei ich z.B. auch an Michail Scholochows "Menschenschicksal" und "Neuland unterm Pflug" und "Der stille Don" oder an Maxim Gorkis "Die Mutter"  und -warumauchimmer- Wladimir Majakowski (Georgien) denke), an die ich mich erinnere bzw. die mir in den Sinn kommen:


Ein Buch wandert bei mir nämlich schon seit Jahre immer wieder zwischen Lesesessel und Regal hin und her, allerdings nicht, weil ich es ständig lese, sondern weil ich es immer wieder versuche zu lesen. Nach 60 - 80 Seiten lege ich es regelmäßig wieder weg und denke mir "ein anderes Mal, nicht jetzt". Die Rede ist von "Lushins Verteidigung" von Vladimir Nabokov, seines Zeichens in Russland geborener (und ein sicherlich nicht unbekannter) Schriftsteller. Vor gefühlten Ewigkeiten habe ich von ihm "Das wahre Leben des Sebastian Knight" gelesen und mir daraufhin "Lushins Verteidigung" zugelegt. An Sebastian Knight habe ich keine wirkliche Erinnerung mehr, aber da ich mir ein weiteres Buch von Nabokov gekauft habe, muss der anderen Roman ja etwas in mir angesprochen haben ;) Dennoch, mit dem Schach- und Lebensroman komme ich einfach nicht weiter. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr einen neuen Anlauf wagen - zumal aktuell ja gerade Waggy seine Lektüre startet. Er hat mich nach einem Schachspiel gefragt *kramt und murmelt, dass sie irgendwo noch eines haben müsste*




Aber *kramt immer noch* - "neuer Versuch Lushin" bringt mich auch auf etwas anderes: Wiederlesen!
Ich sollte mal wieder in "Über das Leben und andere Kleinigkeiten" oder "Der Alte Mann und Mr. Smith" schmökern. Beide Bücher habe ich bestimmt schon 3 oder 4 Jahre nicht mehr in der Hand gehabt, aber ich erinnere mich an genaue Beobachtungen und warmherzig humorvolle aber auch satirisch spöttische Beschreibungen der Menschen und des Lebens. Autor ist der Kosmopolit mit u.a. auch russischen Wurzeln, wenngleich er nur - jedenfalls nach eigener Aussage - in Russland gezeugt wurde. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das als Qualifikation reicht, oder? :) Die Rede ist natürlich von dem Weltbürger Sir Peter Ustinov, der stolz darauf war, verschiedenen Ethnien anzugehören, gegen Vorurteile kämpfte und dafür plädierte, unsere Unterschiede zu akzeptieren und als Bereicherung anzunehmen. ...Also eigentlich könnte ich mir auch was Neues von Sir Peter Ustinov gönnen, zu Weihnachten oder so....hm...*stöbert abgelenkt vom Schachspielsuchen jetzt bei online nach Ustinov-Büchern*

Freitag, 2. Dezember 2011

Freitagsfüller by Barbara

Die Woche ging rasant vorbei, mal wieder. Auf Arbeit habe ich Windmühlkampf-Gefühle - kaum ist der Stapel Akten neben mir um 5 Stück geschrumpft, liegen die nächsten 5 schon wieder neben mir *sich die Augen reibt*. Nun, das Wochenende naht ;)  Und damit ist es Zeit für den

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Online-Advents-Aktionen

kurz zwischendurch

Über die Adventszeit gibt es immer wieder besondere Angebote, freie Vollversionen-Downloads, Gewinnspiele bei online, virtuelle Überraschungen die man braucht oder auch nicht :)  Ein paar habe ich gefunden und Ihr findet die Links über die Advenszeit ganz oben in meiner Sidebar --->

Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!

ps
Sorry btw, dass ich mal wieder kommentarmäßig so still bin.Ich packe derzeit mal wieder gerade das Posting im eigenen Blog *wirft einen Blick auf die Uhr und merkt, dass sie sich jetzt auf den Weg ins Büro machen muss -seufz-*

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Projekt 52-2011: Eine gute Tat

Gestern habe ich zwei Salzbrezeln gekauft, deren Kaufpreis zu 100 % gespendet wird, heute habe ich beim Einkauf zwei Lose bezahlt, deren Erlös ebenfalls gespendet wird. Beweisfotos habe ich nicht ...

ABER Poe und ich haben heute auch ein armes Eis aus seiner furchtbaren Umgebung ohne wirklichen Platz und mit grellem Licht befreit und für diese gute Tat habe ich auch einen Beweis:


Das ist übrigens eine von den guten Taten, die nicht ungestraft bleibt *blickt auf die Waage* :)

für Saris Projekt

Dienstag, 29. November 2011

Buch-Umzug mit Umwegen :)

Schon seit vier Tagen wollte ich erzählen, dass ich Glück hatte. Die Bibliophilin hatte nämlich auf ihrem Blog Bücher eingestellt, die sie wegen Umzuges gegen Umzugsspende abgeben wollte. Und ich habe nicht nur vier Bücher meiner Wunschliste dort entdeckt, sondern war auch schnell genug, um sie zu bekommen. Die liebe Bibliophilin hat die Bücher auch nach Umzugsspende liebevoll verpackt, damit den Bücher auf deren Umzug kein Leid geschieht, und losgeschickt.

Und ich wunderte mich, wo sie blieben. Hatten sie zwischendurch eine Rast eingelegt oder - schlimmer noch - waren auf dem Weg zu mir falsch abgebogen? Das waren sie übrigens wirklich, weil ich Dummerchen eine falsche Hausnummer angegeben hatte. Hermes hatte bereits drei Zustellungsversuche (an die falschen Adresse), beginnend am 21.11.2011, absolviert, bevor ich meinen Fehler bemerkte. Ich schimpfe ja auch so manches Mal über den geflügelten Boten, aber dieses Mal will ich ihn loben: Ich habe am Mittwoch, 23.11.2011, die Servicestelle angerufen und dort erfahren, dass das Paket eigentlich auf den Weg zurück zum Absender sei, aber man versuche es umzuleiten. Und am Donnerstag, 24.11.2011, war es da :)

Und bevor ich es vergesse ;): Hier sind die vier umgezogenen Bücher, die in einem hervorragenden Zustand eingetroffen sind:

Sonntag, 27. November 2011

I'm in english-Challenge: "Pride & Prejudice byJane Austen, adapted by Nancy Butler & Hugo Petrus to a Graphic Novel (Marvel)"

Erst einmal ganz herzlichen Dank an die Winterkatze, die so lieb war, mir diese "Pride and Prejudice" Version auszuleihen!

