Montag, 26. September 2016

Monstress - Vol. 1 Awakening by Marjorie Liu und Sana Takeda

Meine Erfahrungen mit Comics/Graphic Novels sind eher gering. Zwar hat sich inzwischen ein ganzes Fach in meinem Bücherregal mit ihnen gefüllt; vermutlich würden aber so manche die Mischung, naja ein wenig abenteuerlich finden, was damit zu tun hat, dass Comicbände für mich häufig Blind Dates sind. Ich kaufe und schaue mal. So steht dann schon mal Shaun Tan zwischen Taniguchi und Tofield und Mawils Kinderland neben Enki Bilal. ;)

Jedenfalls: Auch "Monstress - Volume 1: The Awakening" (englisch, enthält die Einzelhefte 1 bis 6) habe ich zum Antesten gekauft.  Und um es gleich vorweg zu nehmen, hier zieht definitiv der nächste "Band" bei mir ein.

Der Comicband ist mit 192 Seiten so umfangreich nicht, aber er hat mich den ganzen Tag beschäftigt. Ich bin in die Zeichnungen und in die Geschichte nicht nur eingetaucht, sondern versunken. Die Geschichte ist dunkel und zudem mit Schatten versehen. Ich war froh über das Fuchskind Kippa und den zweischwänzigen Kater Meister Ren, die beide für etwas Farbe, Licht und manchmal sogar leisen Humor sorgten.

Die matriarchalische Welt hat einen Krieg zwischen Menschen und Arcanicern (engl: Arcanics) sich, aber was jetzt herrscht, würde ich nicht Frieden, nicht einmal Ruhe nennen. Jedenfalls nicht dort, wo diese Geschichte spielt, in der Stadt Zamora und deren Umgebung.

Maika, eine junge Arcanicerin mit menschlicher Gestalt, ist die Erzählerin. Sie hat sich bewusst einfangen lassen, weil dies der einzige Weg ist - nämlich als Sklavin -, um in die Stadt Zamora zu gelangen, weil sie dort eine ganz bestimmte Person zu finden hofft.  Im Verlauf des Comics lernt man mehr über die Welt, in der Maika lebt, in Rückblenden und Träume mehr über ihre Vergangenheit, durch Exzerpte aus Lektionen des Professor Tam Tam mehr über die Historie der Welt und die verschiedenen Rassen, sodass die Welt, in der der Comic spielt, mehr und mehr Gestalt annimmt. Man muss sich auf die Story zu Beginn einlassen, es braucht ein wenig, bis die Hintergründe klarer werden. Was aber von Anfang deutlich ist: Es ist eine Welt, in der man um das Überleben kämpfen muss, in der die Rasse der Arcanicer - und zwar von Kindesbeinen an -  als Sklaven gehandelt, ausgebeutet und gefoltert wird, wobei sie "Glück" haben, wenn sie nur als Sklaven verkauft werden. Geraten sie an die herrschende Schwesternschaft,  deren Machtbasis die von den Arcanicern gewonnene Substanz Lilium ist ... Die Szenen waren besonders schwer zu ertragen.

Maika ist eine komplexe Figur, wie sich nach und nach noch deutlicher herausstellt. Schwarz und weiß - so einfach ist die Welt und sind die Charaktere nicht.Die Suche nach Macht und auch nach Wissen ist von einer gnadenlosen Zielstrebigkeit.

Die Zeichnungen von Sana Takeda finde ich schön, fesselnd, detailreich, was - so merkwürdig das klingt - selbst bei den Szenen mit Gewalt noch der Fall ist. Der asiatische Bezug ist allgegenwärtig, bei den menschlichen Charakteren, aber auch z.B. beim Fuchskind Kippa, der Kleidung, der Architektur. Hier gibt es ein Interview mit der Künstlerin und zugleich einen Blick auf die ersten Seiten des Comics (und einen spoilerfreien auf Band3).

Ich will auf jeden Fall wissen, wie die Geschichte weiter geht und werde darauf wohl noch eine Weile warten müssen, da ich mir auch dieses Mal nicht die englischen Einzelhefte (Nr. 7 ist erschienene, Nr. 8 erscheint im Oktober), sondern das nächste Volume kaufen werde.

