Montag, 8. Mai 2017

Winterkatzes SuB-trahiert

Wie versprochen kommt hier der Post mit den im ersten Quartal 2017 angefangenen, dann aber nicht zu Ende gelesenen Büchern, die von mir aussortiert und gespendet werden:

Das sind zunächst einmal Band 1 und 2 von "Serenity Rose" von Aaron Alexovitch, die bestimmt schon 3 oder 4 Jahren im SuB liegen. Es ist eine Comic-Serie und bei den beiden Bänden handelte es sich um einen Onlinekauf zum Antesten der Reihe. Erzählt wird von und über eine Hexe (Sera) in ihren Zwanzigern und ihr Leben in ihrer Stadt. Ich will nicht sagen, dass ich "gescheitert" bin, aber ich habe mit Band 1 angefangen, auch in Band 2 mal hineingeblättert, aber es war einfach nicht meins.Ich habe den Beginnerband 1 nicht beendet, da ist es auch uninteressant, ob die Zeichnungen ab Bd. 2 besser werden.

Dann haben wir "Alabama Song" von Gilles Leroy; das Buch wurde in Frankreich ausgezeichnet und liegt ca. 1 bis 2 Jahre im SuB, auch hier ein "Katalog"-Onlinekauf.. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Wie schon in meinem Ostersonntag-Lesepost geschrieben,  für mich war dieses Buch nichts. Ich hatte keine Lust, "in Leroys Erzählstil über eine reale Autorin eine fiktiv-mögliche Biographie aus der Ich-Perspektive dieser realen Autorin zu lesen.

 "Änderungsschneiderei Los Milagros" von Maria Cecilia Barbetta lag auch bereits ca. 3 Jahre im SuB, auch ein reiner Online-Kauf ohne vorherigen Blick in das Buch.  Ich sollte damit wohl aufhören. ;) Wie bereits in dem  Lese-Samstagspost geschrieben, bin ich sprachlich überhaupt nicht in den Roman hineingekommen.

"Was werd ich tun, wenn alles brennt" von António Lobo Antunes war ebenfalls ein Online-Katalog-Kauf und ist ebenfalls gefühlt 5 Jahre im SuB. Es geht um Carlos, einer Drag-Queen in Lissabon. Ich hatte mit diesem Buch das gleiche Problem wie mit der Änderungschneiderei - ich kam einfach nicht hinein in den Erzählstil

"Gletschertheater" von Steinunn Sigurdardóttir, Online-Katalogkauf, liegt gefühlt mehr als 5 Jahren im SuB. Ich kann zum Inhalt nichts sagen, ich kann nichts dazu sagen, ob mir die Charaktere gefallen o.ä. Der einzige Grund, warum ich nach den ersten zwei Seiten das Buch direkt wieder weggelegt habe, ist, dass es im Präsens und indirekt - also ohne Anführungszeichen bei Gesprächen - geschrieben ist.  Es mag sein, dass mir so ein unterhaltsamer lustiger Roman entgeht, aber dann ist das halt so.

"Der silberne Bogen" von David Gemmell war vor Jahren (vier? fünf, länger?)  ein Empfehlungskauf, weil mich früher "Neu"-Erzählungen älterer Sagen wie des trojanischen Krieges interessierten. Ich habe den Roman angelesen - gut geschrieben -, ihn aber abgebrochen, weil mich das Thema einfach nicht mehr so sehr interessiert und ich lieber etwas anderes lesen möchte. Das Buch hätte ich damals gleich lesen sollen, aber nun.


Samstag, 29. April 2017

Winterkatzes SuB-Trahiert

Ui, Juli 2016 ... Entweder habe ich seitdem nichts mehr gelesen, was unter die Sparte SuB-Trahiert fällt oder - was wahrscheinlicher ist ;) - ich habe nicht darüber geschrieben.

Nun, neuer Startpunkt: 01.01.2017. :)

Und in diesem Post geht es um die im ersten Quartal durchgelesenen Bücher,  die in die Sparte "Sub-Trahiert" fallen (mit den nicht durchgelesenen Büchern beschäftige ich mich in einem weiteren Beitrag).

"Der tägliche Wahn" von Miguealanxo Prado, bestimmt schon zwei Jahre auf dem SuB,
 ein Comicbuch mit Kurzgeschichten über den Alltag, schwarzhumorig, ich mag seine dynamisch gezeichneten (auch überzeichneten) Charaktere - und auch wenn mich nicht jede Story mitnahm, habe ich das Buch doch sehr genossen (es führte auch dazu, dass ich meinen Bestand an Prado-Büchern erweiterte).