So schaut sie aus:

Worum es geht und Nachlese:
Ich habe den Roman "Pride and Prejudice" in diesem Jahr bereits für diese English-Challenge gelesen (klick). Und vorher (nicht zum ersten Mal) auf deutsch (klick) . In welcher Version auch immer die Geschichte präsentiert wird, es geht um zwei Menschen, die sich als charakterlich gefestigt ansehen, und u.a. voneinander lernen, dass sie halt nicht ihrem eigenen Ideal entsprechen. Um mich selbst zu zitieren: Elizabeth und Darcy müssen jeweils einen Erkenntnisprozess durchlaufen, um den anderen nicht nur wertzuschätzen, sondern ihn bzw. sie zu verstehen und sich selbst zu ändern. Dabei geht es nicht nur um das eigene Glück, sondern auch das Leben der Familie und Freunde ist - unterschiedlich stark - betroffen. Es ist ein dramatischer, satirischer, witziger , ernster, gesellschaftporträtierender Liebesroman.

Die Geschichte hat inzwischen so viele Menschen inspiriert, ob Filmeschaffende, Schriftsteller, Zeichner. Mit manchen Adaptionen kann ich nicht leben (z.B. mit dem Zombie-Mix, ich habe reingelesen und danke nein), mit anderen kann ich leben. Zu letzteren zähle ich auch diese Graphic Novel Umsetung von Marvel. Nancy Butler ist für die textliche Anpassung verantwortlich, Hugo Petrus hat die Illustrationen geliefert. Wie gesagt, ich kann mir ihr leben, sie ist sicherlich mit Liebe gemacht - aber sie überzeugt mich nicht.

Wie es Nancy Butler in ihrem Vorwort sagt, beinhalten Graphic Novels und Comic Kunst in Form von Illustration und Prosa.

Die Prosa von Jane Austen wurde von Nancy Butler angepasst, der Roman wurde gestrafft, etliche Elemente sind entfallen (Mrs u. Mr. Hurst z.B.), dabei hätte ich einige davon gern in dieser Umsetzung gesehen. So fehlt mir z.B. die Szene zwischen Charlotte und Elizabeth, in der die beiden ihre unterschiedlichen Ansichten zur Ehe darlegen. Für mich ist das in Austens "Pride und Prejudice" eine interessante Szene, in der es um Möglichkeiten nicht so gut situierter Frauen geht. Weggelassen wurde z.B. auch die Gasthof-Empfangsszene mit Lydia, Kitty, Jane und Lizzy - kein Einspruch von mir an dieser Stelle.

Je mehr ich in dieser Graphic Novel las, desto mehr wurde mir klar, dass mich diese Umsetzung nicht überzeugt, und zwar wegen der Textbearbeitung. Die vorgenommenen Kürzungen und Anpassungen führten letztlich dazu, dass die Buch-Charaktere für meine Augen nur teilweise überlebten. Ja, Mr. Bennet wirkt in der Graphic Novel humorvoll, aber ohne die Vorgeschichte zur Heirat und der von ihm praktizierten Wirtschaft fehlen Teile seiner unverantwortlichen Charakterzüge. Für mich wird das auch durch sein Abwiegeln von Elizabeths Bitte Lydia betreffend nicht aufgehoben, zumal die vorher stattfindende Sorglosigkeit im Umgang der jüngeren Töchter mit dem Militär und Mrs. Bennets Verhalten kaum dargstellt sind und so die Dringlichkeit von Lizzys Bitte für mich untergeht. Um es mal anders zu formulieren: Warum regt sich Lizzy so auf, mag sich der Graphic-Novel-Leser denken? Denn was Lydia und Kitty die ganze Zeit übermütig treiben und den Grund für Lizzys Bedenken bildet, wird gar nicht erzählt.

Auch Mrs. Bennet wirkt auf mich hier einfach nur überspannt. Sie ist vielleicht nicht die intelligenteste Frau und macht eindeutig Fehler in der Erziehung ihrer jüngeren Töchter, aber im Buch wird deutlich, dass sie sich - mehr als ihr Mann - darum sorgt und kümmert, ob und wie ihre Töcher später versorgt sind. Sie mag dabei über das Ziel regelmäßig hinausschießen, aber in diesem Bereich ist sie dennoch clever und zielgerichtet. Und vergessen wir nicht, sie hat auch Jane und Elizabeth erzogen.

Oder die Eheleute Collins: Zwar gibt es einen Hinweis zu ihrer Beziehung in einem Nebensatz, wenn Charlotte erklärt, sie halte ihren Mann zur Gartenarbeit an. Aber man versteht diesen oder andere Hinweise nur, wenn man den Roman kennt. Für einen reinen Graphic Novel Leser ist diese Information im Grunde völlig überflüssig, da weder Charlottes Ansichten noch ihre Ansprüche an das Eheleben thematisiert werden, noch das Verhalten Mr. Collins daheim. Er mutiert, wie Charlotte, zu einer Figur am Rande, und zwar obwohl ihm angesichts der Erbesgeschichte etwas mehr Platz eingeräumt wurde. Das finde ich schade.

Mr. Collins Haus ... das habe ich einen Satz gelesen, der mir zwar vertraut war, aber für mich kam er in der Graphic Novel aus dem Nichts. Elizabeth ist gerade angekommen, war also noch nicht auf Rosings, da fährt der Wagen mit Miss de Bourgh vor. Lizzy schaut aus dem Fenster und sagt zu sich sinngemäß: Sie sieht kränklich aus, sie wird gut zu "ihm" passen. Ich habe die vorhergehenden Seiten noch einmal durchgeblättert und lasse mich gerne etwas Besseres belehren, aber: Wenn man den Roman nicht gelesen hat, woher soll man wissen, wer mit "ihm" gemeint ist oder wann erfährt Lizzy in der Graphic Novel, dass "er" Miss de Bourgh heiraten soll?

