Donnerstag, 3. August 2017

"The Jane Austen Project" by Kathleen A. Flynn

Ich bin beim Stöbern auf Amazon eher zufällig über diesen Roman gestolpert; durchaus möglich, dass das im Zusammenhang mit "Kunden kauften auch" geschah beim Erwerb der Jane-Austen-Education. Im Gegensatz zu letzterer sprach mich dieses Buch allerdings durchgängig an.

In diesem Roman starten die Ärztin Rachel Katzmann - eine starke Austen-Liebhaberin - und der Wissenschaftler und früherer Schauspieler Liam Finucane auf eine ungewöhnliche Reise. Praktische Zeitreisen sind möglich geworden, nachdem eine unermessliche Energiequelle - der Prometheus-Server - erfunden wurde. Eine seiner Erfinderinnen ist eine große Jane-Austen-Verehrerin. Als dann zufällig ein weiterer Jane-Austen-Brief in einem alten Ivenhoe-Buch gefunden wird, wonach "The Watsons" von Austen doch vollendet, dann aber von ihr vernichtet wurde, werden die beiden nach einem Trainingsprogramm in das Jahr 1815 geschickt mit der Mission, das Roman-Manuskript zu retten und außerdem Korrespondenz zwischen Jane und ihrer Schwester Cassandra zu kopieren und mitzubringen.

Über die Zeit, aus der Rachel und Liam stammen, gibt es recht wenig in dem Roman zu erfahren. Es ist von Die-Off die Rede - was nicht weiter erläutert wird - und dass Jane Austen erhebliche Bedeutung in dieser Zeit hat,  dass Großbritannien so starken Einfluss auf der Welt hat wie zu Empire-Zeiten und dass Kriseneinsätze der Ärzte offenbar immer noch Thema sind. Ich hätte z.B. gern mehr über das "Die-Off" gelesen, aber andererseits war das im Verhältnis zu den Geschehnissen in 1815 und 1816 unwichtig.

Die Geschichte selbst wird von Rachel aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie und Liam posieren in 1815 als sehr wohlhabende Geschwister, die nach dem Tode des Vaters Jamaica velassen haben, Liam tritt als Arzt auf; sie ist seine unverheiratete Schwester. Sie fälschen ein Empfehlungsschreiben von entfernten Verwandten der Austens auf Jamaica für den Banker Henry Austen, Janes Lieblingsbruder, und können so erste Kontakte zu der Familie Austen knüpfen ...

Was mir gefiel, war die Vermengung von Informationen über das Leben in 1815/1816 (Kauf, Haushalt, Etikette) mit der Grundgeschichte, natürlich incl. der Antwort auf die Frage, ob und wie den beiden der Schwindel gelingt, zumal der Rückkehrzeitpunkt in 1816 bereits getimt ist und sie daher auch nur ein gewisses Zeitfenster haben. Die beiden Reisenden kommen außerhalb Londons auf einem Feld an, Geldfälschungen am Körper tragend, nur einen Satz Kleidung - am Leib - und tauchen daher auch zu Fuß in einer Herberge auf, was sowohl auffällig als auch verdächtig ist und bereits zu ersten Improvisationen führt; dies fühlt sich für mich als Leser "richtig" an.  Auch die "Rahmenhandlung" ist - auch wenn sie im Weltaufbau nicht zu detailliert ist - durchdacht incl. der Gefahr, dass durch die Aktivitäten der beiden Reisenden in 1815/1816 Ereignisse verändert werden und sich dieses auswirken kann; insofern fällt häufiger der Begriff "probability field" während der Gespräche der beiden Reisenden. Rachels Perspektive gibt außerdem einen wesentlichen Blickwinkel vor: den einer alleinstehenden intelligenten Frau in 1815, allerdings wohlhabend. Aber auch letzteres schützt nicht davor, dass der Hausdiener sich immer an Liam wendet oder Rachel stundenlang am Abend auf Liams Rückkehr warten muss, ohne sich überzeugen zu können, dass ihm nichts passiert ist. Ich gestehe aber ein, dass ich auch gern Liams Eindrücke ungefiltert und nicht durch Rachels Wahrnehmung erlesen hätte, insbesondere, da die Autorin Rachel immer wieder betonen lässt, dass er ein Schauspieler, was, wenn nicht bereits Rachels Wahrnehmung, so doch ihre Schlussfolgerungen beeinflusst. Aber die Änderung der Erzählstruktur in z.B. eine auktoriale oder wechselnd zwischen Rachel und Liam als Icherzählter hätte natürlich zwangsläufig einen anderen Roman zur Folge; keine Ahnung, ob mir dieser immer noch so gut gefallen hätte.