"Zwischen Nacht und Dunkel" von Stephen King, ebenfalls bestimmt mindestens zwei Jahre auf dem SuB, (ich weiß gar nicht, warum) vier Novellen, die mich alle mitgenommen haben. "1922" beginnt mit dem Geständnis eines Mannes, dass er seine Frau umgebraucht hat; in "Big Driver" nimmt eine Autorin nach einer Lesung mit dem Auto eine Abkürzung; "Faire Verlängerung" hat im Gegensatz zu den anderen Geschichten einen "phantastischen" Touch, schließlich begegnet einem nicht alle Tage ein Mann, der Deine Lebenszeit verlängert und dann ist da noch "Eine gute Ehe", in der eine Ehefrau zufällig in der Garage ein Geheimnis ihres Mannes entdeckt. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, gehen aber schon über Kurzgeschichten hinaus.

"Who the Fuck is Kafka" von Lizzie Doron, gekauft ca. Anfang 2016, 
Aus Ich-Perspektive der israelischen Autorin erzählt wirft das Buch einen Blick auf die Beziehung der Autorin mit dem palästinensischen Fotoreporter und Filmer "Nadim".  Ich hatte trotz all der Einblicke in diese Beziehung  Probleme mit dem Buch. Es beruht zwar auf wahren  Erfahrungen und Erlebnissen, allerdings verschiedener palästinensischer Freunde der Autorin, deren Konglomerat dann den fiktiven "Nadim" ergab.  "Nadim" kommt dabei auch nur durch die Texte oder Wiedergabe von Dialogen seitens der Autorin zu Wort (zwangsläufig, bedenkt man die Vermengung verschiedener Personen), hat also keine eigene Stimme. Diese "doppelte" Entfernung von der palästinensischen Figur im Rahmen des Romans lässt mich mit dem Problem zurück, zu ermitteln, was nach der Recherche dann in dem Buch dem bewussten oder unbewussten Filter der Autorin unterliegt bzw. unterlag.

"Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins - mindestens ein Jahr auf dem SuB (glaube ich), ein Comic-Buch über den Bewohner Dave, dem auf der ordentlichen, genormten, einförmigen Stadt auf einer Insel auf einmal ein unkontrolliert wuchernder Bart wächst. Ich mochte die Zeichnungen, den Textrhythmus und die grundsätzliche Geschichte, auch wenn sie für mich ein paar Punkte bequemerweise auslässt, die ich gerne geklärt hätte. ;)



Montag, 17. April 2017

Leseostern - Ostermontag

Gestern habe ich mich wunderbar in "Tanztee" vertieft und es zu Ende gelesen, ab und an unterbrochen von den MuMs, die etwas zu essen haben wollten oder die etwas irritiert auf merkwürdige Geräusche reagierten, die von draußen - das Osterfeuer fand in der Nähe statt - hereindrangen. Letzteres hat leider auch dazu geführt, dass heute Morgen hier noch Rauch "hängt" und ich die zum Lüften geöffnete Fenster erst mal wieder zugemacht habe - sonst wäre der Rauch in der Wohnung. Darauf habe ich auch keine Lust.


Ich habe mir heute die vier Comic-Hefte von Miguelanxo Prado hingelegt, die ich so ca. Anfang April gebraucht besorgen konnte.

Sein "Ardalén" hatte mir ja nicht nur einfach gefallen, sondern mich sehr stark berührt. "Der tägliche Wahn" mit den dortigen Kurzepisoden gefiel mit auch (wenngleich es nicht "Ardalén" erreichte) und so hatte ich mich umgeschaut, was noch so von ihm auf dem deutschen Markt zu finden ist und bin - u.a. - auf diese vier Hefte - wie die anderen beiden bei Egmont - Ehapa erschienenen - gestoßen. "Leichte Beute" ein aktueller Band von ihm war seit 2015 bei Egmont angekündigt, ist aber weiter nicht erschienenen und in einem Comicforum habe ich gelesen, dass Egmont wegen der langen Wartezeit auf den Künstler wohl abgesprungen ist, ich habe jetzt mal direkt beim Verlag per E-Mail angefragt, mal sehen ...