Was die Illustration von Hugo Petrus angeht: Natürlch ist die Wahrnehmung subjektiv. Mr. Collins erinnerte mich z.B. teilweise an Anthony Perkins in dem Film "Psycho". Im Großen und Ganzen finde ich aber die Zeichnungen okay, wenn man sich daran gewöhnt hat. Die "Streitszenen" - ob nun der seltsame Heiratsantrag im Hause der Eheleute Collins oder der Besuch von Catherin de Bourgh bei den Bennets - finde ich sogar sehr gelungen in der Aufteilung und der Dynamik, ebenso die Szene, in der Elizabeth während der Landpartie mit ihrer Tante und ihrem Onkel Janes Brief erhält. Etwas unglücklich war ich dagegen mit der Darstellung des Heiratsantrages von Mr. Collins. Zwar gefiel mir die Anordnung, aber ich denke wirklich, dass Elizabeth mehr Contenance gehabt hätte, als es besonders die letzten Porträtaufnahmen von ihr zeigen. Hier übertreibt der Zeichner für mich zu sehr die Fassungslosigkeit. Aber wie gesagt, die Wahrnehmung ist hier halt subjektiv.

Noch eine Anmerkung zu der Aufmachung: Auch wenn es unentschlossen klingt: Zwar finde ich das Cover von der Grundidee witzig ("How to cure your Boy-Crazy Sisters!" oder "17 Secrets about Summer Dresses" oder "Lizy on Love, Loss and Living") -  aber dennoch unpassend. Ich musste beim Betrachten und Lesen der Schlagzeilen an Klatschzeitungen denken. Und außerdem - die angekündigten Dinge findet man nicht alle "im Heft". Wenn man sich für diese Gestaltung entscheidet, sollten Schlagzeilen und Inhalte auch passen.

Wie im Text bereits gesagt: Ich kann mit dieser Umsetzung zwar leben, aber sie überzeugt mich nicht. Ich denke, man hätte den Charakteren auch in der Graphic Novel mehr Raum und Zeit lassen müssen, damit der Leser nicht nur eine Happy-End-Liebesgeschichte mit einem kleinen Drama-Touch kennenlernt, sondern auch mehr über die Motivation und die Beziehungen der Figuren erfährt.
Edit 28.11.2011: Denn die Intention dieser Graphic Novel soll nach dem Vorwort halt auch sein, Menschen, die die Geschichte (warum auch immer) nicht lesen wollen, Austens Roman nahe zu bringen. Für meine Begriffe geht dann aber zu viel in diesem Graphic Novel verloren. Und ja - es besteht die Möglichkeit, dass der Leser dieser Graphic Novel danach ganz neugierig auf den Roman ist und ihn liest. Ich bin da aber eher pessimistisch eingestellt und befürchte, dass eher die Romankenner mal schauen, wie die Graphic Novel so ist und nicht umgekehrt. Bitte belehrt mich eines Besseren! ;)

"Die Rückkehr der Eskatay " (Bd 1 der Morland Trilogie) von Peter Schwindt

Okay, schon wieder ein Büchereibuch und schon wieder von Peter Schwindt :) Endlich war nämlich die von Winterkatze erwähnte Morland-Trilogie von Peter Schwindt in der Bibliothek komplett da und ich habe zugegriffen. Und "Die Rückkehr der Eskatay" ist der erste Band.

Worum es geht und Nachlese:
Morland ist ein Land im Norden unter der Führung eines Präsidenten Begarell, dessen zweite und letzte Amtszeit sich dem Ende nähert. Die Situation in Morland ist schon seit längerer Zeit nicht stabil. Nicht findet man kopflose Leichen, auch Attentate werden verübt. Die Arbeiter sind unterversorgt, die Rohstoffe werden knapp, man hungert und kämpft um das Überleben. Eine Untergrundorganisation, die "Armee der Morgenröte" ruft zum Streik auf. Diesem Aufruf folgen auch Kinder und Jugendliche des Waisenhauses Nr. 9, unter ihnen die intelligente Tess. In ihrem Bestreben, den zugreifenden brutalen Wächtern zu entkommen, entwickelt Tess ungeahnte körperliche Kräfte und entkommt in die Straßen der Hauptstadt Lorick. Dorthin ist auch ein Wanderzirkus unterwegs. Die Situation für das wandernde Volk ist nicht gut. Man begegnet ihnen mit Vorurteilen, will ihnen Stellplatzgenehmigungen nicht gewähren und beleidigt sie. Der Jugendliche Hakon, der  kleine Zaubertrick präsentiert, verliert in einer Vorstellung die Kontrolle, als ihn ein Zuschauer des Betruges verdächtigt - und wehrt sich, indem er unwillkürlich die Geheimnisse seines Gegenübers ausplaudert - was das Interesse der Geheimpolizei weckt. Diese, dh der Innenminister, interessiert sich auch für den einflussreichen Richer Urban: Der Innenminister versucht, den Richter zur Zustimmung einer Verfassungsänderung zu bewegen, damit der Präsident Begarell weiter im Amt bleiben kann. Urban macht keinen Hehl daraus, wie er diese Sache sieht und muss die Konsequenzen tragen. Dies wird von seinem Sohn York beobachtet, der ebenfalls eine besondere Kraft an sich wahrnimmt. Sind die drei Eskatay, Abkömmlinge jener magisch begabten Rasse, die ihre Macht missbrauchten und die die Bewohner Morlands vor Jahrhunderten in einem langen Krieg besiegt haben?