Wer Lust bekommen hat und nicht auf englisch lesen mag - bei Cross Cult erscheint die deutsche Ausgabe im November dieses Jahres.

Samstag, 17. September 2016

Natira & Co

Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben.

Wie mir aufgefallen ist, habe ich weder für Juli noch August meinen Post zum TuB-Zugang und Abgang gemacht und es sieht danach aus, als würde ich das auch für den September nicht schaffen. Ich hoffe, ich bekommen meine "interne" Statistik, in der ich meine Geldausgaben für den Buchkauf erfasse, noch auf die Reihe. ;)

Der Urlaubseffekt aus Juli 2016 war Mitte August schon erledigt. Da wir in diesem Jahr eine neue Büromitarbeiterin bekamen, die bereits zwei Wochen Augusturlaub fest gebucht hatte, und meine andere Kollegin ebenfalls Ende letzten Jahres ihre Familienurlaub für August festgelegt hatte, war ich im August in der unglücklichen Lage, ca. 13 Arbeitstage komplett allein zu sein. In diesen Zeitraum fiel auch die Erkrankung eines Chefs, was leider nicht zu weniger, sondern mehr Arbeit für mich führte, da die Vor- und Nachbearbeitung der Akten für den Vertreter von mir auch mitgetragen werden musste. Seit Ende August sind nun zwar beide Kolleginnen wieder da, allerdings habe ich einen Arbeitsrückstau in meinem alleinigen Arbeitsbereich, den ich noch immer nicht aufgeholt habe., u.a. weil sich die gesundheitliche Situation meines eines Chefs nicht wesentlich geändert hat. Ich hoffe sehr, dass es ihm bald wieder besser geht.

Im September ist noch eine Hard- und Softwareumstellung im Büro erfolgt, aufgrund derer die Arbeit zusätzlich zum Erliegen kam - einerseits wegen der erforderlichen Schulung (das Büro war an diesen Tagen zu, im Schulungsraum wurden wir übrigens alle langsam bei gefühlt 40 ° gegart), andererseits aber auch, weil - natürlich - die Umstellung nicht so funktioniert, wie sie soll.  Seit drei Tage können wir nicht mehr auf den Netzwerkdrucker zugreifen, die Scanfunktion steht seit dieser Zeit auch nicht mehr zur Verfügung, die Onlinekommunikation ist nur noch über einen Account (und ohne Scanmöglichkeit) möglich und die Dokumentenvorlagen der neuen Software sind auch noch nicht fertig. Das macht die Sachbearbeitung weder für uns noch die Chefs einfacher und natürlich geht es insgesamt deswegen langsamer und der Rückstau erhöht sich. Der normale tägliche Arbeitstrubel mit Besuchsverkehr, Telefonaten etc. kommt natürlich trotzdem hinzu.

Ich bin ziemlich erschöpft. Dass wir es die letzten Tage so richtig schön kuschelig warm hatten, war auch nicht hilfreich. Ich war leider nicht in der Lage, nachts durchzuschlafen; sicherlich etwas, was ich mit vielen Menschen zu einer solchen Zeit teile. Letztlich war ich zu müde um zur Ruhe zu kommen. Aber endlich - gestern wurde es hier kühler, die Wohnräume waren kühlen und mit frischer Luft gefüllt  - und doch hatte ich Probleme mit der Nachtruhe, weil ich zunächst nicht wusste, wie ich liegen sollte (irgendwann griff das Ibuprofen). Am gestrigen Abend habe ich mir zwischen dem Aufstehen aus dem Lesesessel und dem zu Bett gehen irgendwie (mindestens) einen der Wirbel mal wieder ausgeknockt. Kopfbewegungen mache ich derzeit nur vorsichtig und langsam; selbst ohne Bewegung ist der "Druck" spürbar. Montagmorgen werde ich daher zu dem Arzt meines Vertrauens gehen, der dann wieder an mir herumziehen und drehen darf, bis der oder die Wirbel hoffentlich wieder sie da sind, wo sie sein sollen. Für die Übergangszeit muss Ibuprofen reichen, seufz. Aber, wie gesagt, wenigstens ist es kühl in den Räumen. ;)