Ich habe mich in der von Kathleen A. Flynn geschaffenen Welt - sei es in Rachels Zeit, sei es 1815/1916 - wohl gefühlt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn dieser Roman irgendwann verfilmt würde.


Freitag, 28. Juli 2017

"Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Graphic Novel)

Auf Goodreads habe ich diese Kurzbesprechung bereits eingestellt, aber der Blog soll ja auch ein wenig wieder in die Gänge kommen. ;)

Ende der 90er in Frankreich: Konstanze lebt bei den schon älteren Großeltern und wird auch dort unterrichtet; niemand sonst bewohnt das Haus und Grundstück. Das Kind darf das Grundstück nicht verlassen und wird im Haus eingeschlossen, wenn die Großeltern wegfahren um einzukaufen o.ä. Bei Verstößen wird Konstanze von der Großmutter bestraft - eingesperrt auf dem Dachboden oder Schläge, oder beides. Dann aber stellt die Großmutter Hilfe ein, ein portgiesisches Ehepaar mit zwei Kindern.

Mein Herz wurde mit jeder Seite, die ich in dieser Graphic Novel umblätterte, schwerer; auch die kleinen humorigen Szenen oder die Tagträume über Piraten und Detektive, die es zwischendurch gab, halfen dabei nicht. Holzschnittartige Zeichnungen in schwarz und weiß und Personen, deren Gesichter in vielen Szenen unfreundlich, hart und verzerrt sind, führen durch einen bestimmten Zeitraum von Konstanzes Leben und mir ist schlecht, wenn ich über das "Davor" nachdenke oder das "Was wäre wenn".

Lehmann greift hier gleich eine Vielzahl von Themen auf, Kindesmisshandlung ist wirklich nur eines. Ich bin gedanklich und emotional mit dieser Geschichte nicht fertig.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Natira & Co.

Hach.
Also der Urlaub ist vorbei, morgen geht es wieder los. Aber ich dachte, ich erzähle Euch mal, was ich in meinem Urlaub alles so angestellt habe.

Am Donnerstag, meinem ersten Urlaubstag, war ich total erledigt. Der Vortag war anstrengend und sehr lang gewesen, weil ich noch viele Dinge auf meinem Schreibtisch - alle habe ich trotz des langen Tages nicht geschafft - auf den Weg bringen musste. Also bin ich zur üblichen Zeit am Donnerstag (ohne Wecker) aufgewacht, habe den Katzen mal ihr heiß geliebtes Trockenfutter hingestellt, alle in meinem Katzenhaushalt möglichen Türen und Fenster zum Lüften aufgerissen und bin wieder ins Bett gekrochen, um prompt wieder einzuschlafen.


Den Tag habe ich mit Faulenzen verbracht. Essen, Lesen, Katzeln, Augenpflege, Youtube-Clips schauen; die MuMs haben mich aktiv unterstützt. Ich habe nicht abgewaschen, nicht geputzt, nicht eingekauft, nichts weggeräumt - ich war einfach nur im Faulenzermodus.

Am Freitag war die Luft frühmorgens nicht so der Renner, eher schwül. Also dachte ich, es wird nichts mit meiner Fahrradtour. Als ich um halb zehn dann aber auf dem Balkon stand, fühlte es sich ganz anders an. Und bevor der für das Wochenende angekündigte Regen kommt, wollte ich die Gelegenheit doch nutzen. Also gut mit Sonnenschutz eingeschmiert, vorsorglich eine Regenhose in den Rucksack gestopft und die faltbare Regenjacke - besser nicht brauchen, als nicht dabei haben - und los ging es. Im Ergebnis habe ich eine Rundtour von 40 km gemacht, um ein Buch zu kaufen ("Lieber Mr. Salinger") und zu Mittag zu essen. :)



Nachmittags erledigte ich den Wochenendeinkauf und am Abend habe ich mich mit meiner Katzensitterin getroffen, die von der Reha zurück und in der Wiedereingliederung ist; es geht ihr dankenswerterweise wieder besser. Bei dieser Gelegenheit habe ich erfreut festgestellt, dass mein Wohnort jetzt auch einen offenen Bücherschrank hat. 


Den Samstag fand ich anstrengend, es war mir zu luftfeucht. Ich habe daher einfach im Bett gefrühstückt,


nur irgendwann mit dem Fahrrad zwei Sendungen aus der Packstation befreit ("The Jane Austen Project", und Nabokovs Lectures on Literature - bislang nur zu "Mansfield Park" und "Die Schatzinsel" gelesen) - die Instadt-Radfahrt hat mich mehr schwitzen lassen als die Tour am Freitag - und bin daheim wieder Richtung Bett (ja) gegangen. Ich habe mir einen äußerst entspannten kühlen Tag in der Wohnung auf dem Bett mit Lesekissen gegönnt mit - Ihr ahnt es - Lesen, Youtube-Videos, Katzeln, Essen ... :) 


Der Sonntag gestaltete sich wettertechnisch gar nicht so schlecht und ich schaute ein wenig draußen und auf dem Balkon herum, machte Wäsche, räumte meine Wohnung nebenher so auf, dass ich am Montag plänmäßig dann putzen könnte und genoß im Übrigen die Zeit mit meinen Helden und  - genau - Lesen, Essen, Lesen.