Der Einstieg in Morlands Welt ist interessant, wenngleich nicht so "leichtgängig" wie in die Libri-Mortis-Reihe, wo es familiär überschauber ist und man sich im realen Paris bewegt. In dem ersten Buch der Morland-Trilogie führt Peter Schwindt dagegen nicht nur drei jugendliche Hauptfiguren ein, sondern muss auch deren Entwicklung darstellen und Kontakt-/Verbindungspersonen der diversen Handlungsstränge schaffen. Er schildert die polizeilichen Feststellungen zu den Todesfällen und etabliert zudem die aktuelle Situation Morlands sowie dessen Geschichte bzw. Legenden (Escatay). Für ein nicht ganz 400 seitiges Jugendbuch in nicht gerade Kleinschrift und normalem Hardcover-Layout sind das viele Informationen, die der Leser aufnehmen muss. Die Präsentation allerdings gelingt dem Autor gut: So erhält man z.B. weitere Informtionen über den Staat und vorhandene Erfindungen durch den Test, den York schreiben muss oder die in der Stadt vorhandenen Verkehrsmittel. Die wirtschaftliche Situation wird ziemlich direkt durch Tess Zeit im Waisenhaus oder nach ihrer Flucht deutlich. Peter Schwindt bringt sozusagen "in der action" Vieles an den Leser. Ich wage aber die vorlaute Vermutung, dass so manchem 13jährigen Leser (ab diesem Alter wird der Roman "empfohlen") von der relativ komplexen Erzählstruktur überfordert ist - vielleicht tue ich den 13jährigen aber auch Unrecht. Ich lasse mich insoweit gern belehren :)

(Nur mal am Rande: Auf der diesjährigen Frankfurter Messe war ja Island Gastland. Dabei habe ich u.a. erfahren, dass die Nachnamensndung -dottir Hinweis auf die Tochterstellung gibt. Jonasdottir würde also bedeuten Tochter von Jonas. Jonasson würde übrigens bedeuten Sohn von Jonas. Beim Lesen des ersten Bandes der Morlandreihe bin ich auf diese Namensendungen gestoßen. Noch im September wären mir diese diese Namensendungen gar nicht aufgefallen. ;) )

Peter Schwindts Morland hat viel Vertrautes, wie z.B. Kinderarbeit und industrielle Revolution, was an unser 18./19. Jahrhundert denken lässt. Aber es gibt auch Einflüsse jüngerer Geschichte: ein Präsident und eine Regierung, die bei Amtsantritt die Situation der Arbeiter verbesserte, Mindestlöhne und Urlaubsansprüche einführt, Monopole zerschlägt - und die sich nach und nach zu einer Diktatur entwickelt, eine Geheimpolizei mit Spitzeln an verschiedenen Stellen hat und versucht, Staatsbedienstete (und andere) durch mehr oder weniger offene Bestechung/Beförderung, Erpressung oder Bedrohungen zu lenken und so zu überdauern. Oder die Mittelschicht, die immer mehr verschwindet, während die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, das Leben auf der Straße, die Art, wie man Geld verdient, die Existenz von - ja - Sozialkaufhäusern. Der Autor mag in diesem fantastischen Jugendroman zwar ein Hilfsmittel nutzen, um die gesellschaftliche und politische Situation zu potenzieren (was es für 12-/13-/14jährige plausibler machen mag), aber die in diesem Band folgenden Entwicklungen (Machthunger, Güterverteilung, Kontrolle) wirken organisch. Und dann gibt es natürlich noch die fantastischen Abenteuergeschichte der drei erkennbar miteinander verbundenen Jugendlichen.

"Die Rückkehr der Eskatay" hat mir erneut gezeigt, wie kreativ, facettenreich und fesselnd Peter Schwindt schreibt. Ich bin schon neugierig, wie die Geschichte in Band 2 weitergeht. Denn einen Abschluss - auch einen Teilabschluss - enthält Band 1 (wohl ganz bewusst) nicht ;)

Freitag, 25. November 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 04 - Der schönste Satz

So eine Woche geht doch wahnsinnig schnell vorbei. Jetzt haben wir in Fellmonsterchens Projekt schon das vierte Thema, wow.

Da Poe derzeit viel zu tun hat, wollte er dieses Mal nur (mich) unterstützend dabei sein - und zwar mit einem Foto :).


Nun und ich ....  ich tue mich schwer mit der Vorgabe "Der schönste Satz". Ähnlich geht es mir übrigens auch bei Fragen nach dem Lieblingsbuch. Zwar gibt es Bücher, zu denen ich immer wieder zurückkomme, aber auch dort findet über die Jahre ein Wechsel statt. Und dann soll ich mich für einen schönsten Satz entscheiden? Und aus welchem Buch?

Immer wieder stolpert man als Leser über einen Satz voller Schönheit, vielleicht weil er schlicht und klar eine allumfassende Wahrheit ausdrückt oder traumhafte Bilder durch perfekte Wortwahl heraufbeschwört. Der Satz mag unvermutet in einem durchschnittlichen Text auftauchen und dort um so heller strahlen. Oder vielleicht reihen sich solch schöne Sätze aneinander wie Perlen auf einer Kette. Und: Ist "der schönste" oder "ein schöner" Satz nicht auch von dem Text um ihn herum abhängig - und von dem Leser. Dabei meine ich nicht nur den subjektiven Schönheitsbegriff, sondern auch die Stimmungslage. Was ich heute als kitschige Beschreibung einer Szene empfinde ist morgen vielleicht wunderschön romantisch.

Was mache ich also mit dem dieswöchigen Projektthema?

Ich entscheide mich dafür, Euch 10 Beispielsätze zu präsentieren, die ich schön in dem Sinne finde, dass sie mir Appetit auf das ihnen Nachfolgende mach(t)en: 

1) "Da stehe ich nun wieder vor dem kleinen Bild mit dem schlichten Rahmen."


2) "It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune, must be in want of a wife."


3) "Ich wollte mich allein auf den Weg machen, und so ließ mich mein Vater heute morgen ohne Begleitung von Kobe in das Strandhaus meines Großvaters nach Tarumi fahren."


4) "Üppiger Rosenduft erfüllte das Atelier, und wenn im Garten der linde Sommerwind durch die Bäume strich, wehte das reiche Arom des Flieders oder der zartere Hauch des rosablütigen Hagedorns durch dei offene Tür herein."


5) "Ich hatte so viel gelitten, ich war ein finsterer und trauriger Mensch geworden."


6) "Was ich zu berichten beabsichtige, ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert im Hause meiner Urgroßmutter, der alten Frau Senator Feddersen, kund geworden, während ich, an ihrem Lehnstuhl sitzend, mich mit dem Lesen eines in blaue Pappe eingebundenen Zeitschriftenheftes beschäftigte; ich vermag mich nicht mehr zu entsinnen, ob von den 'Leipzigern' oder von 'Pappes Hamburger Lesefrüchten'."


7) "Garps Mutter, Jenny Fields, wurde 1942 in Boston festgenommen, weil sie einen Mann in einem Kino verletzt hatte."