Update 13.00 Uhr
Kurz vor dem Mittagessen - Stulle mit Brot und danach einen Joghurt :) - wollte ich Euch auf den aktuellen Lesestand bringen. Ich habe inzwischen "Stratos" gelesen, ein aus mehreren zusammenhängenden Kurzgeschichten bestehenden Band, sämtlich gezeichnet in schwarz-weiß mit harter Feder und Charakteren, die im Wesentlichen hart(herzig) sind und hässlich. Es sind bittere Geschichten, die der Zukunft spielen, aber so fernliegend nicht erscheinen. Inzwischen habe ich mit "Die Endzeit der Delphine" angefangen, auch hier zusammenhängende Kurzgeschichten (aus einer Enzeklopädie werden Zeitabschnitte der Menscheitsgeschichte dargestellt, beginnend mit dem 21. Jahrhundert), alle schwarz weiß, dieses Mal jedoch Bleistift, würde ich sagen. Die Geschichten haben auch emotional positive Momente, aber nicht nur. Mal sehen, mit was die enzeklopädischen Einträge enden ... Ich werde berichten.

Update 15.45 Uhr
"Die Endzeit der Delphine" fand ich faszinierend, wenngleich im direkten Vergleich mit "Stratos" etwas (geringfügig) schwacher in meinen Augen. Vielleicht waren es die harten Federstriche im ersten Band oder das auf mich beinah wütend wirkende Geschehen. Zwischenzeitlich habe ich mir auch die am Sonntag online gegangene Folge von John Oliver zu den französischen Wahlen auf youtube angeschaut - wie immer das Anschauen wert -, wütende Vögel aus Ballons befreit und Hinterlassenschaften von Merlin, die einem Besuch auf meinem Balkon mit etwas Rasen folgten, beseitigt.

Jetzt geht es weiter mit Kaffee, Keks und einem Privatdetektiv namens Manuel Montano - mal sehen, was letzterer so erlebt. ;)


Update 20.00 Uhr
Heute Nachmittag habe ich noch die beiden weiteren Prado-Comics gelesen, wenn ich nicht gerade gekatzelt oder wütende Vögel befreit habe. :)


Was Manuel Montano  angeht - das war tatsächlich ein Band mit 6 Geschichten, in den ich nicht hineinkam. Ich glaube, hier entgeht mir einfach zuviel vom Genre, vielleicht gibt es hier viele "noir"-Bezüge, die mir mangels Kenntnis von Basismaterial aber auch nicht auffallen würden, selbst wenn sie da sind. Diesen Band habe ich mehr oder weniger mit einem Schulterzucken nach der Lektüre weggelegt.

"Kreidestriche" dagegen hat mich beinahe genauso gefangen genommen wie damals Ardalén. Zwar ist die Erzählung kurz und dadurch stark verdichtet (es sind knapp 60 Seiten), aber die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Sie spielt auf einer Insel im Meer, eine Mutter mit ihrem Sohn lebt dort unterhalb des nicht mehr betriebsbereiten Leuchtturms. Die junge Frau Anna hat dort angelegt und wartet auf jemanden, den Skipper Raul verschlägt es dorthin aufgrund eines Sturms und er ist von Anna fasziniert. Wie sich diese Geschichte entwickelt - das sollte man lesen. Ich habe das Gefühl, alles was ich noch sagen könnte, würde spoilern. Prado setzt hier Ölkreide ein, würde ich behaupten wollen. Ich mag seine Farbgebung und Akzente bei der Gestaltung der Umgebung, des Meeres, der Charaktere. Und erneut sind Blicke und Gesichtsausdruck für mich lebendig und ausdrucksstark.

So, das war das letzte Update für heute und das Osterlesewochenende insgesamt, denn die die nächste Nacht wird früh zu Ende sein; morgen heißt es wieder arbeiten - und ich habe mittags einen Physiotherapietermin, also keine Mittagspause.  Dieses Osterlesen hat mir aber sehr gut getan - mal abgesehen davon, dass ich auch viel zum Lesen gekommen bin, kam ich die Tage auch zur Ruhe und konnte Energie tanken. So ein Lesewochenende darf gerne wieder kommen. :)

Macht's gut! :)

Sonntag, 16. April 2017

Leseostern - Ostersonntag

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick ..."

Meinen Osterspaziergang habe ich heute früh mit zwei Stöcken unternommen: Nordic Walking in einem Wald hier in der Nähe. Es war sonnig, es wird immer grüner, die Vögel zwitscherten und ich war allein mit ihnen - und es war verflixt kalt, offenbar nur so ca. 4 °C. :)


Später habe ich mir ein kräftiges Frühstück gegönnt und gerade eine Aufnahme der aktuellen Doctor-Who-Folge geschaut.

In "Bill" muss ich mich erst noch hineinhören, das Englisch dieses Charakters ist doch für einen Nichtmuttersprachler recht verschliffen. :) Mir gefiel der Neustart und ich bin neugierig, wie sich die derzeitige 3er Crew in der Tardis weiter macht.