Den Montag hatte ich mir als Putztag auserkoren. Und brav fing ich vor dem Frühstück mit den Fenstern an und arbeitete mich nach dem Frühstück durch Bad, Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Die MuMs sind wie immer während der Staubsaugerorgie auf den Balkon geflüchtet, trauten sich dann aber nach dem Wischen auch wieder herein. Der restliche Tag war natürlich dem Entspannen gewidmet; muss ich noch erwähnen, wie?

Dienstag war ich mit einer Freundin zum Frühstück verabredet und so verbrachten wir den Vormittag gemeinsam in der Stadt, gingen danach noch ein wenig einkaufen, genauer gesagt durch den strömenden Regen direkt in die schräg gegenüberliegende Buchhandlung ("Hartmann und der böse Wolf"  und "Was man von hier aus sehen kann"). Wieder daheim habe ich erst einmal meinen Vermieter wegen des abfallenden Druckes bei der Warmwasserversorgung angesprochen (ist bereits von ihm erledigt, verkalktes Rückklappventil in Pumpennähe) und danach war - genau - Entspannen auf dem Sofa angesagt, wobei wegen Goodreads bzw. NYSubWaybooksreviews dann auf Amazon landete und drei Bücher geordert habe. Der durchgängige Regen hat mich nicht wirklich gestört, lach.


Der heutige Mittwoch startete tatsächlich mit Sonne und einem späten Bagel-Frühstück.



Ich warte noch auf eine Sendung aus UK - die Bestellung habe ich schon vor meinem Urlaub aufgegeben - und hoffe, dass ich heute eine DHL-Nachricht über eine Lieferung zur Paketstation erhalte. In diesem Fall werde ich hindüsen und dann auch gleich meinen Vorrat an Obst, Gemüse, Joghurt und Eis auffrischen. Unabhängig davon muss ich heute auf jeden Fall irgendwann noch zum Baumarkt: Gestern hatte ich auf einmal den Halter meines Duschkopfes in der Hand, durchgerostet und -gesifft (tolle Qualität) und muss  für Ersatz sorgen. Übrigen ist Lesen und Katzeln angesagt. :)


Die Woche mit all ihren Entspannungszeiten hat mir sehr gut getan, ich fühle mich in keiner Weise frustriert oder gelangweilt wegen des Wetters oder Dinge, die ich nicht getan habe (mir war die Zeit zu kurz, um etwas an die Ostsee nach MeckPomm zu fahren, das hätte eine andere Art von Stress bedeutet). So habe ich so viel wie möglich Energie aus der Woche gezogen und das fühlt sich gut an.

Bücher/Hörbücher im Urlaub
Beendet :
 "The Dispatcher" (Hörbuch) von John Scalzi, "Stuff matters" von Mark Miodownik, "A Jane-Austen-Education" von William Deresiewicz (dazu hatte ich ja am Lesesonntag schon was geschrieben).
Gelesen/gehört:
"The Jane Austen Project" von KAthleen A. Flynn (Nachlese folgt), "Lieber Mrs. Salinger"von Joanna Rakoff (Nachlese ist online), drei Graphic Novels "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Jon J Muth, "Gift" von Peer Meter und Barbara Yelin und "Die Favoritin" von Matthias Lehmann (Kurzeindrücke werden wohl noch folgen)
"Mansfield Park" als gekürztes Hörspiel auf englisch mit Benedict Cumberbatch als Sir Thomas Bertram (Teil des audible-Bundles "The BBC Radio Drama Collection - Jane Austen", enthaltend ihren sechs beendeten Romane
"Pen and Prejudice" by Claire M. Johnson
Begonnen
"Lectures on Literature" by Vladimir Nabokov - obwohl... ich  werde den Rest wohl erst lesen, wenn ich auch die besprochenen Bücher gelesen habe, aber wann das ist, weiß ich nicht ;)
"Hartmann und der böse Wolf" von Michael Frey Dodillet- habe die Hälfte gelesen, es ist nicht meins, ich habe es abgebrochen
"Northanger Abbey" als gekürztes Hörspiel auf englisch

Dienstag, 25. Juli 2017

"Lieber Mr. Salinger" von Joanna Rakoff

- im Wesentlichen so bereits bei Goodreads eingestellt, aber der Blog soll ja auch leben :) - 

Joanna Rakoff erzählt in dem Buch "Lieber Mr. Salinger" von ihrem Jahr in einer Literaturagentur und ihrer Entwicklung vom Greenhorn zu jemanden, der eine Geschichte verkauft, garniert mit Einblicken in ihr persönliches Leben in diesem Jahr; das Buch basiert - mit einigen Zeitraffern u. Namensänderungen - auf Tatsachen.