8) "Des glücklichen Englands lieblicher Bezirk, durch den der Fluß Don seine Wasser führt, trug in alten Zeiten mächtigen Wald, der mehr als die Hälfte der anmutigen Täler und Hügel zwischen Sheffield und dem freundlichen Städtchen Doncaster bedeckte."


9) "Der erste Nachkriegsfrühling war am oberen Don mit Macht und Ungestüm eingebrochen."


10) "(Name) begann sich recht zu langweilen, wie sie neben ihrer Schwester am Ufer saß und nichts zu tun hatte: ein-, zweimal hatte sie in das Buch gespäht, das ihre Schwester las, aber es waren keine Bilder oder Unterhaltungen darin, 'und wozu', dachte (Name), 'ist ein Bch ohne Bilder oder Unterhaltungen nütze?'"

Der erste Satz eines Werkes ... sicher eine Herausforderung!

Und, erkennt Ihr einige Bücher und Autoren? Quellenangabe folgt ...

Donnerstag, 24. November 2011

Projekt 52-2011: Taschenlampenkunst

Da habe ich überlegt und überlegt, wo ich eine Taschenlampe herbekomme und wie ich damit Kunst kreieren könnte - und dann entdecke ich, dass mein Kugelschreiber sich als kunstvolle Taschenlampe entpuppt.

Die etwas andere Taschenlampenkunst! :)



für Saris Projekt 52-2011

Mittwoch, 23. November 2011

via J.M. Fonollosa: Miau-Comic (Nr. 207) :)

Was soll ich sagen: Die Miau-Geschichten des Comic-Autors und -Zeichners José Miguel Fonollosa finde ich einfach klasse. Besonders mag ich seinen unten auch abgebildeten Zeichenstil (seine "runderen" Versionen gefallen mir einfach nicht so gut).

Jedenfalls bringt er die Gegebenheiten in einem Haushalt mit Katzen sehr schön auf den Punkt. So wie hier in der Nr. 207. Der Comicstrip ist, wie ich finde, im Großen und Ganzen selbsterklärend *lach*
alle Rechte bei: José Miguel Fonollosa (http://miaucomic.blogspot.com/)
Hier aber eine ganz grobe Übersetzung. Bitte seid nachsichtig mit mir, ich kann überhaupt kein Spanisch, d.h. google musste helfen. Und das kann ja sehr abenteuerlich und zu einer kreativen Herausforderung werden ;). 

Bild  1:
Wir haben morgen nachmittag einen Termin beim Tierarzt.
Bild  2:
(er:) Ich hoffe es nichts Schlimmes!
(sie) Das wird schwierig, wenn wir nach Hause kommen ...
Bild 3:
Ich habe gehört, dass man zur Stressvermeidung den Transportkorb in die Nähe stellen soll. Damit sie sich an den Geruch gewöhnen...
Bild 4:
Gute Idee! Versuchen wir ein neues Spielchen? (Ich tippe auf zwischen Hoffnung und Bangen schwankende Aussage á la "neues Spiel, neues Glück" *g*).
Bild 5:
Das wäre auch zu einfach gewesen, nicht wahr?

Bei meinen MuMs funktioniert "das" frühere Hinstellen der Körber teilweise. Merlin ist jedes Mal so neugierig, dass er in den Korb geht, sobald ich die Tür aufmache - egal, ob ein paar Tage vor dem Tierarztbesuch oder am betreffenden Tag. Marlowe dagegen ist ein ganz anderes Kaliber - und reagiert ähnlich wie die beiden Katzen im Comic ;) Allerdings gewöhnt er sich an das "Ding" und verschwindet nach ein paar Tagen nicht sofort unter der Couch, wenn ich in den Raum komme. Ich bekomme ihn dann wenigstens eher ... zu fassen ;)

"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson

Aus der Bücherei, genauer gesagt aus der Onleihe, habe ich mir dieses Buch nach Haus geholt.

Worum geht es:
Allan Karlsson hat keine Lust auf seine Geburtstagsfeier im Altenheim. Obwohl der Bürgermeister und die Presse auf den 100jährigen Jubilar warten, steigt Allan kurzerhand aus dem Fenster und verduftet. Bald schon sucht ganz Schweden nach dem kauzigen Alten, doch der ist es gewohnt, das Weltgeschehen durcheinander zu bringen und sich immer wieder aus dem Staub zu machen.

Nachlese
Ich gebe zu, auf den ersten Seiten war ich mir unsicher, ob ich den Roman weiterlesen würde. Aber je mehr ich über Allans Roadtrip las, der an seinem 100. Geburtstag mit dem Ausstieg aus dem Fenster beginnt, desto mehr wollte ich wissen :). Jonas Jonasson hatte mich mit seinem eigenwilligen Humor und seiner Erzählart gefangen: Schließlich ist es schon ungewöhnlich, dass ein 100jähriger einem anderen einen Koffer klaut, sich einfach ohne Ziel in einen Bus setzt, natürlich von dem Bestohlenen - der übrigens einer Gang angehört - verfolgt wird und der auf seiner ereignisreichen "Geburtstagsreise" interessante Menschen, um es milde auszudrücken, trifft ;) Und zumal Allen auch schon früher ein äußerst bewegtes Leben führte.

Allen arbeitete in seiner Jugend in einer Munitionsfabrik und verfeinerte sein Wissen durch Experimente in der Kiesgrube hinter seinem Haus. Zusammen mit einem spanischen Kollegen verlässt er seine Heimat Schweden. Allen, der sich weder an Religion oder Politik interessiert, hilft dennoch seinem spanischen Kollegen als Sprengstoffmeister im Kampf gegen Franco - jedenfalls so lange, wie er keine Menschenleben gefährdet. Als dies nämlich passiert, warnt er die betreffenden Personen und rettet so unwissentlich General Franco. Später trifft Allen auf weitere Größen der Geschichte des 20. Jahrhunderts, Truman, de Gaulle, Stalin ...