Neben mir liegt gerade ein Bücherstapel, in dem sich u.a. das mit Tanztee das "letzte" Buch befindet, welches seit letztem Sonntag bei mir eingezogen ist, alle anderen Neueingänge - zwei Bücher und zwei Comics - habe ich bereits gelesen, hehe! Außerdem findet sich dort "Evil under the Sun" als Ausweich-Wohlfühlbuch, ein Roman über Zelda Fitzgerald und ein Sachbuch sowie vier Comic-Hefte, die, hm Ende März oder am ersten Aprilwochenende eingezogen sind, sämtlich von Miguelanxo Prado (frühe Arbeiten von ihm). Mal sehen, zu was ich greifen werde. Ich berichte.

Update 14.30 Uhr
Ich habe es zunächst mit "Alabama Song" von Gilles Leroy versucht, das Buch aber beiseite gelegt, dauerhaft. In diesem Roman erzählt Leroy aus der Ich-Perspektive von Zelda Fitzgerald, vormals Sayre, wobei es sich um eine Fiktion handelt. Der Autor erklärt im Nachwort ausdrücklich, das Buch soll als Roman und nicht als historische Fiktion gelesen werden. Der Aufbau ist tagebuchartig an der Seite mit Monat und Jahr gekennzeichnet, wobei die Art und Weise des Niederlegens der (also im Wesentlichen fiktiven) Ereigniss und Gedanken mich kaum anthält, weiter zu lesen. Ich habe einfach keine Lust "Und ich habe das Tüpfelchen auf das i gesetzt und "Amen" gesagt. Im Spiegel der feuchten Augen John Désiré Dearborns konnte ich lesen, dass ich ein Ungeheur war" (S. 41) oder ""Der erbärmliche Richter (ihr Vater, Anm. von mir) hatte sich für die Miene des geprügelten Hundes entschieden. Geprügelt und leicht degoutiert." (S. 31) zu lesen oder von "onduliertes pomadisiertes Gesichts" (über Scott Fitzgerald) etc. zu lesen, jedenfalls nicht als fiktiven Ausdruck einer realen Autorin aus Sicht eines Autors. So ist das halt mit Katalogkäufen bei mir, ich schaue nicht zwangsläufig ins Buch. Sonst hätte ich es vermutlich erst gar nicht erworben. Zugestanden, ich habe Leroy nicht viel Zeit gegeben, mich zu überzeugen, aber meine Lesezeit ist begrenzt, also byebye, das Buch wird wohl auf den Spendenstapel gepackt.

Im Anschluss habe ich mir Hendrik Groen und sein neuerliches Tagebuch gegriffen und bin inzwischen im Monat April 2015 angekommen. Seit dem letzten Tagebuch ist ein Jahr ohne ein solches vergangen und in diesem Jahr musste auch von Mitgliedern des Alanito-Clubs (Alt-aber-noch-nicht-tot) Abschied genommen werden. Hendrik und weitere Clubmitglieder sind auch älter geworden, aber es gibt den Club noch und er unternimmt weiter etwas. Im Übrigen liefert Hendrik erneut Einblicke in das Leben im Altersheim mitsamt Kommentaren über Leben und Leute. Passend zu dem Buch habe ich mir einen "Weißen Kraftschöpfer"-Tee aufgebrüht (statt Mittag ziehe ich meine Tee/Kaffeezeit vor, übrigens haben wir hier richtiggehendes Aprilwetter und meine Heizung ist wieder an). Ich werde gleich wieder zu dem Buch greifen, glaube ich, aber vorher schaue ich, ob und was die Winterkatze und Hermia in ihrem Beiträgen aktualisiert haben. :)

Update 21.45 Uhr
Oha, das hat dieses Mal ja mit dem Update gedauert. Die Ursache dafür war, dass ich mit Hendriks Tagebuch nicht aufhören konnte. Ich habe es gerade beendet. Und auch wenn die Berg-und-Tal-Fahrt dieses Mal nicht ganz so intensiv wie bei dem ersten Buch (Eierlikörtage), was vermutlich daran lag, dass das Grundkonzept bekannt ist und bestimmte Dinge sich nunmal auch wiederholen, so gab es auch hier wieder Lacher, Kopfschütteln, Schlucken, Nicken, Trauriges, Schönes und Hoffnungsvolles.

Und damit endet auch mein heutiger Beitrag, am morgigen Ostermontag geht es hier in diesem Theater weiter. :)