Ich weiß noch immer nicht genau, wie ich "Lieber Mr. Salinger" einordnen soll: Einerseits war es für mich interessant zu lesen, was eine Assistentin Ende der 1990er in dieser konkreten Literaturagentur - die u.a. Salinger vertrat - zu tun hatte und welche Gepflogenheiten dort herrschten. Andererseits wundere ich mich darüber, wie sie überlegt, was wohl Salinger zu einem Briefschreiber sagen würde und aufgrund dessen einen Brief abfasst, wenn die Autorin zu diesem Zeitpunkt nur den Namen des Autors kannte. Erst nach ca. einem Dreivierteljahr in der Agentur greift sie zu seinen Werken (ich wäre wohl schon früher neugierig geworden, zumindest als es mit "Hapworth" losging). Und dann - bei anderer Gelegenheit - kommt Folgendes (Zitat S. 139 der von mir gelesenen TB-Ausgabe):

"Ich wünschte, ich hätte nicht nur mehr, sondern auch andere Büchere gelesen. Es tat weh, wenn ich an die vielen verschenkten Jahre dachte, in denen ich alles verschlungen hatte, was mir irgendwie in die Hände fiel, in der Stadtbücherei oder im Bücherregal meiner Eltern: die Beststeller aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren, deren Autoren längst vergessen waren, die Komödien, die mein Vater so liebte, und die vielen Agatha-Christie- und Stephen-King-Romane, den ganzen Schund. Sicher, es waren auch gute Sachen dabei, allerdings eher aus Versehen: Flannery O'Connor, Shakespeare, von dem ich sowohl die Lamb-Erzählungen als auch die gesammelten Werke im Original geselesen hatte, die Bronte-Schwestern, Tschechow und allerlei zeitgenössische Autoren, die ich in der Bücherei einzi gund allein deshalb aus dem Regal mit den Neuenerscheinungen nahm, weil mir der Titel oder das Cover gefiel. So viele Stunden, die ich lesend auf meinem Bett, dem elterlichen Sofa, im Garten oder auf den Rückbänken unseres Autos zugebracht hatte, wenn wir in die Ferien fuhren; so viele Stunden, die mir die gesammtelten Werke von Dickens, Trollope oder Dostojewski hätten näherbringen können. Oder Proust. Die Liste nahm kein Ende, so viele Bücher, die ich nicht gelesen hatte, so viele Dinge, die ich nicht wusste."

Mal abgesehen davon, dass sie nicht weiter ausführt, wie alt sie war: Wirklich? Die Autorin tut mir gerade leid - aber nicht, weil sie so vieles noch nicht gelesen hatte, sondern weil sie offenbar nicht wertschätzen konnte, dass das von ihr Gelesene sie weiterführte bis hin zum Studium der Englischen Literatur (in Ohio und später in London, scheinbar auch im Studium noch ohne Salinger und Dickens, wenn sie beide Autoren zum Zeitpunkt ihres Bedauers im Roman immer noch nicht kannte). Mich ärgert diese Einstellung. Sicher, man kann darüber diskutieren, ob "Besser irgend etwas lesen als gar nichts lesen", die "richtige" Einstellung ist -insbesondere in dieser Pauschalierung -, aber mal fröhlich nicht weiter spezifizierte Komödien oder vergessene (und wieder nicht weiter benannte) Autoren der 30er und 40er neben Christie und King als Schund zu bezeichnen, regt mich auf.

Neben den Geschehnissen im Job berichtet die Autorin über ihr privates Leben mit Eltern, Freunden, dem Partner. Soweit, so interessant, aber ich musste nicht wissen, welche Kleidung sie wann anzog und warum und welches Sandwich bei welchem Shop gekauft wurde. Und warum durchaus wichtige Details erwähnen (ein von ihr gefundener Brief ihres Partners, die Schuldenraten, die sie nicht begleichen kann ) und sich dann darüber monatelang ausschweigen (Brief) oder den Eindruck vermitteln, sie hätte keine Auswirkungen (Schuldenraten) auf ihr Leben.

Aber der vorherrschende Gedanke bei mir ist noch immer: Was empfinden wohl all die Menschen, die an Mr Salinger zu Händen der Agentur geschrieben haben und jetzt dieses Buch lesen; müssen manche Dinge - was mit den Briefen passiert/e - wirklich ausgesprochen werden? Warum nicht manchmal Illusionen aufrechterhalten?