Der Autor Jonas Jonasson erzählt Allans Reise durch das 20. Jahrhundert augenzwinkernd und ironisch, unterhaltsam. Ich ordne das Buch mal als "Schelmenroman" ein, auch wenn das vielleicht nicht zu 100 % passen mag. Allen stammt aus der Unterklasse und hat nur drei Jahre die Schule besucht, was aber ausreichte, um sein Handwerk so gut zu lernen, dass ihn u.a. auch nach Los Alamos führen wird. Dabei hat Jonas Jonasson seinen Protagonisten in meinen Augen wunderbar gestaltet - mir ist dieser Mann, dem man durchaus Indifferenziertheit vorwerfen kann (er will politisch und religiös nicht Stellung beziehen und hat dennoch auf das Weltgeschehen Einfluss) ans Herz gewachsen, denn er folgt in seinem Leben durchaus seinem moralischen Kompass - auch wenn er als 100jähriger zwar nicht unmotiviert, aber doch unrechtmäßig einen Koffer klaut und es dann in seiner Gegenwart zu einigen unglückseligen Ereignissen kommt. Um aus dem Roman zu zitieren - er ist auch für mich irgendwie "ein netter Mann" :)

Eine kleine Schlussbemerkung noch zur Übersetzung: Es fühlte sich alles richtig an. Besonders fiel mir die Wahl der Vokabel "blümerant" an einer Stelle auf - und gefiel mir!-, um Stalins Gefühlzustand zu beschreiben: herrlich :)

Dienstag, 22. November 2011

Projekt 52-2011: Teekesselchen

Raven hat mir zwar ein Teekesselchen geklaut *lach*, aber ich komme dennoch ihrer lieben (Kommentar)Bitte (klick) nach, die hier wohnhaften Fellnasen am Projekt zu beteiligen. Übrigens gab es bereits eine solche Beteiligung (klick hier, hier und auch hier).

Nun aber zu "meinen" zwei Teekesselchen für Saris Projekt 52-2011 (ein Klick mit der rechten Maustaste und das Öffnen im neuen Tab könnte das Bild etwas vergrößern *g*).

Die beiden Teekesselchen zu erraten, ist sicherlich nicht schwer.
:)

Samstag, 19. November 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 03 - Deutsche Nachkriegszeit (nach dem 2. WK)

In der dritten Woche hat sich das Fellmonster ein Geschichts-Thema aus dem Topf gepickt.Hm. Deutsche Nachkriegszeit...

Als ich das Thema las, kam mir als Erstes Schullektüre in den Sinne: "Die Aula" von Hermann Kant. Diesen Roman habe ich in meiner Schulzeit in der damaligen DDR gelesen. Das ist inzwischen so rund 25 Jahre her. In "Die Aula" erinnert sich der ehemalige Absolvent Iswall an seine Zeit an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF - diese ABFs entstanden nach Gründung der DDR und Mitgliedern der Arbeiter- und der Bauernklasse wurde dort die bis dahin einer anderen Schicht vorbehaltene "höhere Bildung" zugänglich gemacht. Hier konnte von ihnen das Abitur gemacht werden, der erste Schritt auf dem Weg zum Studium - damit verbunden war natürlich auch die Schaffung einer neuen Bildungs"klasse" in dem neuen sozialistischen Staat). Anlass und Aufhänger ist die anstehende Schließung von Iswalls Fakultät im Jahr 1962, 13 Jahre nach ihrer Gründung. Iswall wird aufgefordert, hierzu eine Rede zu schreiben und während er über Ansätze nachdenkt und Erinnerungen aufsteigen, erhält er - wenn ich mich recht erinnere, ich habe das Buch seit Jahrenzehnten nicht mehr gelesen - Gelegenheit, mit zwei seiner damaligen Zimmerkameraden zu reden: Seinem früheren besten Freund Trullesand, der wegen Iswall in China landete und zum Zeitpunkt der Erzählung in Leipzig lebt. Und als Iswall von einer Zeitung wegen der Berichterstattung nach einer Flutkatastrophe nach Hamburg geschickt wird, besucht er auch "Quasi" Riek, der nach der ABF nicht studierte, sondern in den Westen ging.

Wie gesagt, ich habe den Roman seit langer Zeit nicht mehr gelesen. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, mochte ich Kants Aula damals. In der Schule haben wir damals das Buch bestimmt nur "quasikritisch" gelesen und diskutiert. Schließlich lebten und lernten wir in der DDR mit einem Schulsystem, das weiterhin auf den Ausbau einer den Staat unterstützenden Klasse ausgerichtet war. Andererseits kann ich mir sehr gut vorstellen, dass in der Zeit dieses Neuanfangs 1949 + folgende Jahre neben zwingenden Neuordnungen, Anpassungen, Organisationen (mein Vater erzählt mir von etlichen - nach einem Arbeitstag stattfindenden - über 30 km langen Fahrten mit einem klapprigen Fahrrad von der Küste ins Hinterland und zurück, um Fisch oder "zufällig gefundenes" Wild gegen Mehl, Brot oder anderen notwendige Dinge zu tauschen) auch idealistisch, euphorisch und eifrig die Gelegenheit genutzt wurde, alte Beschränkungen aufzubrechen und Wirtschaft+Bildung+Menschen neu zu organisieren. Fellmonsters Topic diese Woche hat mich seit langer Zeit wieder an Kants Aula denken lassen. Hat jemand von Euch den Roman kürzlich gelesen?
(EDIT 22.11.11 in diesem Zusammenhang: Kant war selbst Absolvent einer ABF und hat den Roman 1965 geschrieben).

Das Wort "Schullektüre" brachte aber auch einen anderen Namen in mein Gedächtnis zurück: Günter Wallraff und "Ganz unten". Ich erinnere mich, dass wir das Buch gelesen haben - ich habe es nicht mehr - und seine Enthüllungsstories eine fruchtbare Basis für den Unterricht unseres Staatsbürgerkundelehrers boten... Abgesehen von diesem nicht unerwarteten Effekt und uanbhängig von der Frage, ob und in welcher Beziehung Günter Wallraff zur Staatssicherheit der DDR stand, denke ich aber, dass dieses Buch und ebenso die weiteren Reportagen Wallraffs generell sinnvolle Augenöffner waren und sind.