Es ist ein ziemlicher Jammerpost geworden. Hm. Zum Auflockern stelle ich dann mal einige Smarphone-Fotos von den MuMs rein, weil - Katzen gehen ja immer. :)

Schön-Augen



Posieren


Weck-Kater




Und ich habe mir fest vorgenommen, an Winterkatzes Herbstlesen teilzunehmen. Einen Post werde ich hoffentlich vor dem Beginn, sicher aber spätestens am 01.10.2016 hinbekommen, das ist ja ein Samstag. :)


Sonntag, 4. September 2016

"Vermisst in Graal-Müritz" von Regina Hartman

Ich habe das Buch bei skoobe gesehen und ausgeliehen, weil es in Graal-Müritz spielt und ich letztes Jahr von Dierhagen aus eine Radtour bis zur Seebrücke Graal-Müritz gemacht hatte. Nach dem Anlesen bin ich auch direkt hängen geblieben. Dass ich den Roman nicht binnen eines Tages gelesen habe (was im Normalfall durchaus möglich ist), lag einerseits an der Arbeitsbelastung, aber auch am Thema: Wenn es im Krimi um Kinder geht, brauche ich regelmäßig etwas mehr Zeit. Diese Nachlese wird dafür kurz. ;)

Das Buch beginnt mit der polizeilichen Vermisstenmeldung die 10jährige Mareike betreffend, die in der Ferienzeit wieder bei den Großeltern in Graal-Müritz ist. Eher nüchtern und berichtend geht es mit den Ermittlungen der zuständigen Polizeibeamten weiter; mir sagte der Stil hier sehr zu. Allerdings passt er nach meinem Empfinden nicht mehr ganz so, wenn die Autorin sich mit dem Innenleben der Charaktere (insbesondere der beiden Polizeiangehörigen) befasst. Das führte zu dem Ergebnis, dass bei mir das Innenleben der Charaktere weniger emotionales Feedback und Interesse erzeugte als die Ermittlungen an sich.

In der Gesamtschau hat mir der Krimi trotzdem sehr gut gefallen, u.a. wohl weil die Ermittlungen den Schwerpunkt des Romans bilden und daher seinen überwiegenden Teil einnehmen. Ich mochte es, dass auch die wiederholenden Befragungen  - je nach Ermittlungsstand - Eingang in den Krimi fanden, verschiedene "Wege" abgeklopft bzw. wiederholt überprüft wurden. Die detaillierteren Beschreibungen der Gegend fand ich weder zu ausführlich noch überflüssig. Wer den Ort kennt, weiß letzteres vielleicht sogar zu schätzen.

Da die Ermittlung den Romankern bildet, ist die Falllösung verzögert, was keinen Kritikpunkt meinerseits darstellt (dieser Umstand ist schließlich dem Romanaufbau geschuldet); ich wollte es nur erwähnen. Ich jedenfalls habe den Krimi zufrieden "zugeklappt".

Donnerstag, 18. August 2016

Impressionen aus Ahrenshoop 2016 - Teil 4

Ahrenshoop liegt eingebettet zwischen Ostsee und der Boddenlandschaft (Achterwasser). Nahe bei Ahrenshoop findet sich dort der Darßwald, der ebenso wie die Darss-Zingster-Boddenkette zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört.

Achterwasser im Ortsteil Althagen



Blick vom Wanderweg Richtung Achterwasser über ein gräsernes Meer. ;) 




Der Ahrenshooper Strand hat sowohl Flach- als auch Steilküste, allerdings ist letztere nicht vergleichbar mit der Steilküste auf Rügen; dennoch, sie ist da. :)





An meinem letzten Tag in Ahrenshoop war das Wetter dann nach meinem Geschmack, die Brise war spürbar, es gab etwas Seegang (nicht so gut zum Schwimmen, aber mehr Spass beim Baden) und trotzdem Sonne. :)