Die Erwähnung Wallraffs brachte Waggy dazu, sich auch ein wenig einzulesen. Allerdings hatte er keine Lust und Zeit, ein Buch zu lesen, deswegen hat er sich mein Netbook geschnappt und war online unterwegs:



Und ja, der Name Walter Kempowski sagt auch mir etwas. Von ihm wollte ich schon immer mal etwas lesen und ich habe - auch hierfür gebührt dem Fellmonster Dank wegen der Themenauswahl - meinen Chef  (der Kempowskis Werk, wie ich weiß, beinahe vollständig zu Hause hat) gebeten, mir "Im Block" auszuleihen. Dort beschreibt Kempowski seine Zeit von 1948 bis 1956 im sowjetischen Lager in Bautzen, wohin er von der russischen Besatzungsmacht wegen des Spionage verbracht wurde (er hatte zusammen mit seinem Bruder Unterlagen an die Westalliierten übergeben wollen, dass die russische Besatzungsmacht mehr Demontagegütern als vereinbart vereinnahmte).

Ein Buch, welches nicht in der "näheren Nachkriegszeit" spielt, habe ich Anfang letzten Jahres gelesen. Es handelt sich um "Die Schlinge" von Rolf Henrichs (klick) - ein Nachwenderoman, in welchem es um die Verteidigung eines NVA-Generals geht. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet: Verantwortung für mehrere Todesfälle an der innerdeutschen Grenze.

Freitag, 18. November 2011

Freitagsfüller by Barbara

Diese Woche ging sehr flott vorbei. Arbeitstechnisch war zwar genug zu tun, aber es lag dieses Mal nicht so sehr am Büro, ich habe viel geschlafen. Und dennoch: Ich war und bin - trotz des häufig schönen Wetters in der vergangene Woche - müde. Ich habe zwar das Gefühl, durchzuschlafen und erinnere mich auch nicht an Träume, aber ich stehe gerädert auf, freue mich abends auf meine Koje und schlafe problemlos ein, teilweise beim Lesen eines durchaus unterhaltsamen Buches. Offenbar fehlt mir derzeit etwas Erholsames beim Schlafen, denn ich sitze im Büro mit Pullover, Fleecejacke und Heizung auf 5 und bin auch recht unkonzentriert. Ich gehe aber auch davon aus,  dass sich das ab nächster Woche wieder bessert mit dem Schlafen. Aber nun der:

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Ein Klick auf die Grafik oben bringt Euch zu Barbara. Da die Bildanzeige von blogger und/oder google geändert wurde, heißt es jetzt:

Ein Rechtsklick auf die Grafik und das Öffnen im neuen Tab/neuem Fenster könnte die Lesbarkeit meiner Antworten noch erhöhen :)

Dienstag, 15. November 2011

Projekt 52-2011: Träumereien

Inzwischen sind wir in der 46. Woche von Saris Projekt 52-2011.angekommen. Und falls Ihr noch ein Projektbild vermisst - KW 44 reiche ich noch nach :)

Aber aktuell geht es um Träumerein. Und das ist doch mal eine Gelegenheit für ein Fanbild *lach*, so Tagträumereien über die Zukunft :)

Sonntag, 13. November 2011

Projekt 52 Bücher: Woche 02 - Psssst: jetzt kommt ein Geheimnis!

Und schon sind wir in der zweite Woche von Fellmonsterchens Projekt. Und während ich so überlegte, welches Buch ich wohl nennen würde, ging ich zu Waggy. Dieser war total in "Der Zauberer der Smaragdenstadt" von Alexander Wolkow vertieft Er las gerade das Kapitel, in welchem der Scheuch, der Eiserne Holzfäller, der Löwe, Totoschka und Elli das erste Mal auf Goodwin den Schrecklichen treffen (übrigens fände ich den Namen Goodwill auch nicht schlecht *g*).



Ich liebe die ersten vier Teile der Zauberland-Reihe von Wolkow, habe ich das schon mal erwähnt? :) Natürlich habe ich Waggy keines der Geheimnisse dieses Buches verraten - das übrigens in gewisser Weise auch die Faschingsthematik bedient -, wo bliebe sonst die Spannung. :) Interessanterweise hat sich Waggy noch zwei Bücher aus meinem Wohnzimmer geholt:

"Das Geheimnis der schwarzen Dame" von Arturo  Pérez-Reverte ist eine Art Krimi. Auf einem Gemälde eine schwarze Dame abgebildet, die zwei schachpielende Ritter beobachtet. Die Restauratorin Julia hat das Gemälde gekauft und meint, dort einen Hinweis auf einen Mord zu entdecken und will mehr über das Bild und die Personen erfahren  ... Ich weiß, das ich den Roman vor vielleicht 4 oder 5 Jahren gelesen habe und ihn damals ganz unterhaltsam fand. Konkretere Erinnerungen habe ich allerdings nicht mehr. Vielleicht sollte ich mal einen Reread starten :)

"Fermats letzter Satz" von Simon Singh handelt von einem ganz anderen Geheimnis: Der im 17. Jhd. lebende Mathematiker Fermat hatte sich mit dem für rechtwinklige Dreiecke geltenden  Satz des Pythagoras a²+b²=c²  beschäftigt und darüber nachgedacht, ob auch gilt: a³+b³ = c³ (dritte Dimension - Kubus) , wofür er keine Lösung fand. Er probierte es mit anderen Potenzen und verallgemeinerte: „Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.“ Fermat war ein fähiger Mathematiker und forderte seine Kollegen regelmäßig mit Aufgaben heraus, deren Lösung er bereits hatte.  Kein Wunder also, dass unzählige Mathematiker versuchten, die vorstehende Behauptung zu beweisen (wobei sie offenbar der Ansicht waren/sind, dass Fermat tasächlich diesen Beweis bereits gefunden hatte) - und sich an diesem Satz über drei Jahrhunderte (!) die Zähne ausbissen. Simon Singh hat die Suche nach dem Beweis in diesem Sachbuch informativ, spannend und - wie ich finde - sogar verständlich geschildert (selbst wenn man den mathematischen Ableitungen nicht unbedingt selbst folgen kann). Zwar existiert heute ein Beweis für diesen Fermatschen Satz. Aber ich glaube - und das ist eine ganz bewusste Wortwahl ;) - , dass Fermat damals tatsächlich einen eigenen Beweis gefunden hat, der "einfacher" (im Sinne von gradliniger) als derjnige nach Wiles/Taylor ist - und das bedeutet, dass dieses Geheimnis Fermats noch immer auf seine Entdeckung wartet.
:)

Übrigens ist das von mir am vergangenen Wochenende gelesene Buch auch thematisch passend. In "Auf der Spur des Bösen - ein Profiler berichtet"erzählt Axel Petermann von seiner Ermittlungsarbeit als Mordermittler bzw.  Fallanalytiker (oder auch neudeutsch: Profiler). Anhand von 5 Fällen stellt er die Arbeit der deutschen Ermittlungsbehörden vor, geht von Fall zu Fall auf besondere Aspekte ein wie Taktiken beim Verhör, Schutzbehauptungen Verdächtiger, theoretisches Durchdenken und/oder praktisches Durchspielen der Tatabläufe oder warum z.B. Kleidungsstücke kriminalistisch nicht in Plastik-, sondern in Papiertüten aufbewahrt werden. Der Erzählton ist dabei zurückhaltend und berichtend, nüchtern, wenn man so will. Das habe ich angesichts der Thematik als passend empfunden.Dem Autor geht es hier nicht darum, einen Fall reißerisch darzustellen. Er gewährt einen Einblick, wie die deutschen Behörden vorgegangen sind bzw. vorgehen, um einen Täter zu ermitteln.

In der Küche: ein herzhaftes Ritterlein

Es ist ja für mich selten genug, dass ich Hühnereier im Haus habe. Normalerweise kaufe ich sie nämlich nur, wenn ich backen will. Aber ich wollte mal wieder ein kartoffeliges Omelett machen und hatte deswegen nicht nur 5 Kartoffeln, sondern auch 6 Hühnereier im Haus - und trocken gewordenes Mischbrot, das ich nicht wegwerfen wollte. Warum sollte ich also nicht mal etwas zum Ritter schlagen?

Das "arm" habe ich übrigens bewusst weggelassen, denn ich finde nicht, dass das Ritterlein ein armes ist, wenn man zwei Eier und ca. 2-3 TL (fertiges) Basilikum-Pesto, ca. 3-4 getrocknete Tomaten und etwas Parmesan verwendet! Das und etwas Milch, Pfeffer, den von mir äußerst geschätzten Rosenpaprika und einen Hauch von Salz habe ich nämlich verquirlt - und die Eiermischung sah dann recht lustig aus. Die Mischbrotscheiben landeten in der Masse und durften darin etwas baden, bevor sie in eine Pfanne mit Butter (ich wollte dieses Mal einfach kein Oliven- oder Rapsöl nehmen) landeten. Die restliche Eiermischung gab ich dann "oben auf".


Mir hat es geschmeckt :)

Samstag, 12. November 2011

Vorsätze ...

Soviel zu meinem Vorsatz, keine Bücher aus der Bibliothek mitzunehmen, wenn ich heute die vor zwei Wochen ausgeliehenen sechs Bücher abliefere. Dummerweise konnte ich mir nicht verkneifen, nachzuschauen, ob vielleicht die mir von der Winterkatze empfohlene Morland-Trilogie von Peter Schwindt inzwischen zurückgegeben wurde. Tja - und schon hatte ich drei Bücher "im Korb". Der Gang zurück führte mich an der "Recht"-Ecke vorbei wo Schirachs "Verbrechen" stand und Axel Petermanns "Auf der Spur des Bösen - Ein Profiler berichtet" und schon waren es 5 Bücher. Gemeinerweise standen in der Bibliothek auch noch all die Bücher herum, die am vergangenen Wochenende beim Büchermarkt nicht verkauft worden waren (klugerweise hatte ich die Bücherei am letzten Wochenende gemieden). Und tatsächlich fand ich dort "Die Leiden eines Amerikaners" von Siri Hustvedt und "Petrowitsch" von Kurkow klang auch nicht schlecht: Für beide Bibliotheksbücher habe ich insgesamt 1,00 EUR bezahlt. :)

Jetzt sitze ich also wieder daheim. Mein TuB strahlt mich ja immer an, sobald ich die Wohnungstür öffne - und dennoch habe ich erneut 5 Bibliotheksleihgaben mitgebracht, zwei Kauf-Bücher dazu - und die privaten Leihgaben stehen hier auch. Hm, naja, eigentlich sind es doch 6 Bibliothekleihgaben, denn meine Onleihe-Ebook-Vormerkung für "Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson (drm-geschütztes epub) wurde fällig (ohne meinen Zugriff binnen 48 Stunden wäre das Ebook wieder allen Onleihern zugänglich). Zwei Wochen habe ich für das Ebook Zeit, dann terminiert es sich automatisch aufgrund Leihfristablaufes, was ich einerseits praktisch finde. Andererseits habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, ein Ebook zu verlängern, falls 2 Wochen mal nicht reichen und bereits andere Nutzer einen Vormerker gesetzt haben ... Nun ja, es kann ja nicht alles gleich perfekt sein, nicht wahr? :)

Aber ich habe auch andere Vorsätze eingehalten:
Brav habe ich gleich am Freitag, bevor ich es mir vor Angst anders überlegen konnte, meinen Donnerstag gefassten Vorsatz umgesetzt und mir einen Behandlungstermin beim Zahnarzt geholt. Leider waren kurzfristig keine Termine frei und so habe ich etwas länger Zeit, mich in meine Angst und Horrorvorstellungen der Behandlung (man kann mir noch so sehr erzählen, dass sie nicht schlimm sein wird) hineinzusteigern...

Der andere am gestrigen Freitag formulierte Vorsatz war: "Gönne Dir am Samstag etwas Schönes, um das Leben zu genießen!" Ich habe heute früh um halb sechs *seufz* also zunächst Merlin und Marlowe versorgt und mir dann einen Krümelkaffee frisch aufgebrüht mit einer Prise Salz im Kaffeemehl. Dann bin ich in mein Wohnzimmer und habe mir dort eines meiner Lieblingsbücher, nämlich "Der Garten des Samurai" von Gail Tsukiyama gegriffen und bin mit Kaffee und Buch wieder zurück zu meiner Koje, habe mich eingekuschelt und mich mit Stephen in das japanische Tarumi begeben. Deutlich später - nach Waschmaschinen-Befüllung, Küchenarbeiten und Ignorieren des MuMs-Gejammere nach mehr Futter - habe ich mir einen Milchkaffee und meinen Lieblingsbagel mit Tomate und Mozarella im Samocca gegönnt - köstlich wieder einmal ...